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TIW300 vs WSP26S

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  • Guido
    Registrierter Benutzer
    • 21.03.2004
    • 112

    TIW300 vs WSP26S

    Hallo zusammen,
    ich habe mir vor einigen Jahren mal Boxen mit je zwei WSP26S in 125 Litern CB gebaut und bin mit dem Klang sehr zufrieden. Leider musste ich feststellen, dass die Speaker nicht besonders pegelfest sind und würde die Boxen daher gerne im Bassbereich aufrüsten, ohne den Klang wesentlich zu verändern. Auf der Suche nach einer Alternative bin ich auf den Visaton Bauvorschlag Monitor 890 MK III gestoßen, der enorme Pegelfestigkeit mit ausreichend Tiefbass verspricht. Also hab ich den Basszweig meiner jetzigen Box und den des Monitors mal mit WinBoxSimu gegenübergestellt und war etwas verwirrt, weil die TIW300 (untere Kurve) bei weitem nicht das zu leisten scheinen, was die WSP26S (obere Kurve) können, obwohl sie sehr viel neuer und teurer sind.



    Angenommen wurden zwei WSP26S parallel in 125L Closed Box sowie zwei TIW300 in 180L BR mit 205 qcm Tunnelfläche und 11 cm Tunnellänge (gem. Bauanleitung, hoffe ich hab das richtig interpretiert).

    Hat jemand einen Vorschlag, was ich von der Simu zu halten habe bzw. wie ich meine Boxen modifizieren könnte ?

    Gruß,
    Guido
  • UweG
    Registrierter Benutzer
    • 29.07.2003
    • 5609

    #2
    Das Ergebnis finde ich auch sehr erstaunlich. Ich habe eben mal mit Boxsim probiert und kann das so auch nicht bestätigen. Der TIW300 schlägt den WSP26S im Wirkungsgrad um rund 3dB - nicht aber im Tiefgang! Ich vermute mal, dass in den WinBoxSimu-Daten beim TIW300 ein Schallwandeinfluss enthalten ist und beim alten WSP26S nicht.

    Richtig ist aber, dass der WSP26S geradezu ideale Parameter für den Einsatz in etwas größeren geschlossenen Gehäusen hat. Das gigantische Vas (260 Liter) und die tiefe Resonanzfrequenz (19 Hz) führen in großen geschlossenen Gehäusen zu einem beachtlichem Tiefgang der in geschlossenem Gehäuse von keinem der modernen höherpreisigen Basstreiber von Visaton erreicht wird. Diese sind, wie du anhand der Monitor ja gesehen hast, eher für Bassreflexkonstruktionen oder sehr kleine geschlossene Gehäuse geeignet.

    Passen würde ein TIW300 mit zusätzlich ca. 60g zusätzlichem Gewicht auf der Membran, aber das will ich nicht wirklich vorschlagen.
    Boxsim ... wenn Lautsprechersimulation gelingen soll.

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    • gargamel
      Registrierter Benutzer
      • 13.08.2003
      • 2104

      #3
      hallo

      mal von einer tafel schokolade zwei riegel auf essen und den rest auf den tiw peppen und mal hören

      gruß

      guido
      hören sie schon oder bauen sie noch ?

      Kommentar

      • harry_m
        Registrierter Benutzer
        • 16.08.2002
        • 6420

        #4
        Zitat von UweG Beitrag anzeigen
        ... Das gigantische Vas (260 Liter) und die tiefe Resonanzfrequenz (19 Hz) führen in großen geschlossenen Gehäusen zu einem beachtlichem Tiefgang der in geschlossenem Gehäuse von keinem der modernen höherpreisigen Basstreiber von Visaton erreicht wird...
        Ich hatte den WSP26S in 100L BR. Der Subwoofer war ganz gut, und reichte völlig aus, um eine "sehr gehobene" Zimmerlautstärke zu erzeugen. Darüber hinaus war es aber nicht mehr gut...

        Überlegt man sich das genauer, so sehe ich das Konzept durchaus als schlüssig: nicht alle brauchen die brachiale Lautstärken jenseits von Gut und Böse. Begnügt man sich mit etwas weniger, so hat man einen günstigen Tieftöner der gut für Erzeugung von tiefsten Bässen geeignet ist.
        Zwei Tragödien gibt es im Leben: nicht zu bekommen, was das Herz wünscht, und die andere - es doch zu bekommen. (Oscar Wilde)
        Harry's kleine Leidenschaften

        Kommentar

        • Guido
          Registrierter Benutzer
          • 21.03.2004
          • 112

          #5
          Vielen Dank für die schnellen Antworten. Bin jetzt sichtlich schockiert. Hatte eigendlich erwartet dass die Speaker im Laufe der Zeit immer besser werden und der Austausch eines über 10 Jahre alten Chassis problemlos möglich ist und mit neueren Chassis vielleicht sogar noch bessere Ergebnisse erzielt werden können. Nun muß ich feststellen, dass dem nicht so ist und es keinen gleichwertigen Ersatz gibt. Dann werde ich die WSPs mal schön pflegen und mit Samthandschuhen anfassen, damit bloß keiner kaputt geht...

