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  • walwal
    antwortet
    Ja, bei jeder Linearisierung muss man abwägen: Ist es ein Boxenfehler: korrigierbar, ein Raumeinfluß über weite Bereiche: korrigierbar oder ein Zeitfehler durch Reflektion: nicht konventionell korrigierbar. So eine Automatik ist doof. Manche Systeme machen den Klang schlechter als ohne "Korrektur". Wobei es schon Programme gibt, die an verschiedenen Positionen messen und dann intelligent korrigieren. Dirac z.B.

    Ja, die Concorde mit WG habe ich auch vollaktiv simuliert. Aber Hinweise auf Verbesserung gab das nicht. Ist auch schwierig durch das Waveguide, das nicht simulierbar ist. Es würde etwa 1000 Euro kosten und zufriedener kann ich wohl nicht sein. Zumal sie ja auf den Hörplatz eingemessen ist.

    Korrigiert das REW auch die Phasenbeziehung? Und die Trennfrequenz? Ich glaube nicht. Mein Tipp: teste mal meinen Vorschlag, denn wenn die Phase nicht stimmt, nutzt es nichts, auf Achse zu korrigieren. Die Fehler im Energiefrequenzgang bleiben. Kostet ja nix. Und das REW kannst du immer noch "draufsetzen".
    Zuletzt geändert von walwal; 24.10.2013, 20:48.

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  • fbu
    antwortet
    Die Feinjustierung übernimmt das Programm RWE. Mit RWE misst man den Frequenzgang und überträgt die Korrekturwerte in den EQ vom minidsp. Das funktioniert ähnlich wie bei Dirac. So einfach ging es leider nicht mit den Hypex-Modulen. Mir ist aber dabei aufgefallen, dass eine übertriebene Linearisierung per EQ eher Nachteile bringt. Eine Pegelanpassung der Chassis reichte in diesem Falle völlig aus. Die Tiefbassabhebung um 30HZ des TIW300 hört sich zum Beispiel besser an, als wenn ich hier einen EQ einsetze. Ein Saugkreis ist auf der passiven Frequenzweiche- so weit ich weiß- auch nicht vorhanden. Vielen Dank für die Hilfe. Jetzt weiß ich zumindest, dass die Vollaktivierung sich auch theoretisch lohnt. Leider konnte ich mich noch nicht mit Boxsim anfreunden. Hast du deine Concorde auch schon mal vollaktiv simuliert? Ich will dich jetzt nicht überreden, aber es lohnt sich wirklich.

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  • walwal
    antwortet
    Ich habe mal etwas gespielt und mit Boxsim vollaktiviert. Leider ist dort nur 24 dB/Okt. möglich. Ich halte das aber für ausreichend steil, bei 48 dB bekommt man schon Probleme mit der Gruppenlaufzeit.

    Heraus kommt dabei:

    .......=passiv
    ___ = vollaktiv



    Insgesamt nicht schlecht. Die Aktivierung ist besser gelungen, als ich dachte (Alte Unke ). Man sieht aber, dass der Al 170 bei 1200 Hz unsauber abfällt. Es fehlt Bass (kann aber durch Raumeffekte anders sein), das solltest du testen.
    Die Senke von 2-10 kHz kann angenehmer klingen.

    Schauen wir mal den Energiefrequenzgang an, nach meiner Erfahrung sollte der Mittelwert aus F-Gang und EFG möglichst linear abfallen:



    Zu viel Energie um 2000 Hz, der MT muss leiser werden. Um 3000 fehlt etwas Energie, aber das musst du testen, ob mehr besser klingt, da sind Raumeinflüsse sehr stark. Um 800 könnte ev auch noch mehr Pegel sein, auch das probieren.

    Datei ist anbei. Jetzt kannst du etwas spielen.

    Wenn ich spiele, kommt das heraus:



    Hubbel bei 1200 geringer, da andere Trennung, Buckel bei 2000 weg durch Pegeländerung MT+HT, HT verpolt. Wenn zu wenig Hochton da ist, kannst du anheben.

    Datei ist die .1 Version. Und eine Version .2, die besser sein kann.
    Angehängte Dateien
    Zuletzt geändert von walwal; 24.10.2013, 16:49.

