die SOLITUDE ist der Lautsprecher, den ich mir als nächsten Bauen werde. Beim Betrachten des Weichenplans stellt sich die Frage inwieweit man mit hochwertigeren Bauteilen noch etwas verbessern könnte. Die Belastbarkeit ist mir nicht wichtig, eher ob noch Klanggewinn möglich ist. Was meint Ihr dazu, was macht wirklich Sinn?
Allgemein gesprochen:
Nach meinen Erfahrungen hilft das Tauschen der Elkos im Signalweg, so kann man die Elkos die in Serie geschaltet sind gegen MKT oder besser gegen MKP tauschen. Der Erfolg ist im Detail ein noch aufgelöster Klang mit noch weiterer Raumabbildung. Die Unterschiede sind ähnlich einem Kabeltausch zwischen der Komponenten zu sehen. Wer also schon mal Cinchkabel im Vergleich gehört hat, der wird das Maß der Verbesserung einschätzen können, denn es ist schwer mit Worten zu beschreiben.
Konkret zur Solitude:
Jedoch habe ich nach meinen Erfahrungen mit der Solo100 im MT Bereich eine gewisse Rauigkeit festgestellt, die der B200 offensichtlich verantwortet. Genau hinter diesem Hintergrund glaube ich, dass ein Tausch zu noch höherwertigen Bauteilen als von Visaton angegeben, kein Anlass besteht. Zumal in der Solitude ein MKP Kondensator die Elkos und das Korrekturglied überbrücken.
also prinzipiell solltest Du alle Kondensatoren durch MKT ersetzen; Kondis im Signalweg je nach Geldbeutel und Glauben in noch bessere Exemplare - MKP, Audyn etc.
Bei den Spulen ist das so eine Sache; Spulen in Signalwegen würde ich durch niederohmige Exemplare ersetzten; da hilft klotzen eigentlich immer... - ich habe noch keine Simu gesehen, wo nach dem Eingeben eines niedrigen Widerstandswertes bei IN REIHE LIEGENDEN Spulen irgendwie eine signifikante Änderung aufgetreten ist...
Bei parallel liegenden Spulen ist das häufig was anderes; da ist der Widerstandswert oftmals von erheblicher Bedeutung; hier würde ich nur etwas ändern, wenn ich dann den genauen Widerstand wieder mit extrenen Widerständen in Reihe hinbekomme.
Leider ist bei hochwertigen Spulen das Visatonangebot sehr klein; da wirst Du wohl auf andere Hersteller Ausweichen müssen...
da muss ich dir widersprechen, Spulen sollten immer nur mit gleichen Widerstandswerten eingebaut werden. Gerade Spulen die in Serie liegen sind von ihren Widerstandswerten in die Gesamtkonzeption der Weiche integriert.
Dazu kann man auch Boxsim befragen, in der Simu kann man schön Änderungen erkennen, die sich auf andere Werte beziehen.
der Unterschied zwischen einer Serienspule mit 0,2Ω und einer mit 1Ω sind vernachlässigbar... Da wirkt sich eine Lage mehr oder weniger Dämmmaterial stärker aus
Probiers mal aus; mit Boxsim geht das ja schnell und das sind auch meine Erfahrungen
P.S. die Solitude kann ein Saugerli auf 1,3 kHz gut gebrauchen; Volker hat da zu mal eine sehr aussagekräftige Messung veröffentlicht...
Es ging dabei (wenn ich mich recht entsinne) um den Unterschied von 1(Jh)ohm.
Gruß Jörn
P.S. Einigen wir uns darauf, alle Spulen Signalweg; wenn es keine Luftspulen sind, durch eben solche Luftspulen oder auch gegen I-Kernspulen mit demselben Widerstandswert auszutauschen; hierbei werden nur die Sättigungsverzerrungen vermieden aber kein Abweichungen im F-Gang hervorgerufen. So.
Bauteile Dir mir verbesserungswürdig erscheinen sind die von Euch bereits angesprochenen. Kurz zusammengefasst
6,8 mH LR-Spule alternativ dazu Luftspule oder I-Kernspule
2 x 100µF Elko vor dem B200 alternativ MKT oder MKP
330µF Elko parallel zu GF200 alternativ 4 x 82µF Elko glatt oder Folie
Im Testbericht der ImageHifi war diese Original-Visaton-Weiche abgebildet. Vielleicht kann VISATON zu den Verbesserungsmaßnahmen und deren Auswirkungen etwas berichten.