          Kommentar

          • Mr.E
            Registrierter Benutzer
            • 02.10.2002
            • 5275

            #6
            Da brauchst du nicht schockiert sein. Es ist ganz normal, daß sich die Chassis nicht einfach so austauschen lassen. Es sind ja schließlich unterschiedliche Typen. Da spielt es eigentlich keine Rolle, von wann sie sind. Gut auf die WSP aufzupassen ist eine gute Idee, das waren zeimliche Ausreißer, was die Auslegung angeht. Ich kann mir aber schon vorstellen, daß sie gerade deswegen nicht sehr pegelfest sind.

            Es kann aber auch sein, daß da Chassis verpolt sind oder die Boxen an einer ungünstigen Stelle im Raum stehen. Ich nehm mal an, daß es dir um die Pegelfestigkeit im Baß geht. Was steckt denn noch in den Boxen drin?

            Kommentar

            • VISATON
              Administrator
              • 30.09.2000
              • 4435

              #7
              Irgendwie muss da ein Missverständnis entstanden sein. Der TIW 300 ist für die allermeisten Anwendungen um Klassen besser als der WSP 26 S. Die Simulation mit WinBoxSimu kann nicht stimmen. Ich vermute wie Uwe auch, dass unterschiedliche Parameter oder andere Bedingungen zugrunde gelegt wurden. Der Wirkungsgrad ist sicherlich mit dem TIW 300 höher, allein schon wegen der größeren Membranfläche.

              Der WSP 26 S ist eher ein "Schlabberbass": ultraweich aufgehängt und braucht deswegen sehr große Gehäuse, um den Tiefbass zu erzeugen. So große Gehäuse will man heute in der Regel nicht mehr. Vor allem die Wickelhöhe der Schwingspule ist beim TIW 300 wesentlich größer und die Belüftung des Magnetsystems ist viel ausgefuchster. D.h., der lineare Hub und der maximal erzeugbare Pegel sind beim TIW 300 unvergleichlich höher.

              Trotzdem würde ich den WSP 26 S als "Youngtimer" gut pflegen, weil er nach wie vor ein ordentliches Chassis ist und in riesigen Gehäusen echten Tiefbass bringt.
              Admin

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              • doctrin
                Registrierter Benutzer
                • 06.05.2006
                • 2786

                #8
                Kann ich mich nur anschließen, da hat der Guido wohl was verwechselt .

                Der TIW hat wie Uwe schon erwähnte, einen höheren Wirkungsgrad und ist eher auf kompakte Volumina gezüchtet + Pegelfestigkeit bei gutem Verstärker.
                Bradley Manning verdient den Friedensnobelpreis.

                Rette deine Freiheit . De

                Du bist Terrorist!!!

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                • gutton
                  Registrierter Benutzer
                  • 16.08.2004
                  • 88

                  #9
                  Hallo,

                  falls du doch ein bisschen mit dem WSP basteln möchtest... ich habe diese ebenfalls in einem geschlossenen Gehäuse, allerdings einem GHP-Gehäuse laufen. Mit 35-38 Liter und einem Kondensator (820µF) pro Chassis kann man richtig gute Ergebnisse erzielen. Das beste für den WSP ist der "eingebaute" Subsonic-Filter, der die für dieses Chassis "schädlichen" Hübe wegnimmt.

                  Eine Boxsimu sowie nähere Angaben hatte ich einmal hier eingehängt:
                  http://www.visaton.de/vb/showthread.php?t=17087&page=2

                  Gruß
                  gutton

                  Kommentar

                  • Guido
                    Registrierter Benutzer
                    • 21.03.2004
                    • 112

                    #10
                    Ok, scheinbar kann man sich auf die Simulationen alleine auch nicht verlassen.

                    Was steckt denn noch in den Boxen drin?
                    Die Bestückung und Weiche hatte ich damals von der Atlas Compact MK III übernommen, d.h.