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  • fbu
    antwortet
    Hallo walwal,

    vielen Dank für deine Rückmeldung. Ich habe einfach die Übernahmefrequenzen der passiven Frequenzweiche übernommen und dann verschiedene Filtertypen ausprobiert. Eine 48db Filterung für jedes Chassis war nach mehreren Messungen optimal. Auch das Delay habe ich für den Hochtöner optimiert. Ich habe wirklich das Gefühl, dass sich klanglich die Vollaktivierung gelohnt hat. Vielleicht liegt es auch am minidsp, das möglicherweise einfach besser als das Hypex-Modul ist.

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  • walwal
    antwortet
    Hallo fbu

    Das, was du mit der Aktivierung erreicht hast, ist (auch) eine Änderung des Frequenzganges. Natürlich klingt das dann unterschiedlich und wenn man Glück hat, besser.

    Den gleichen Effekt hättest du aber auch mir einem vorgeschalteten EQ erreichen können.

    Wenn du richtig aktivieren willst, musst du messen. Und zwas jedes Chassis einzeln, dann die Übergangsfrequenzen festlegen und die akustische Flakensteilheit sowie die Phasenbeziehung optimieren, ev. mit Delay. Danach die Pegel der Chassis anpassen und linearisieren. Nur, wenn man das so macht, wird der Ergebnis besser sein.

    Was du gemacht hast, erlaubt keine Bewertung Vollaktiv-Teilaktiv-Passiv. Es ist unklar, ob die Phasenbeziehungen stimmen. Bevor du Chassis tauscht, solltest du erst "richtig" aktivieren. Leider ist das nicht so einfach, wie man es sich vorstellt. Richtig gemacht, ist es eine deutliche Verbesserung.

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  • krabat
    Ein Gast antwortete
    Zitat von Fosti
    Dass der Raum nicht frequenzneutral dämpft würde ich eher als Grund sehen ...
    so ganz allgemein stimmt das nicht. hier habe ich eine zwar zu hohe, aber einigermaßen frequenzneutrale nachhallzeit. der diffusfrequenzgang entspricht dann auch der gesamtenergieabgabe des lautsprechers. weil hochtöner meist stark bündeln, fällt der diffusfrequenzgang ab. beide effekte, nämlich raumdämpfung und bündelung im hochton ergänzen sich im allgemeinen zu eben dem muffig bassigen sound, den viele lieben.

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  • markus7
    antwortet
    Zitat von ALler
    Hmm... auf Seite 29 steht:

    Thank you!
    und e-mail Adresse

    Aber egal: es konstruiert doch Niemand einer Box einen Höhenabfall rein(?)
    Zu schreiben sowas müsse aber sein, könnte weniger standfeste DIYer auf falsche Ideen bringen - von nicht mehr ausrottbaren Gerüchten mal ganz abgesehen.

    Grüße von
    ALler
    Im verlinkten Dokument ist vom Diffusfeld-Frequenzgang die Rede. Also Direktschall + Reflexionen. Bei Boxen herkoemmlicher Bauart ergibt sich damit tendenziell immer ein fallender Diffusfeldfrequenzgang trotz flachem Direkschall-Frequenzgang.

    In Kuerze sollte dazu ein neues Paper von Harman verfuegbar sein:
    "Listener Preferences for In-Room Loudspeaker and Headphone Target Responses"
    http://www.aes.org/events/135/papers/?ID=3603

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  • walwal
    antwortet
    Zitat von fbu
    Eine andere Frage:

    Wie gehe ich am Besten vor, wenn ich den DSM50 und/oder den DSM25 gegen ein anderes Chassis, wie z.B. das KE25SC, austauschen möchte. Die Maße sind ja unterschiedlich (eckig anstatt rund)? Ich frage nur deshalb, weil ich gehört habe, daß die DSM-Chassis schon etwas älter sind und nicht mehr technisch aktuell sein sollen. Das Ferrofluid soll ja auch nicht gerade vorteilhaft sein.
    Ferrofluid ist auch in der Ke drin. Dass es nachteilig ist, halte ich für ein Gerücht.
    Bevor du Chassis austauschst, solltest du das Messen vollständig beherrschen, sonst ist es Nebelgestochere. Die DSM 50 ist etwas in die Jahre gekommen, das stimmt wohl.

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  • Fosti
    antwortet
    Dass der Raum nicht frequenzneutral dämpft würde ich eher als Grund sehen....

