Klirr von WS 13 E reduzieren - wer hat Erfahrung?

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  • Rudolf
    antwortet
    Zitat von F.H.
    Ich würde auf keinen Fall mit einem Kleber experimentieren, denn meistens bringt das nichts und das Chassis ist dann im Eimer. LTS 50 dünn aufgetragen kann eigentlich nicht schaden, führt aber nur ganz selten zum Erfolg. Ich würde, wie schon vorgeschlagen, mit Knetmasse experimentieren.
    Herzlichen Dank für den Expertenrat! Ich werde den WS aus der Weiche rausnehmen und dann ein paar Knetmasseversuche machen und diese im richtigen Naaahfeld messen. Kann aber noch ein paar Tage dauern ...

    Gruß

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  • F.H.
    antwortet
    Zuerst würde ich mal sagen, dass dieser Klirrfaktor (K2) sicherlich mit Musik nicht hörbar ist. Mit einem sauberen Sinuston wird man ihn wohl erkennen können.

    Trotzdem ist es vielleicht ganz interessant, sich an diesem Problem die Zähne auszubeißen. Wie ihr schon richtig bemerkt habt, kommen einige Ursachen infrage. Mich wundert, dass im Amplitudengang keine wirklich auffällige Störung zu erkennen ist, auch keine Überhöhung bei 1600 Hz (1. Oberwelle von 800 Hz).

    Ich würde auf keinen Fall mit einem Kleber experimentieren, denn meistens bringt das nichts und das Chassis ist dann im Eimer. LTS 50 dünn aufgetragen kann eigentlich nicht schaden, führt aber nur ganz selten zum Erfolg. Ich würde, wie schon vorgeschlagen, mit Knetmasse experimentieren.

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  • pulsar99
    antwortet
    Zitat von Rudolf
    Da werden reversible Lösungsversuche wahrscheinlich wenig bringen
    mit Honig bestreichen? Wäre zumindest reversibel...

    wenn es tatsächlich die Sicke ist könntest du versuchen diese von innen mit LTS 50 oder ähnlichem zu bestreichen. Jede Bedämpfung an der Sicke hat aber eine Reduzierung von Qm (und eine Erhöhung von Rms) zur Folge, darunter soll dann die Feinauflösung leiden. Da war sie wieder, die Wahl zwischen Pest und Cholera

    Grüße Ralf

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  • Rudolf
    antwortet
    Danke Ralf,

    jetzt, wo Du es sagst .....

    Da werden reversible Lösungsversuche wahrscheinlich wenig bringen

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  • pulsar99
    antwortet
    Zitat von Rudolf
    Der Verlauf der Klirrfaktor-Messung im Bereich 0,5-2 kHz stimmt weitgehend mit der Messung in HobbyHifi 2/2009 überein.
    Die Übereinstimmung ist eindeutig gegeben, Bernd Timmermanns deutet es dort als Sickenresonnz. Da kann es höchstens helfen, die Sicke mit etwas Dämpfendem zu bestreichen. In der Impedanzmessung ist ebenfalls deutlich eine Störung zu erkennen.

    Grüße Ralf

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  • ALler
    antwortet
    Da hat der Peter nicht ganz Unrecht:

    eine Klirrmessung sollte natürlich unter Berücksichtigung möglichst alleinigem (hohen) Direktschalls am Mikrofon erfolgen.

    Also bei Messungen im Wohnraum würde ich da nicht über 50cm gehen.


    Grüße von

    ALler

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  • Peter K
    antwortet
    Hallo Rudolf,
    Zitat von Rudolf
    Hallo Peter,

    die ausgewählte Messung ist sicher nicht ganz glücklich, aber der Buckel im Klirrfaktor geht nur zur Hälfte mit dem Frequenzgang mit. Hier noch eine Messung vom Hörplatz:

    Ich habe auch Messungen in 10 dB Abständen, bei denen der Klirr des WS 13 E überproportional zu dem der beiden anderen Chassis steigt.
    Ich wäre ja schon zufrieden, wenn nur die Spitze bei 800-900 Hz verschwinden würde.

    Gruß
    Bist du dir (und andere Messspezies hier) ganz sicher, daß die Hörplatzmessung im Fernfeld, die ja wohl neben dem eigentlich auszuwertenden Klirr von Treiber (also NUR dessen Direktschall) bei dem offensichtlich weiten Messfenster auch noch jede Menge Reflexionen bzw. Diffusschall beinhaltet, wirklich zur Klirrmessung geeignet ist ??

    Gruß
    Peter Krips

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  • ALler
    antwortet
    @ Rudolf:

    man könnte sich mal die Impedanzkurve anschauen ob es dort Hinweise gibt.

    Manchmal werden solche Klirrspitzen von Sicken- bzw. Spinnen-Resonanzen verursacht. Wobei das Auftragen einer Dämpfungsmasse auf der Membrane, dann nicht viel bringen kann.