                    Hochtöner : DSM25FFL (8 Ohm)
                    Mittelhochtöner : DSM50FFL (8 Ohm)
                    Tiefmitteltöner : AL170 (8 Ohm)

                    Die Bassreflexabstimmung des TIW360 gefiel mir damals in der Simu auch nicht so besonders (ohne das Original jemals gehört zu haben), deshalb hab ich den Basszweig auf die beiden WSP26S geändert und die Weiche entsprechend angepasst. Sah besser aus und klingt auch super, ob´s wirklich besser ist kann ich natürlich nicht sagen.

                    Pegelfestigkeit bei gutem Verstärker
                    Die Boxen werden auf Partys von einer Behringer EuroPower EP-2500 mit 2 x 1.200 Watt an 2 Ohm befeuert. Das sollte wohl ausreichen

                    In der Zwischenzeit hatte ich mal diverse Simulationen mit Nicht-Visaton Woofern gemacht (hoffentlich darf man das schreiben, aber in der Box wären dann immer noch überwiegend Visaton Komponenten verbaut...). Da haben die Peerless XXLS12-8-DVC (830847) am besten ausgesehen. WinBoxSimu schlägt hier für zwei Stück ein Volumen von 102 Litern CB bei einer Einbaugüte von 0.707 und einer Resonanzfrequenz von 43 Hz vor. Die Kennlinie entspricht dann exakt der der WSP26S, das benötigte Volumen wäre sogar noch 20 Liter geringer und ausreichend Pegelfestigkeit wäre auch gegeben. Scheint also ideal für mein Aufrüstvorhaben zu sein. Hat jemand Erfahrung mit diesen Chassis ?

                    Einziges Problem wären die Doppelschwingspulen mit 8+8 Ohm. Was macht man daraus ? Beide Spulenhälften in Reihe (=16 Ohm) und dann die beiden Speaker wieder parallel (=8 Ohm) ? Ginge das oder hätte die Reihenschaltung der Spulenhälften irgendwelche Nachteile ? Welchen Einfluß hätte das auf die TSP und somit auf die Simu ? Im Datenblatt sind die TSP für Parallelschaltung (=4 Ohm) angegeben, nicht aber für Reihenschaltung.

                    Fragen über Fragen...

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                    • doctrin
                      Registrierter Benutzer
                      • 06.05.2006
                      • 2786

                      #11
                      Na wenn der Verstärker wirklich 2Ohm verträgt, dann mach doch einen 4Ohm 12" drauß und dann parallel werden es 2 Öhmer. Bloß wie siehts da mit der Weiche aus?
                      8Ohm halt, falls du denkst dass ein höherer Dämpfungsfaktor wirklich was bringt.
                      Ach ja, wegen der Verschaltung: schau dir doch mal beim GF200 an was mit den TSPs passiert. Ist eigentlich logisch und nachvollziebar
                      Bradley Manning verdient den Friedensnobelpreis.

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                      • harry_m
                        Registrierter Benutzer
                        • 16.08.2002
                        • 6420

                        #12
                        Zitat von Guido Beitrag anzeigen
                        Die Boxen werden auf Partys von einer Behringer EuroPower EP-2500 mit 2 x 1.200 Watt an 2 Ohm befeuert. Das sollte wohl ausreichen .
                        Die Boxen mit WSP26S?! Als Partybox?!!

                        Ui, da muss man die Aussage über die Belastbarkeit des WSP26S glatt revidieren...
                        Zwei Tragödien gibt es im Leben: nicht zu bekommen, was das Herz wünscht, und die andere - es doch zu bekommen. (Oscar Wilde)
                        Harry's kleine Leidenschaften

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                        • doctrin
                          Registrierter Benutzer
                          • 06.05.2006
                          • 2786

                          #13
                          Das der Behringer mit seinen Unzen an Watt so billig ist....verblüfft immer wieder .
                          Bradley Manning verdient den Friedensnobelpreis.

                          Rette deine Freiheit . De

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                          • poor but loud
                            Registrierter Benutzer
                            • 09.11.2006
                            • 532

                            #14
                            Hä? Die stärksten lüfterlosen Endstufen der Welt haben tonnenweise Verstärkerleistung, nämlich 3,5 kW pro Kanal. Bei einem Drittel dieses Werts würde ich zumindest von "pfundweise" sprechen. Unzenweise Verstärkerleistung hat die Eingangsröhre einer Röhrenvorstufe.
                            Moden kommen und gehen. Manche Moden kommen sogar wieder. Nur die Raummoden sind unsterblich.

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                            • doctrin
                              Registrierter Benutzer
                              • 06.05.2006
                              • 2786

                              #15
                              Oh man da hast du natürlich Recht. ;-)

                              Grüße
                              Bradley Manning verdient den Friedensnobelpreis.

                              Rette deine Freiheit . De

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