als ich ich neulich im Internet blättertete, las ich, das man beim BG 20 den Hochtonkegel entfernen kann. Was bringt einem das wirklich ? Gibt es dazu vieleicht messungen oder ähnliches ?
Ich finde den BG20 recht interessant, auch wenn der frequenzgang recht wellig und buckelig ist.
Würde gerne etwas damit bauen, reinen BB Lautsprechen, evtl 2x BG20, Gehäuse wie Solo 50 ( eine Solo 50 Light ), als BR oder TQWT. Aber das ist noch nicht spruchreif.
Hi, wenn Du ihn als reinen BB betreiben willst lass den Schwirrer dran, habe hier den Vergleich gemacht. Der BG20 hört sich im Hochton im "unmodifizierten" Zustand mit Entzerrung schon relativ höhenschwach an, ganz besonders ausserhalb der Achse wegen der hohen Bündelung, ohne noch mehr. Wer behauptet das der BG20 ohne Schwirrer besser klingt der hats entweder mit den Ohren oder plapperts schlicht nach weil es auch "die anderen" sagen.
Da fällt mir grad ein, wäre einen Versuch wert dem BG20 mal einen fetten Kupfer- oder Aluphaseplug zu verpassen der die Schwingspuleninduktivität respektive Impedanz im Hochton senkt und ihm so mehr Leistung im Hochton ziehen lassen würde um den Wirkungsgrad eben da zu verbessern.
Das wäre ganz nett, wenn du da mal vergleichsmessungen machen könntest. Ich denke mal ohne Kegel müsste er ca. so bündeln wie ein B200, mit wohl eher wie ein TW6...
hier die beiden im Vergleich ohne Weiche davor. es sind 2 verschiedene Chassis, der letzte BG20 mit Schwirrer soll seinen Schwirrer behalten. Was wieder auffällt ist der reduzierte Superhochton des beschnittenen Schwirrers, es fehlt einfach die Ladung des Schwirrers der den Superhochton der Kalotte stärken soll. Der beschnittene BG fällt zwar zur Seite hin sehr schön ohne große Ausreiser ab, was bei einem Mitteltöner schön ist, bei einem Breitbänder aber nicht, erstens bringt der original BG20 auf Achse einige dB mehr Pegel ab 10kHz (einfach die beiden Bilder mit "vorheriges" und "nächstes" Bild hin und her wechseln) durch den Schwirrer, zum zweiten kommt noch ne Pegelspitze um 9 kHz und ne kleinere bei ca. 15 kHz unter Winkel dazu und bringt so einfach mehr "Glanz", mehr Hochtonenergie in den Raum, ählich wie beim B200, da liegt diese Spitze bei glaub ich 11 kHz. Der B200 hat einen steileren Membranhals, vermute das er daruch den Winkel-Peak bei 11 kHz bringt (den der BG20 durch den Schwirrer erhält, sind vermutlich ganz einfach nur "gutartige" Reflextionen). Das mehr an Superhochton des B200 holt er sich durch die Unterhangschwingspule, weniger Gewicht, aber das ist ja schon bekannt. Und wie ich vermute durch den steileren Winkel des Membranhalses. Winkelfanatikern passt sowas natürlich gar nicht, aber solche Sachen unterscheiden einen Breitbänder eben durch einen konstant hinzubringenden bündelnden Mehrweger.
Also weiterhin meine Meinung: Der BG20 als BB ohne Zusatzhochtöner muss unbeschnitten bleiben, wer anderer Meinung ist hat einfach entweder einen anderen Geschmack oder den letzten HNO-Termin verpasst.
Unbeschnitten hat steigt beim BG20 zwischen 8 und 9kHz der Schalldruck von ca 103 dB auf 118dB an, um bei 10kHz schon bei nur noch 93dB zu liegen.....
Wenn die Messbedingungen ansonsten gleich waren, sieht man, das der beschnittene Kollege zwischen 6 und 9kHz gleichmäßig ca 104dB hat; bei 10kHz immer noch 102dB und die 93dB erst bei über 11kHz abfallen.....
Wenn man den 10kHz-Peak eh wegflitern will, ist man mit dem beschnittenen Exemplar - jedenfalls lt. Deinen Messungen - besser bedient........
Auf Achse muß man eh hören.....
Gruß Jörn
P.S. die dB-Werte sind natürlich keine verlässlichen Werte, sondern nur Andis Messungen entnommen
So wie das aussieht ist der Frequenzgang wohl etwas gleichmäßiger ohne kegel, dafür ist aber ist es mit den Höheren Töne eher essig. Ich muß andik wohl zustimmen, als reiner BB nur mit Kegel, mit extra Hochtöner kann der Kegel ab.
Schön, das es User gibt, die einem wirklich weiter helfen können. danke
Das Ergebniss ist wirklich sehr Interessant, da der Kegel bei 2-3 KHz fast keinen Einfluss auf auf die Bündelüng hat, bzw. sogar ein wenig die Bündelung fördert. Das hätte ich jetzt nicht gedacht. Mal wieder was dazugelernt
Der Andik soll mal hier die Messungen mit dem Phaseplug reinsetzen. Das wird bestimmt viele hier interessieren.
Musikzimmer:
B&G Matrix Magnetostat, Studio1 plus aktiven Tiefton (jeweils 2 x GF200)
Hörzimmer mit Solitude
Heimkino 2 mit Beamer: 5mal Acoustic Research AR15 mit TL-Sub
Reckhorn A 404
Wenn man den 10kHz-Peak eh wegflitern will, ist man mit dem beschnittenen Exemplar - jedenfalls lt. Deinen Messungen - besser bedient........
Wenn, ja. Aber ob das sinnvoll ist sei dahingestellt. Wenn der Kegel weg ist fehlt auch Gehörmäßig der Hochton, es klingt mehr dumpf, siehe die beiden F-Gänge auf Achse über 10kHz, muss jeder selbst probieren, für mich klingt der Original BG am besten und würde ihn so lassen.
Messungen mit dem Phaseplug reinsetzen
Hm, seltsam, wo sich beim AL17o was tut passiert beim BG20 überhaupt gar nix, wenn ich Limp laufen lasse und den ALU-Plug reinhalte passiert gar nichts, auch ein gewickelter Kupferplug zeigt überhaupt keine Wirkung, mal schlau machen von welchen Faktoren die Induktion abhängt für diesen Fall.
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