Magisterarbeit HT-Vergleich

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  • Rheinhessen-Jones
    antwortet
    Wie will man Materialien kompensieren?
    Das könnte man versuchen- Wenn denn Unterschiede zwischen den Materialien existierten, was offensichtlich nicht der Fall ist...

    daß überteuerte Chassis völlig sinnlos sind, wenn man das gleiche mit einem Durchschnittschassis ereichen kann, dessen FG entsprechend kompensiert wird.
    Gewiß. Aber ein linearer Frequenzgang auf Achse ist ja nicht alles, selbst wenn ich diesen perfekt kompensiere, bleiben noch Unterschiede bei z. B. in puncto Richtwirkung oder Klirrfaktor. Ein Wohnzimmer ist auch kein schalltoter Messraum...
    In den meisten Boxen wird der HT passiv getrennt, und kaum "normaler" Anwender hat die Möglichkeiten, das Chassis unter Zuhilfenahme solch präziser Messtechnik derart perfekt zu kompensieren.
    Nun sind ja auch nicht alle hochwertigen HT gleich überteuert.
    Und wenn -nur so als Beispiel- eine SC10N, perfekt kompensiert, sich genau so verhalten würde wie die KE25SC: Der Anwendung für den Endverbraucher ist einfach leichter, wenn der HT auch ohne viel Aufwand "von Hause aus" besser ist. Beim Auto würde man das vielleicht "Alltagstauglichkeit" nennen...

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  • doctrin
    antwortet
    Zitat von Niwo
    ...
    Mir drängt sich der Schluß auf, daß überteuerte Chassis völlig sinnlos sind, wenn man das gleiche mit einem Durchschnittschassis ereichen kann, dessen FG entsprechend kompensiert wird.
    Eine Tatsache die man halt auch schon bei Fertigbox sieht: dort gibts es richtig guten Klang mit recht günstigen Chassis.

    Es gibt bestimmt Gründe für hochpreisige Chassis, meist erfüllt keines der hochpreisigen HiFi-Chassis diese Kriterien.

    Aber mal im Ernst, wir diskutieren doch hier über Sachen die schon seit einer Weile klar sind .

    Grüße

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  • Masuuk
    antwortet
    Das Material brauch man doch gar nicht kompensieren. DA beide Material für diesen Anwendungszweck aus gelegt sind.

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  • Niwo
    antwortet
    Allerdings ging es ja auch um den Beweis, daß es keine zwangsläufigen Unterschiede zwischen den verschiedenen Materialien gibt, wenn man die Unterschiede kompensiert
    So ungefähr.
    Kompensiert hat man aber nur den Frequenzgang. Wie will man Materialien kompensieren?
    Mir drängt sich der Schluß auf, daß überteuerte Chassis völlig sinnlos sind, wenn man das gleiche mit einem Durchschnittschassis ereichen kann, dessen FG entsprechend kompensiert wird.

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  • Rheinhessen-Jones
    antwortet
    Sie haben ja alles So angepasst, das kein Unterschied existieren kann.
    Genau.

    oder verstehe ich da was falsch?
    Genau das frage ich mich auch die ganze Zeit. Also ob ich da was falsch verstehe...

    Die haben messbar unterschiedliche Hochtöner genommen, sämtliche Unterschiede aufwendig egalisiert, und _dann_ festgestellt, daß es keine Unterschiede gibt!
    Mir kommt das etwas praxisfern vor

    Allerdings ging es ja auch um den Beweis, daß es keine zwangsläufigen Unterschiede zwischen den verschiedenen Materialien gibt, was ja auch stimmt- wenn man die Unterschiede kompensiert...

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  • Masuuk
    antwortet
    Ich meine mal gelernt zu haben, das 1000Hz 1000Hz sind, sofern es Klirrfrei ist.
    Warum sollte auch was anderes ankommen. Sie haben ja alles So angepasst, das kein Unterschied existieren kann. Viel mehr würde mich interessieren, welches Antriebskonzept bzw generell der Aufbau, mir weniger schwierig zu machen um Klirr fern zu halten. Und soweit ich das verstanden hab eignet sich ein flatterndes Metallblättchen eher dazu als ein Kolbenschwinger, da bei den einem ganzes System bewegt wird und bei dem anderen nur das Blättchen selbst, oder verstehe ich da was falsch?

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  • Rheinhessen-Jones
    antwortet
    ein vorgegebener Klang mit einem anderen Verstärker "imitiert" werden kann, hat schon jemand erbracht
    Das war Bob Carver von Carver/Sunfire, er hat den Klang eines Conrad Johnson-Verstärkers imitiert, so daß die beiden im Blindtest niemand mehr unterscheiden konnte:




    (siehe Abschnitt "amplifier modeling")

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  • walwal
    antwortet
    Thomas, Zustimmung bis auf die LS, da kann der AFG angepasst werden, aber einige Sachen nicht.

    Den Beweis, dass im Verstärkerbereich ein vorgegebener Klang mit einem anderen Verstärker "imitiert" werden kann, hat schon jemand erbracht, den link habe ich aber nicht parat. Jedenfalls waren einige Leute entsetzt, dass dieser extrem teure Verstärker so einfach nachgemacht werden kann.

