Hallo,
ich möchte einen Bandpass bauen und habe das Problem, dass ich den Tieftöner nur liegend einbauen kann. Die Frage die sich mir nun stellt ist, ob die "Aussenseite" nun besser nach oben oder unten schauen sollte ?
Die Reflexöffnung wäre dann unter halb des Speakers angebracht
Gibt es da irgend einen Erfahrungswert ? Wie verhalten sich Sicke/Zentrierung ?
Spontan würde ich sagen, daß eine horizontale Einbaulage für den LS günstiger ist, da Sicke und Zentrierung gleichmäßig belastet werden. Magnet unten oder oben macht m.e. keinen Unterschied.
Und in schätzungsweise mehr als 99% der Fälle ist die Rückseite des Chassis zur Reflexöffnung hin montiert. Sollte also auch nicht schlechter als die Frontseite sein.
dann kenne ich alle 1 % Bandpässe.
Weil die meisten die ich kenne,
haben die Magnetseite im geschlossenen Teil.
Aber das ist nicht so wichtig, wie " Toni Visa" angedeutet hat,
sollte es egal sein.
Wo Du allerdings dran denken solltest,
dass wenn Du den Magnet in den BR Teil baust das Kabel zu verpolen.
Also + vom Kabel an - vom Chassi und ... .
Naja, das eher praktische als physikalische Gründe. Irgendwie muss das Chassis ins Gehäuse kommen. Macht man den Boden demontierbar, so bleibt nur die Möglichkeit, den Magnet nach unten zegenzu lassen. Ist hingegen die Rückwand demontierbar, hat man beide Optionen. Wichtig ist bei kleinen Volumina die Verdrängung des Chassis (Magent und Membrankonus) auszugleichen.
Ob bei schweren Membranen die Aufhängung irgendwann der Schwerkraft nachgibt, weiß ich nicht. Bei altmodischen Chassis mit moderaten Membranmassen ist das eher nicht der Fall.
Nachtrag. Noch mal schnell nachgedacht: Die Schallschnelle muss an der Gehäusewand gleich null sein. Und weil die Sinuskurve das so will, ist die Schnelle dazwischen groß. Geht man davon aus, dass das Reflexrohr bei großer Schallschnelle effektiver wirkt als bei großem Druck, so sollte der Magent nicht zu nah am Rohr sein. Aber ehrlich: ich weiß es nicht. Damit habe ich mich nie recht beschäftigt. Die LS mit Reflexrohr die ich so gebaut habe, waren so groß, dass das nie eine Rolle gespielt hat. Außerdem mag ich den Resonator tendentiell nicht so besonders.
Oscar Wilde: "My taste is very simple, I am always satisfied with the best."
Mh..also rein von der theorie her müsste die Sicke/Zentrierspindel bei einem Kopfüber-Einbau mehr belastet werden (Membrane zeigt nach unten)...der Schwerkraft wegen...
Ne, die Belastung ist nur in verschiedene Richtungen. Einmal wird die Membran reingedrückt und einmal hinaus.
Ob das auf Dauer schädlich ist, darüber scheiden sich die Geister. Ich habe da recht Verschiedenes gehört. Allerdings scheinen sich die Entwickler diverser, auch besserer Lautsprecher darum nicht zu kümmern. Entweder es macht nix oder es gehört zum Konzept der Reduced Lifetime Cycle zur Umsatzsteigerung Oder sie haben einfach nicht darüber nachgedacht (glaube ich nicht).
Soll dein Subwoofer wirklich so flach werden, dass das Chassis aufrecht nicht reinpasst?
Kann mir kaum vorstellen, dass 2 Chassis liegend als Compound soviel niedriger sind als ein Chassis aufrecht.
Edith: Du macht ja garkein Compund, oder?
OT @Frank: Wie schätzt du das Volumen des Chassis ab? Ich nehme einen Zylinder mit Durchmesser des Chassis und halber Höhe.
Die "normale", senkrechte Einbaulage halte ich für die ungünstgere, weil Sicke und Spinne asymetrisch belastet werden. Oben auf Zug, unten auf Druck. Die Masse, und damit die Gewichtskraft, bleibt ja gleich.
Vermutlich könnte die Zentrierung schwächer ausfallen, wenn der LS nicht auf den Hörplatz hin ausgerichtet sein müßte.
@laudio
Das verdrängte Volumen ist sicher genauer bestimmt wenn Du den Magnet für sich als Zylinder und die Membrane als Kegel berechnest.
Beim Kegel kommt denn zwar etwas mehr heraus, weil die Membrane leicht geschwungen ist, dafür sollte es mit dem Korbvolumen ausgeglichen sein.
Hallo,
schädliche Dezentrierungen, aus vertikaler Lagerung bzw. Einbaulage herrührend, sind mir nicht bekannt, wohl aber, und das sehr deutlich, aus horizontaler. Die Spinne kriecht in axialer Richtung, die Sicke ggf. auch, in radialer Richtung sind beide ausreichend (langzeit-)steif.
Gruß, Timo
Was haltet Ihr von der archimedischen Methode? Ich wette, Friedemann würde es begrüßen, wenn alle Hobbyisten diese anwenden würden
Nein, Zylinder für den Magnet plus Kegel(stumpf) ist schon ok. Oder alternativ ein bis zwei Liter extra, je nachdem wie groß das Chassis ist. Es geht nix über einen ordentlichen Daumenwert. So genau kommts eh nicht. Keiner kann wirklich quantifizieren, wie sich die Bedämpfung auswirkt. Denkt an die Messfehler aufgrund verschiedener Power beim TSP. Oder wegen Luftfeuchtigkeit oder Temperatur. Ich glaube, nichtmal Visaton misst bei normbedingungen. Wenngleich ich dort eine entsprechende Klima gesehen habe.
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Hallo nochmal,
das Problem ist nicht die Bauhöhe sondern die Tiefe.... das Bassreflexrohr wäre ca. 9cm lang ... Wenn der Lautsprecher max (!!!!!) 30cm tief wird ist da nicht mehr viel Platz zwischen Mittenwand und BR-Rohr Öffnung .. Es sei denn ich würde eine verschachtelte Konstruktion machen...
so... hier die Skizze... wie zu sehen wäre das Problem der Abstand BR-Rohr Ende zu Trennwand (in der Skizze 2.5cm). Ich befürchte bei so kleinem Abstand Kompressionseffekte u.a. Gemeinheiten ....
Edit: jetzt noch die geschachtelte Version gezeichnet
@Laudio:gute Idee.... nur wie bekomme ich den Durchgang akustisch dicht ?
Anbei nochmal eine weitere gefaltete Idee..... obwohl mich die 9cm eher an einen Tunnel als an ein Volumen erinnern
Edit: hätte den Vorteil, dass
1. der TT vertikal hängt
2. man den TT (bei abnehmbarer Rückwand) mit beschichteter Seite zum Reflexvolumen anschrauben kann
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