das hängt vom Serienwiderstand des Weichenzweigs ab und davon, ob das Gehäuse mit Dämmmaterial befüllt ist oder nicht.
Bei sagen wir mal 0,5 Ohm wäre das minimale Volumen bei Q = 0,707 und 100% Befüllung (doppelt so viel Volumen an Füllmaterial wie Innenvolumen des Gehäuses, normale Füllung also) wären das noch 2,19 Liter.
Ohne Füllung dann 3,08 Liter.
Ob eine noch niedrigere Güte (besseres Ausschwingen) sehr vorteilhaft ist kann ich nicht so genau sagen, aber hier dennoch die gleichen Daten für Q = 0,6:
Ti100, klar. Öh, ich schaff wahrscheinlich maximal 1,5 Liter, Dämwatte kann rein soviel wie sein muss. Da stört keine Weiche und garnix. Kann also ruhig prall gefüllt sein.
Kannst du konrollierte undichte berechnen? Wäre das nicht ne möglichkeit, das Volumen ein wenig zu vergrössern?
natürlich kannst Du das Volumen vergrößern.
Laß' das Dämmmaterial ganz weg, das gibt größer...
Allgemein gilt:
Je höher die Güte, desto schlechter das Ausschwingen desto voluminöser das Klangbild. Zwar gibt es Lautsprecher, die absichtlich auf hohe Güte getrimmt sind (Rogers u.a.) und dennoch gut klingen, auf Experimente mit dem TI 100 würde ich mich da allerdings nicht zwanghaft einlassen wollen.
Die Güte von 0,707 ist der beste Kompromiß zwischen Flankensteilheit und Ausschwingverhalten und wird deshalb gerne genommen. Bis 0,8 ist's OK.
Unter 0,7 bis hin zu 0,5, der sog. kritischen Dämpfung wird das Ausschwingverhalten immer besser, der Klang aber immer dünner, transzendenter, so dass die scheinbar optimale Güte 0,5 alles andere als optimal klingt: Der Tiefenabfall setzt extrem hoch ein und verläuft recht flach. Dennoch kann dies natürlich bei einem reinem Mitteltöner durchaus gewollt und von Vorteil sein.
Kontrollierte Undichtigkeiten haben den Nachteil, dass sie kaum zu berechnen sind. Die Kontrolle erfolgt halt via Meßgerät...
Behelfen kann man sich allerdings teilweise mit der Gehäusegüte Ql, die Leckageverluste bezeichnet. Je größer oder undichter das Gehäuse, desto niedriger ist Ql und umgekehrt. Dabei gilt ungefähr:
Wenn Dir das Volumen zu klein ist, dann mach doch einfach die Wände entsprechend dicker, das gibt dann auch einen schicken Tropfen und die Wiedergabequalität wird bestimmt durch die Abschottung gewinnen.
Hm, wenn du meinst 0,8 geht noch in Ordnung, dann is ja schonmal garnicht schlecht.
Warum meinst du, wird das volumen größer, wenn ich die Dämmwatte rauslasse?! Durch sie wird das volumen doch wohl eher grösser... (kleineres c im gehäuse)
Mit dämwatte krieg ichs wohl auf "virtuelle" 2 Liter, das sollte reichen. Ich werds einfach ausprobieren. Wenns ganz greulig klingt (wovon ich mal nicht ausgehe) dann muss ich doch noch mit der undichte rumspielen.
also für ein Gehäuse von 2 Liter Innevolumen nimmst Du 2 Liter VISATON-Dämmmaterial und erhältst einen Q von 0,744. Der Serienwiderstand vor dem Chassis darf dann 0,5 Ohm betragen.
F3 liegt dann bei 120 Hz.
Fragt sich nun allerdings, wo Du f3 gerne hättest...
also so leid es mir tut, aber 0,9 Liter abzüglich Chassisvolumen ist definitiv viel zu wenig, selbst wenn der dazugehörige Weichenzweig 0 Ohm Widerstand hätte...
Zu wenig jedenfalls bis Q=0,8.
Man bedenke, dass gerade der TI 100 sehr viel Innenvolumen schluckt (im Verhältnis zu seiner Gesamtgröße...)
Ich schätze also mal grob, dass da von den 0,9 Litern kaum 0,7 Liter effektives Netto-Innenvolumen bleiben.
Du kannst folgendes versuchen, um bei Q=0,88 zum Ziel zu kommen:
1. stopfe das Gehäuse mit insg. 1,6 Litern VISATON Kunstfaser-Dämmmaterial aus;
2. sorge dafür, dass der Serienwiderstand des zuständigen Weichenzweiges auf 0,15 Ohm kommt (d.h. sehr dicker Spulendraht, sehr dicke Anschlußlitzen)
Diese Kombination erreicht dann eine f3 von etwa 155 Hz.
Ein TT darunter und der MT sollten also eher steilflankig bei nicht unter 300-350 Hz getrennt werden.
An Deiner Stelle würde ich den Tropfen allerdings deutlich vergrößern, was erstens ein deutlich verbessertes Ausschwingverhalten (Q~0,65) mit f3 bei 125 Hz und durch einen höheren akzeptablen Serienwiderstand sowie eine vereinfachte Weichenschaltung recht erhebliche Einsparungen mit sich brächte.
Das könntest Du doch eventuell erreichen, indem Du an den Tropfen ein weiteres geschlossenes Volumen ankoppelst, das von außerhalb der Box nicht sichtbar ist. Meines Erachtens böte sich hier die Verbindungsstelle zum TT-Gehäuse an...
mehr Volumen ist defintiv nicht drin. Es geht nicht. Die Aria hängt über dem Notebook, es gibt kein Bassgehäuse, im oben tropfen ist garkein platz. Das ganze ist etwas eng, das geb ich zu, aber es muss so gehen. Wenns garnicht klingt muss ich mir nochmal was überlegen, aebr ich glaube 0,88 ist noch vertretbar.
Meinst du es würde was bringen Schafwolle zu nehmen? Die dämpft bei gleichem volumenaufwand ja noch mehr!
der leichte abfall unterhalb 150 Hz macht sich glaub nicht stark bemerkbar. Ich denke nicht, dass man das hört. ist ja n geschlossenes Gehäuse.
Danke!! Ich werd auf jeden Fall weiter davon berichten.
als Aria-Derivat könnte ich es mir noch halbwegs vorstellen, dann dämme aber nicht noch mehr, denn damit erreichst Du nur einen noch früheren Baßabfall.
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