    Eine Hörplatzmessung ist in den allermeisten Fällen eben nicht mehr mit einer Frei- oder Nahfeldfeldmessung vergleichbar. Das Diffusfeld spielt ja am Hörplatz z.B. eine nicht mehr zu vernächlässigende Rolle.

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  • ALler
    antwortet
    Ohropax vorm Mikrofon würde ich aber zu den Tricks zählen

    Grüße von
    ALler

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  • Fosti
    antwortet
    Zitat von ALler
    Wegen Höhenabfall.

    .....

    Messungen am Hörplatz (wo die Ohren sind) sollten (und können) wie gesagt, keinen Höhenabfall aufweisen.
    Und werden es auch nicht tun, wenn nicht etwa die Box selbst höhenbeschränkt konstruiert ist, oder falsch aufgestellt ist.

    Damit das mal klar ist!

    Grüße von
    ALler
    Falsch! Können sie doch, also einen Höhenabfall am Hörplatz aufweisen! Nich gewedelt oder andere Tricks!

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  • ALler
    antwortet
    Wegen Höhenabfall.

    Also noch mal, bei mir las sich das so, walwal schrieb:

    Wenn das Messungen am Hörplatz sind: Vollaktiv klingt besser, weil der Höhenanstieg weg ist,

    am Hörplatz soll der Frequenzgang zu den Höhen hin fallen (...)
    und später dann:

    Der Höhenabfall am Hörplatz ergibt sich aus der zunehmenden Bündelung.

    No, never, niemals. Alles falsch! Ganz falsch !

    Warum sollten am Hörplatz (als Mensch mit gelegentlicher Messpraxis verstehe ich darunter den Ort wo die Ohren beim sitzenden Genusshören üblicherweise sind) weniger Höhen ankommen ?

    Und es kann auch gar nicht so sein:

    - Boxen werden in aller Regel so auf den Hörplatz ausgerichtet, wie sie das linearste Abstrahlverhalten aufweisen.
    - Also eben quasi genau niemals so, dass man sie etwa so anwinkelt, dass Hochton-Bündelung, am Hörplatz folglich zu Hochtonabfall führen würde.


    Das sollte sich eigentlich bei den "Experten" rumgesprochen haben und ist x Mal dokumentiert.
    .... ahh, grübel... versuche einzufühlen: warscheinlich die Sache mit dem Wedeln auf der Couch gemeint (?)

    Wedelmessungen (hierbei sich "fallende Höhen" tatsächlich ergebend) sollte man dann auch Wedelmessungen (oder vielleicht Hörplatz-Nahbereichmittelungen) nennen, um Missverständnisse zu vermeiden.

    Messungen am Hörplatz (wo die Ohren sind) sollten (und können) wie gesagt, keinen Höhenabfall aufweisen.
    Und werden es auch nicht tun, wenn nicht etwa die Box selbst höhenbeschränkt konstruiert ist, oder falsch aufgestellt ist.

    Damit das mal klar ist!

    Grüße von
    ALler

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  • fbu
    antwortet
    Eine andere Frage:

    Wie gehe ich am Besten vor, wenn ich den DSM50 und/oder den DSM25 gegen ein anderes Chassis, wie z.B. das KE25SC, austauschen möchte. Die Maße sind ja unterschiedlich (eckig anstatt rund)? Ich frage nur deshalb, weil ich gehört habe, daß die DSM-Chassis schon etwas älter sind und nicht mehr technisch aktuell sein sollen. Das Ferrofluid soll ja auch nicht gerade vorteilhaft sein.

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  • walwal
    antwortet
    Das steht aus Seite 30. (Thank you)

    Der Höhenabfall am Hörplatz ergibt sich aus der zunehmenden Bündelung. Frag mal Pico von HiFi Selbstbau. Er referierte darüber beim letzten Forentreffen, als er die Studio 1 und das Dirac-System präsentierte, die Messkurve sah ich auch live.

    Das sollte sich eigentlich bei den "Experten" rumgesprochen haben und ist x Mal dokumentiert.

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  • Fosti
    antwortet
    Zitat von ALler
    ...
    Aber egal: es konstruiert doch Niemand einer Box einen Höhenabfall rein(?)
    Zu schreiben sowas müsse aber sein, könnte weniger standfeste DIYer auf falsche Ideen bringen - von nicht mehr ausrottbaren Gerüchten mal ganz abgesehen.

    Grüße von
    ALler
    Nö, so steht das da auch nicht!

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