    Der Vorteil "über die Impedanzkurve zu gehen" ist auch der, daß man im ausgebauten Zustand durch Drücken mit den Fingern an relevanten Stellen versuchen kann, einen evtl. Reso-Peak im Bereich der Klirrspitze, auf der Impedanzkurve einzugrenzen.

    Grüße von

    ALler

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  • Rudolf
    antwortet
    Zitat von andik
    Kleb doch mal ne Raupe Knetmasse rund um die Dustcap, dann könntest Du Dich Schrittweise von der Dustcap aus zur Sicke "durcharbeiten", zwecks Standort der Raupe und Masse der Raupe.
    Gute Idee! Das sollte ich mal probieren ...
    Danke.

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  • Rudolf
    antwortet
    Hallo Peter,

    die ausgewählte Messung ist sicher nicht ganz glücklich, aber der Buckel im Klirrfaktor geht nur zur Hälfte mit dem Frequenzgang mit. Hier noch eine Messung vom Hörplatz:

    Ich habe auch Messungen in 10 dB Abständen, bei denen der Klirr des WS 13 E überproportional zu dem der beiden anderen Chassis steigt.
    Ich wäre ja schon zufrieden, wenn nur die Spitze bei 800-900 Hz verschwinden würde.

    Gruß
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  • Peter K
    antwortet
    Hallo,

    ich mag ja nicht rechthaberisch erscheinen, aber wo liest du in dem Diagramm den ach so hohen Klirr ab ?

    In dem Diagramm wird die Klirrdämpfung bezogen auf den Originalpegel (obere Kurve) angezeigt.
    Selbst ein über alle Frequenzen konstanter KLirr MUSS in dieser Darstellungsform im Verlauf der Schalldruckmessung folgen.
    Deine Klirrdämpfung ist bei jeder Frequenz die Differenz aus Schalldruck-dB und Klirrkurve-dB.
    Rechne das mal nach, dann wirst du sehen, daß der Klirr dort nicht signifikant höher ist, sondern lediglich durch den Schalldruckanstieg in der Originalkurve den Anschein erweckt.

    Gruß
    Peter Krips

    P.S. Den vermeintlich erhöhten Klirr kannst du in der obigen Darstellung senken, indem du den Pegel in dem Bereich reduzierst, das zu deiner Ausgangsfrage...

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  • andik
    Ein Gast antwortete
    Wenn ich allerdings je einen Finger links und rechts von der Dustcap auf die Membran halte - danke für den Tip - geht der Klirr bei 800 Hz zurück. Ein Finger auf die Dustcapmitte gedrückt beeinflusst diesen Klirr dagegen nicht.
    Kleb doch mal ne Raupe Knetmasse rund um die Dustcap, dann könntest Du Dich Schrittweise von der Dustcap aus zur Sicke "durcharbeiten", zwecks Standort der Raupe und Masse der Raupe. Die Veränderung der TSP´s sind in diesem Fall egal da er als Miteltöner arbeitet und mit 500Hz Einsatz weit weg von der Qtb liegt. Ob sich der Frequenzgang ändert könntest Du ja leicht messen.

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  • frogger
    antwortet
    Ein Hersteller der mir gerade nicht einfällt hatte auch mal die Membran eingeschnitten und anschließend wieder verklebt um geziehlt Materialübergänge zu erreichen.

    Da ist natürlich nix mehr reversibel...

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  • frogger
    antwortet
    Hallo Rudolf

    Auch wenn Friedemann mit Messungen beim B200 schon belegt hat das sich außer im HT Bereich damit nichts ändert(pegelreduzierung von 1dB) könnte man mal ne Flasche LTS50 kaufen und den WS13 damit beschichten. Erst mal 2-3 anstriche und dann noch mal messen. Danach eventuell noch mal wiederholen.

    Wobei mir gerade einfällt das Friedemann keine Klirrmessungen gemacht hatte(oder?).

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  • Rudolf
    antwortet
    Hallo Timo,

    den Korb habe ich schon - allerdings nur auf der Rückseite - erheblich mit Heißkleber bepflastert: an den Ohren, rund um den äußeren Korbrand und alle Streben rauf. Nur noch nicht am Übergang zwischen Korb und Magnet. Alle Vorher-/Nachher-Messungen zeigen <1 dB Unterschied. Also hat sich innerhalb der Messgenauigkeit NICHTS getan. Auch das Anfassen des Korbs während der Messung verbessert nichts.

    Wenn ich allerdings je einen Finger links und rechts von der Dustcap auf die Membran halte - danke für den Tip - geht der Klirr bei 800 Hz zurück. Ein Finger auf die Dustcapmitte gedrückt beeinflusst diesen Klirr dagegen nicht.

    Sollte ich irgendwas auf die Membran kleben, schmieren etc.?

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