Rettungsaktion TI100 - Entfernung der Beschichtung
Habe mir über ein Auktionshaus ein Paar VOX200 günstig erstanden. Leider erkannte ich bei der Abholung, dass 3 der TI100 beschichtet wurden. Obwohl mir der Verkäufer einen angemessenen Nachlass gewährte, da dies nicht erwähnt war, will ich das Zeugs natürlich wieder runter kriegen. Wie geht das am besten, bzw. ohne den TI zu beschädigen und Flecken zu hinterlassen?
Ich ärgere mich momentan fast grenzenlos über die Einfältigkeit des Vor-Vorbesitzers dieser Boxen. Man sollte ihn in dem Zeugs ertränken...
Anbei Bilder der Membranen und der Lautsprecher
Danke für Eure Hilfe!
EDIT: Ich sehe gerade, dass der AL200 ebenfalls verunstaltet wurde. Ich rase...
Wenn überhaupt, würde ich mit Aceton vom Membranrand anfangen. Wird bestimmt herunter zu bringen sein. Ob man danach allerdings auch die ursprüngliche Oberfläche des TI100 wiederherstellen kann, ist eine ganz andere Frage.
Zwei Tragödien gibt es im Leben: nicht zu bekommen, was das Herz wünscht, und die andere - es doch zu bekommen. (Oscar Wilde) Harry's kleine Leidenschaften
Nur nützen tut es noch weniger. Sogar die Innenseite der AL-Membran hat er bepinselt. Und auch die Frequenzweiche.
Ich habe es vorher auf der Innenseite des AL mit Verdünner probiert. Weg geht es, wie sich es auf das Material auswirkt wird sich zeigen.
Zum Klangeindruck: In sich wenig geschlossen, es fehlt an der letzten Feinauflösung und die räumliche Abbildung ist nur durchschnittlich. Bass für meinen Geschmack zu dominant. Alles in allem spielen meine VIB's eine Klasse höher.
Hallo Stefan, wenn du Pech hast hat der Depp auch die Hochtöner bepinselt, und die kannst du dann wirklich vergessen, ohne Reparaturversuch.
Aber sehe es mal so, du hast dann immer noch schöne Gehäuse, nein Quatsch. Das Zeugs geht irgendwie runter, wenn das nicht gehen sollte kannst du immer noch die Teile vielleicht direkt bei Visaton neu Reconen lassen, das wird nicht die Welt kosten und du hast für wenig Geld neue Treiber. Ich hab auch schon eine ganze Reihe von Chassis Reparieren lassen, denn viel kann ja nicht kaputgehen, mit den Jahren, es ist ja lediglich die Schwingeinheit und die würdest du ja komplett neu bekommen, wenn du sie Reconen läßt.
Ein Ansatz ist gefunden. Mit Verdünner geht es mühsam weg, also mal was stärkeres probiert. Mit Nitroverdünner löst sich die Beschichtung schon ganz gut und lässt sich mit einem Tuch abreiben. Nach 2 Wiederholungen sieht es schon ganz ordentlich aus. Die Klebungen an Sicke und Staubschutzkappe machen das so weit mit, zumindest bis jetzt. Am Schluss folgt eine Reinigung mit Wasser. Nach ca. 90min pinseln hat man einen AL200 fertig.
So weit zum AL200. Bei den TI getraue ich mich noch nicht, diese harten Mittel anzuwenden.
Da dieser Depp auch die G20SG nicht verschont hat werden diese wohl als Teilelieferant für Frontplattenfräser oder für ein Ersatzdiaphragma im Marktplatz landen. Ich denke hier macht man durch den Einsatz von Verdünner oder Nitroverdünner mehr die Membranstruktur kaputt, auch wird ein allfälliger Kontakt dem Ferrofluid nicht gerade Freude bereiten.
Original geschrieben von arnegger Zum Klangeindruck: In sich wenig geschlossen, es fehlt an der letzten Feinauflösung und die räumliche Abbildung ist nur durchschnittlich. Bass für meinen Geschmack zu dominant. Alles in allem spielen meine VIB's eine Klasse höher.
Dann dreh mal die Bässe nach innen wie es sich gehört
Viel Erfolg bei der Säuberung - für die G 20 SC gibts Ersatzdiaphragma die man ganz einfach tauschen kann. Aber sicher das sie bepinselt wurden? Nen ganz leichten Hauch klebrig sind die ab Werk.
Titan ist sehr robust. Da kann das Lösungsmittel bestimmt nicht schaden. Ob allerdings die originale Farbe des Titans wieder hervorkommt, kann ich nicht sagen.
Wahrscheinlich war das dieser dämliche C 37-Lack, der da aufgeschmiert wurde. Es ist unverantwortlich, was diese Voodoo-Geschäftemacher für einen Schaden anrichten. Und es ist mir unverständlich, wie oft die Leute darauf hereinfallen. Wenn diese Mittel etwas Positives bewirken würden, wären wir doch die Ersten, die alles damit bepinseln würden. Aber nein, vernünftigen Argumenten glaubt man nicht. Wie heißt die Redensart? Die Dummen werden nicht alle...
