... könnte mir 'mal in kurzen Sätzen begreiflich machen (bitte keine Grundsatzdiskussion...), worauf es bei der Chassisauswahl für ein solches Monster ankommt.
Habe mir dazu auch schon www.weidinger-online.de angesehen, aber entweder habe ich es übersehen (was gut möglich ist), oder genau diese Frage wird dort nicht beantwortet.
Ansonsten finde ich die Seite sehr informativ, auch wenn ich leider nicht alles nachvollziehen kann.
Ich hab mich einige Zeit mit dem Urps beschäfitigt (und tue das auch jetzt noch mit dem Örpz). Aus Angst wirklich noch ne Diskussion anzutreten bin ich aber mal still.
zum Thema URPS findet sich einiges in den Archiven. Farad hat vor kurzem einen für Beschallungszwecke gebaut und von seinen Erfahrungen berichtet.
Zu den Chassis:
- Stabile Membran, die sich möglichst wenig verformt. Das sorgt für gute Umsetzung der Antriebskraft in Hub.
- Kleinere Durchmesser sind stabiler als große.
- Kräftiger Antrieb mit möglichst großem Spulendurchmesser, da das kleine Volumen ggü. Freiluftbedingungen eine stärkere "Gegenkraft" bedeutet.
- Es werden viele gebraucht, da man wegen der auftretenden Kräfte nicht einfach über mehr Hub gehen kann. Daher sind mittellange Schwingspulen völlig ausreichend.
- Die Chassis sollten aufgrund der größeren Mengen günstig zu beschaffen und dennoch ordentlich verarbeitet sein.
Bedenke:
- vier 10" Chassis erreichen etwa die Membranfläche eines 18" (46er)
Aber:
- Es braucht einfach ein bissl mehr Leistung, um den höheren Belastungen gerecht zu werden.
@Farad, warum Angst vor einer neuen Diskusssion, die letzte URPS Diskussion liegt ja schon einige Zeit zurück .
Aber zu diesem Thema gibt es natürlich vielfältige Meinungen.
Mein Tip wäre:
- eher kurzer Schwingspulenüberhang (zwecks hohem Wirkungsgrad)
- hohe Belastbarkeit
- stabile Sicke
- steife Membran
- vor der Order einer größeren Stückzahl wenigstens ein Chassis auf "Herz und Nieren" testen.
Eine Sache sollte man dabei auch nicht vergessen:
Man braucht bei geschlossenen Boxen ungefähr die doppelte Membranfläche von Reflexboxen und bei URPS-Betrieb auch nochmal deutlich mehr (u.a. wegen weniger X-max pro Chassis) Membranfläche als nur geschlossen. Jeweils für die gleiche Maximallautstärke.
Mit den 4 10"ern dürfte man etwa den Maximalpegel von 1 10" in Bassreflex haben.
Die Chassis müssen (...) extrem billig sein und man muss viele davon bekommen.
willkommener kollateraleffekt zwar, wenn nicht auch der geldbeutel wg. chassismehrfachkauf in unterresonanz gerät, aber "billig" ist nicht bedingung, versteht sich. "extrem billig" hingegen hat fast den ruch des ausschlußkriteriums (wg. d. kleinen wahrscheinlichkeit d. koinzidenz von besonderer zwecktauglich- und extrembilligkeit).
das postulat der verfügbarkeit "vieler" chassis suggeriert umso mehr, es ginge wenigstens um größere zweistellige stückzahlen. ganz so wild isses ja dann doch nicht; haushaltsübliche mengen sind kleiner und bei den meisten vertrieben vorrätig. ,-)
Kann jemand einem Newbie wie mir in kurzen Worten erklären was dieses URPS ist? Habe zwar schon einiges darüber gelesen, allerdings waren das meist nur pro oder contra Diskussionen.
URPS: Unter Resonanz Prinzip Sub, dh. das Volumen wird so klein wie möglich gebaut, damit die Reso höher liegt, unter der Reso verhält sich der Speaker + die "Luftfeder" gut linear, so dass mit einfacher elektronischer "Verbiegung" ein linearer Schallpegelverlauf erreicht werden kann.
Nachteil: erhöhter Leistungsbedarf, der durch Flächenvergrößerung aber in Grenzen gehalten werden kann.
die antwort auf deine frage, jorge, könnte eine längliche sein. daß du's aber ausdrücklich "in kurzen worten" haben willst, finde ich nett von dir. die grundlegende simplizität der materie erlaubt eine knappe erklärung weitgehend ungestraft:
tieftöner wird in winziges (="eigentlich zu kleines"), klassischerweise geschlossenes gehäuse gesteckt...
-> hohe einbaugüte
-> hohe einbaureso
-> frequenzgangbuckel auf einbaureso
-> mist
...und ein linkwitz transform circuit davorgesetzt, der den preis für das winzige gehäuse willig zahlt, id est der unerfreulichen übertragungsfunktion des subs die eigene aufprägt und so für bilderbuchverhältnisse sorgt:
-> einbaugüte nach wunsch
-> frequenzgang auf reso glatt
-> frequenzgang "nach unten hin" erweitert
-> supi
der TT arbeitet (vollständig) unterhalb seiner (hohen) einbaureso. platzbedarf minimal, güte und frequenzgang optimal. zauberei? nicht doch. wo viel sonne, da viel schatten? naja. viel sonne, nur bissi schatten.
wortkargheit ist nichts schlechtes, solang effiziente kommunikation damit gemeint ist.
zu ergänzen ist vielleicht noch: "URPS" ist kein offizielles, will sagen international gebräuchliches akronym; man kennt's halt im deutschen (foren)sprachraum. den "linkwitz transform circuit" hingegen kennt man überall, wo man ihn kennt.
"Mit den 4 10"ern dürfte man etwa den Maximalpegel von 1 10" in Bassreflex haben."
@ Patrick:
fragt sich nur, Maximalpegel bei welcher Frequenz. Die Maximalpegelkurve verläuft bei beiden Konstruktionen völlig anders. 4*10" closed kommt der Ampitudenstatistik des verbreitetsten Typus von Musik eher entgegen, als 1*10" reflexed.
Ich tendiere aufgrund der besseren elektrischen Gestaltbarkeit der Filterfunktion und dem bequem realisierbaren besseren Impulsverhalten zur geschlossenen Box. Die Frage ist dann, welches Membranfläche/Gehäusevolumen-Verhältnis man anstreben will, was den Maximalpegelkurvenverlauf bestimmt.
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