ich habe heute in einem wirklich gut ausgestatteten Heimkino, die gut klingenden Klipsch KL-650-THX gehört. Zuhause zurück habe ich naürlich mal im Netz darüber informiert. Was mich stutzig macht, ist die Wirkungsgrad-Angabe:
Der Lautsprecher hat zwei 17er, die ein wenig an den AL170 erinnern.
Sind die 97dB eine seriöse Angabe?
Gruß
Musikzimmer:
B&G Matrix Magnetostat, Studio1 plus aktiven Tiefton (jeweils 2 x GF200)
Hörzimmer mit Solitude
Heimkino 2 mit Beamer: 5mal Acoustic Research AR15 mit TL-Sub
Reckhorn A 404
Die Visaton MB208H mit zwei 20igern liegt da gerade mal bei 94 dB.
Oder messen die Amis irgendwie anders?
Gruß
Musikzimmer:
B&G Matrix Magnetostat, Studio1 plus aktiven Tiefton (jeweils 2 x GF200)
Hörzimmer mit Solitude
Heimkino 2 mit Beamer: 5mal Acoustic Research AR15 mit TL-Sub
Reckhorn A 404
Klar ist der Wirkungsgrad durch das Mittelhochtonhorn hoch,aber ob der hohe Wirkungsgrad bis in den Bassbereich anhält?
Noch besser finde ich den der RF63
Treiberkomponenten 3,2 cm Titanmembran-Kompressionstreiber an 90x60 quadratischem Tractrix® Horn; Drei Cerametallic™ Konuslautsprecher (16,5 cm)
Crossover-frequenz 1700 Hz
Nennimpedanz 8 Ohm-kompatibel
Belastbarkeit 175 W RMS / 700 W Spitzenleistung
Frequenzgang 30 Hz - 21 kHz +/- 3 dB
Empfindlichkeit 99 dB bei 2,83 V / 1 m
Ob da 99db mit drei 16er im Bass bei 30hz-3db drinn sind?
Klipsch gibt als Impedanz meistens 8 Ohm kompatibel an,was immer das bedeuten mag.
[klugstuhlermodus]Hmm. Ich mutmaße mal, dass die 97 dB-Angabe nach allgemeinem Visaton-Forum-Verständnis um etwa 2 dB "frisiert" ist.
Die Toleranzangabe von ±3 dB steht klugerweise nicht in der selben Zeile wie die 97 dB Wirkungsgrad, sondern in der Zeile des Frequenzumfangs. Bedeutet: zwischen 48 Hz und 20 kHz bewegt sich der Amplitudenfrequenzgang in einem Toleranzschlauch von 6 dB.
Zur Angabe des Wirkungsgrades könnte der oft verwendete 1 kHz-Punkt verwendet worden sein, aber darüber schweigt sich die Beschreibung aus. Wenn der Entwickler nun darauf geachtet hat, dass sich der Pegel bei 1 kHz nicht auf "Durchschnitts-Nullniveau" oder gar in einer Senke, sondern in einer (dezenten) Frequenzgangerhebung nahe der oberen Toleranzgrenze befindet, lägen die 48 Hz- und 20 kHz-Punkte nicht wie erwartet bei -3 dB, sondern vielleicht bei -5 dB gegenüber dem Durchschnittspegel.
Somit wären wir bei 95 dB angelangt. Immer noch ein sehr hoher Wert.
In der Produktbeschreibung ist des weiteren nicht von einer Impedanz von 8 Ω die Rede, sondern "8 Ω-kompatibel". Wenn dann das Impedanzminimum wirklich (wie bei sehr vielen Boxen üblich) unterhalb des Grenzwertes von 6,4 Ω liegt, könnte man gedanklich den Pro-Watt-Wirkungsgrad, von dem bei 8 Ω-Lautsprechern ausgegegangen wird, auf 94 dB setzen, da etwas mehr Leistung als bei "echten" 8-öhmern aufgenommen werden kann.
94 dB bei 8 Ω und vergleichsweise kleinen Laugtsprechern, das ist immer noch ein phänomänaler Wert.
Jetzt aber noch die letze Vermutung: Die Messungen erfolgten im beabsichtigten Einbauzustand, nämlich in-wall! Das bedeutet nix anderes, als dass der Bafflestep in der Abstimmung nicht kompensiert wurde, da er im realen Einsatz sowieso nicht eintritt. Das macht aus den 94 dB ganz schnell 88 dB mittleren Schalldruckpegel nach gängigem Forenempfinden, nämlich bezogen auf das Freifeld. Wenn man vom mittleren Schalldruckpegel jetzt noch 3 dB abzieht, landet man bei 85 dB bei 48 Hz und 20 kHz. Somit hat die Angabe von 97 dB wohl ihren Schrecken verloren. Auch wenn die Angabe nicht, wie von mir vermutet, um 2 dB "frisiert" wurde, klingen 87 dB ebenfalls noch durchaus erreichbar.[/klugstuhlermodus]
bei der Entwicklung der Studio 1 sind mir die Klipsch Lautsprecher ebenfalls aufgefallen (wen wunderts... das Design ist ziemlich ähnlich, wenn auch nicht von mir am Anfang so geplant).
Es war also klar, dass man sich hier und da mal umschaut und die Parallelen vergleicht.
Wer z.B. das Regelwerk für THX Ultra 2 Lautsprecher kennt, wird mir zustimmen, dass dies mit einem Aufbau ähnlich der Klipsch / Studio 1 nicht möglich ist, da die Schallabstrahlung prinzipbedingt in der Horizontalen in gewissen Frequenzbereichen ungleichmäßig ist.
Ich bin daher der Meinung, dass entweder ein Übersetzungsfehler vorliegt, oder aber ein paar "Freiheiten" ausgenutzt worden sind, wie meine Vorredner schon geschrieben haben.
Richtigstellen kann man das nur durch eine Vergleichsmessung.
...
Betriebsspannung für 90dB ---> 1,9Volt (wieso auch immer die das SO angeben, muss man womöglich nicht verstehen)
Hmm, man sieht immer wieder Diagramme (so auch damals in meinem ersten Simulationsprogramm Lasip), in denen der Nullwert bei 90 dB gesetzt wird. Vielleicht auch so ein ungeschriebener Quasistandard wie die mittlerweile üblichen 2,38 V Anregungsspannung für Amplitudenfrequenzgangsdiagramme. In die entsprechenden Normen erhält man ja leider keine kostenlose Einsicht...
Impedanzminimum 3,3Ohm.
Nur weil ich grade gelesen habe 8-Ohm kompatibel....
Da wundere sich nochmal jemand über die 6 Ω-Forderung bei manchem AV-Receiver...
Zuletzt geändert von Chaomaniac; 15.03.2011, 17:59.
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