Die VOX 200 hat wirklich sehr viel Bass, der bei ungünstigen Raumresonanzen ein Problem sein kann. Wenn nach der Reparatur (vor allem der G 20 SC) der Bass immer noch zu dominant sein sollte, würde ich den Mittel-Hochtonbereich anheben, wie das hier in ähnlicher Weise vorgeschlagen wurde.
Ein TI100 ist nun auch gereinigt. Neben kleinen Verfärbungen, die vom Trocknen des Verdünners herrühren, ist die Membran wieder wie sie sein soll. Jedenfalls sieht man hier einmal mehr die Qualitätsarbeit von Visaton, denn sämtliche Klebungen zeigen sich unbeeindruckt vom der Aggresivität des Nitroverdünners und auch die schwarzen Bauteile färben nicht ab.
Zur Aufstellung. Mit nach innen gerichteten Bässen hat es mir auch nicht gefallen. Eine gute Lösung ist, ein Kissen vor die BR-Öffnung zu legen, welches den Bass etwas dämpft (Siehe Bild)
Mhhh die Voxen scheinen in deinem Raum einfach nicht zu passen, zumindest mit der momentanen Aufstellung.
Zum Glück hast du dieses Sch*ißzeug runterbekommen, kann so viel Naivität auch nicht verstehen, aber hey jeder macht mal Fehler .
Aber am schönsten finde ich immer noch das Bügelbier...*plöp*
Original geschrieben von doctrin ...kann so viel Naivität auch nicht verstehen, aber hey jeder macht mal Fehler
Die Werbung und die Auftritte der "Gläubigen" in den Foren sin dermaßen aggressiv, dass man es fast schon als Wunder betrachten muss, dass es nicht noch mehr solcher Fälle gibt. Es grenzt inzwischen an Gruppenzwang.
Ich kann mich erinnern, das Admin mal geschrieben hat, das die unbeschichtete Membranen deshalb interessant sind, weil auf dem Markt eine große Nachfrage existiert: unbeschichtet kaufen, mit irgendeiner "magischen Pampa" einpinseln und dann überglücklich darüber berichten.
Zum Hochton: ich weiß nicht, ob die Hochtonkalotten auch eingepinselt wurden. Aber wenn es auch der Fall sein soll: so eine gravierende Verschlechterung dürfte doch gar nicht eintreten, oder?
Ich würde für den Anfang die Weiche aufmerksam überprüfen: vielleicht hat man dort auch herumgepfuscht.
Zwei Tragödien gibt es im Leben: nicht zu bekommen, was das Herz wünscht, und die andere - es doch zu bekommen. (Oscar Wilde) Harry's kleine Leidenschaften
an Deiner Stelle wäre ich vom Kauf sofort zurückgetreten, keine Ahnung wieviel Du hingelegt hast, ist ja auch egal, aber unter diesen Umständen wäre es sofort vorbei gewesen, wie Du ja im Nachhinein noch feststellen musstest war in der Box auch noch rumgepfuscht, genau aus diesem Grund wäre ich ohne LS wieder gefahren, wenn die Spitze des Eisbergs schon so hoch ist kann man sich leicht vorstellen wie es darunter aussieht, mein Beileid!
Es würde mehr von diesen Fällen geben, wenn das Dreckszeug zu dem Preis verkauft werden würde was es denn Wert ist...nur würde es dann nicht mehr besser klingen
In 4 Stunden Arbeit 5 Membranen von dem Zeug sowohl von hinten als auch von vorne befreit.
Zur Prozedur: die Membranen der AL sind sauber, beim TI bleiben noch "Verdunstungsspuren" des Verdünners stehen. Wie bringe ich die weg? Die vom Nitroverdünner werden weniger mit normalem Verdünner, wie gehts weiter....?
Zum Klang: Der Unterschied ist bemerkenswert. Alles was vorher an so perfektem Klang da war ist mit dem Entfernen des Lacks verschwunden. Natürlich nicht.
Generell um Welten besser. Während man vorher einigemale lieber den nächsten Track hörte, wirkt es nun viel harmonischer und entspricht eher dem Klang, den ich von einem solchen Lautsprecher erwarte. Das Bassproblem ist geblieben, die anderen genannten Unstimmigkeiten sind wortwörtlich wie weggeputzt.
Auch wenn also viele noch immer behaupten möchten, diese Membranbeschichtung bringt Vorteile, so weiss ich nun genau, der einzige Vorteil ist, dem Zeug fernzubleiben oder es so schnell wie möglich loszuwerden.
@ Harry: Volker mich mal gebeten, eine Kalotte (ich glaube es war eine G 20 SC) mit einem "Klangverbesserungslack", den er mir geschickt hatte, dünn zu beschichten. Das messtechnische Ergebnis? Ein deutlicher Knick mitten im Übertragungsbereich, weil der Lack die Kalotte etwas verhärtet hat. Und ich glaube, leiser ist sie auch geworden, weil sich jede zusätzliche Masse beim Hochtöner sofort negativ auswirkt.
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