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  • Sid
    antwortet
    Man sollte bei dieser Arbeit bedenken, das es sich um eine Magisterarbeit handelt und nicht um eine Diplomarbeit oder Dissertation im Ingenieurwissenschaftlichen bereich. Der hohe "geisteswissenschaftliche Anteil" schlägt sich natürlich auch in solchen Arbeiten nieder, würde man unter rein wissenschaftlichen Aspekten arbeiten währe eine Beurteilung des "Klanges" ohnehin nicht möglich (was ist Klang und nach welcher Norm wird dieser gemessen?) und man müsste sich rein auf Messwerte beschränken.
    Kurzum: Die Arbeit ist interessant, aber mehr nicht. Da Klang subjektiv empfunden wird entzieht sich dieser jeder ingenieurwissenschaftlichen Analyse. Postuliert man eine technisch möglichst ideale Wiedergabe (also wenn Qualitativ genau das in den Verstärker eingespeiste am Mikrofon ankommt) als perfekten Klang, so dürfte klar sein das man dies Heutzutage mittels DSP fast mit jedem halbwegs tauglichen Lautsprecher hinbekommen kann. Ich behaupte einmal (ganz, ganz frech) das mit einer HiFi-Anlage im Preisbereich um 1000 Euro (ohne DSP) durch einen sehr guten DSP (der sicher bei entsprechender Massenfertigung für 300 Euro machbar ist) der Klang so ziemlich jeder Anlage erreicht werden kann -natürlich unter Umständen mit geringeren Pegelreserven.

    Gruß
    Thomas

    Gruß
    Thomas

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  • fabi
    antwortet
    Hallo,

    die Magisterarbeit ist interessant, auch wenn ich doch einige Sachen vermisse. Er hat sich sehr viel Arbeit gemacht und letztlich nur ein einzige These bestätigt, nämlich dass man bei gleicher Impulsantwort am Trommelfell keinen Unterschied mehr hört. Das ist nach den anderen, zitierten Versuchen in seiner Arbeit keine allzugroße Überaschung mehr.
    Der Aufwand mit dem Headtracker scheint mir sehr groß für doch sehr wenig Zusatzerkenntnis. Wer braucht einen Winkelbereich von +-80°, sind die Versuchspersonen derart zappelig? Es riecht schon etwas danach, dass er unbedingt neueste Technologie einsetzen wollte. Ich denke nicht, dass das Ergebnis deutlich anders ausgefallen wäre, wenn die Lautsprecher einfach in 8m Entfernung auf einer unendlichen Schallwand montiert gewesen wären.

    Sehr schade finde ich, dass Treiber-Hornkombinationen von Anfang an ausgeschlossen wurden. Auch längere Zeilenanordnungen, bei denen sich wirklich Unterschiede im Schallfeld ergeben. Die Arbeit geht jetzt erst richtig los: Ab welchem Pegel hört Unterschiede, welche Rolle spielen Verzerrungen. Hört man Eigenschwingungen des Hornes, welche Rolle spielt das Ausschwingverhalten. Er schreibt, dass das Ein- und Ausschwingen der entzerrten Hochtöner verbessert wurde und zeigt das an der Impulsantwort. Selbstverständlich schaut sie jetzt sehr nach Nadelspitze aus, aber das Ausschwingverhalten (CSD, BD) kann auch mit FIR-Filtern nicht beeinflusst werden. (Zumindest ist es mir nie gelungen) Mir bleibt nur die Erklärung, dass alle getesteten Hochtöner so gut waren, dass die Unterschiede minimal bleiben und unhörbar sind. Wie weit kann man gehen? Kann man einen 18" Lautsprecher so entzerren, dass er wie eine Hifi-Kalotte klingt? Einen 2" Treiber so fein klingen lassen, wie eine 19mm Hifi-Kalotte? Ich würde mir zutrauen, den Unterschied im Freifeld herauszuhören, auch bei "ahnlichem" Frequenzgang, aber im reflexionsarmen Raum bzw. über Kopfhörer und bei wirklich linealglatter Übertragungsfunktion?

    Für Hifi-Konstruktuere ist es trotzdem ein riesiger Schritt: Das Membranmaterial ist egal, das wollte er zeigen und hat er gezeigt. Bei gleicher Membrangröße und sinnvollem Einsatzbereich ist es wie so oft: der Frequenzgang.

    Grüße!

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  • rspam
    antwortet
    [QUOTE=Peter K;300878]Hallo,

    da Ergebnis ist nicht wirklich überraschend, es hat doch schon ähnliche Tests mit Komplettboxen gegeben, da konnte man unter Freifeldbedingungen und Entzerrung auf gleichen Frequenzgang auch nicht die Boxen ud das Bauprinzip unterscheiden.


    Kennst du den Link? Interssiert mich sehr.

    Gruß
    Rainer

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  • doctrin
    antwortet
    Welch Überraschung. Will auch auf diese Art meinen Magister ...

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  • Peter K
    antwortet
    Hallo,

    da Ergebnis ist nicht wirklich überraschend, es hat doch schon ähnliche Tests mit Komplettboxen gegeben, da konnte man unter Freifeldbedingungen und Entzerrung auf gleichen Frequenzgang auch nicht die Boxen ud das Bauprinzip unterscheiden.

    Erst im normalen Raum sind die Lautsprecher (auch wenn noch entzerrt) dann wieder deutlich unterscheidbar, durch ihr unterschiedliches Bündelungs-/Abstrahlverhalten und Energieverhalten.

    Viele Grüße
    Peter Krips

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  • walwal
    antwortet
    Der Frequenzgang wird angepasst, genau wie bei Visaton-Vergleich Ke und MHT, dann hört man keinen Unterschied auf Achse.

    Passiv hört man Unterschiede durch F-Gang, aber nicht Material und Bauart.
    Außerdem wirkt sich auch die Abstrahlung aus.

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  • jama
    antwortet
    um es kurz zu fassen:
    das musiksignal wird so trafikiert das alle hochtöner gleich klingen...

    bei einer reine passive weiche ist das nicht der fall und ein bg oder ein ke haben ganz andere weisen die hochtöne wieder zu geben. (imho)

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