Die abgebildete Weiche ist diejenige, die in die Fertigbox Solitude eingebaut wird. Das ist ein Grund für den sehr hohen Preis der Fertigbox. Wenn man mich nach meiner persönlichen Meinung fragt: Für den Klang bringt dieser Aufwand keine Verbesserung. Es macht sich auf dem Foto in einer High-End-Zeitschrift gut und beruhigt das Gewissen des High-Enders. Wie gesagt, das ist meine persönliche Meinung. Wenn jemand das Gegenteil gehauptet, soll er ruhig mehr dafür investieren. Ob man den Unterschied hören kann, könnte man nur durch einen sehr aufwändigen Blindtest herausfinden (wie wir neulich mit MP 3 gemacht haben).
@ jhohm: Ich habe z.B. bei der Vox 253 MTI bewusst eine Reihenspule mit dünnem Draht genommen (1,1 Ohm statt 0,4 Ohm) weil der Frequenzgang dadurch ausgeglichener wurde. Bei einer Last von 4 Ohm machen 0,7 Ohm mehr schon etwas aus. Bei der Spule mit dickerem Draht hätte ich einen zusätzlichen Widerstand gebraucht. Dieser Unterschied war gering, aber messbar, während bei Folienkondensatoren statt Elkos oder Luftspulen/I-Kernspulen statt LR-Spulen mit gleichem Rdc kein Unterschied messbar ist. Die LR-Spulen sind so großzügig dimensioniert, dass Sättigungverzerrungen nicht auftreten.
Wenn wir von einer Klangverbesserung der teureren Bauteile überzeugt wären, hätte wir sie selbstverständlich schon lange im Programm und würde einen guten Umsatz bei prächtigem Gewinn machen. Aber das entspricht nicht unserer Philosophie. Wir bieten nur das an, von dem nach unserer Überzeugnung der Kunde auch einen Nutzen hat.
Original geschrieben von VISATON Die abgebildete Weiche ist diejenige, die in die Fertigbox Solitude eingebaut wird. Das ist ein Grund für den sehr hohen Preis der Fertigbox. Wenn man mich nach meiner persönlichen Meinung fragt: Für den Klang bringt dieser Aufwand keine Verbesserung. Es macht sich auf dem Foto in einer High-End-Zeitschrift gut und beruhigt das Gewissen des High-Enders. Wie gesagt, das ist meine persönliche Meinung. Wenn jemand das Gegenteil gehauptet, soll er ruhig mehr dafür investieren. Ob man den Unterschied hören kann, könnte man nur durch einen sehr aufwändigen Blindtest herausfinden (wie wir neulich mit MP 3 gemacht haben).
@ jhohm: Ich habe z.B. bei der Vox 253 MTI bewusst eine Reihenspule mit dünnem Draht genommen (1,1 Ohm statt 0,4 Ohm) weil der Frequenzgang dadurch ausgeglichener wurde. Bei einer Last von 4 Ohm machen 0,7 Ohm mehr schon etwas aus. Bei der Spule mit dickerem Draht hätte ich einen zusätzlichen Widerstand gebraucht. Dieser Unterschied war gering, aber messbar, während bei Folienkondensatoren statt Elkos oder Luftspulen/I-Kernspulen statt LR-Spulen mit gleichem Rdc kein Unterschied messbar ist. Die LR-Spulen sind so großzügig dimensioniert, dass Sättigungverzerrungen nicht auftreten.
Wenn wir von einer Klangverbesserung der teureren Bauteile überzeugt wären, hätte wir sie selbstverständlich schon lange im Programm und würde einen guten Umsatz bei prächtigem Gewinn machen. Aber das entspricht nicht unserer Philosophie. Wir bieten nur das an, von dem nach unserer Überzeugnung der Kunde auch einen Nutzen hat.
@ VISATON :
Manchmal ist es nicht nur die Klangqualität; z.B. ist die langzeitstabilität und die Toleranz bei Folien-Kondensatoren weitaus besser als bei Elkos...
In wie weit die LR-Spulen Stäätigungsverzerrungen haben, weis ich nicht; ich traue Ferrit-Spulen im Allgemeinen nicht so sehr ; es sei in Saugkreisen, wo große Werte sonst sehr teuer werden...
Hj, da ich Center und Frontlautsprecher als Solitude habe würde mich der oben angesprochene Saugkreis bei 1,3 Khz auch mal interessieren.
Mit der Suchfunktionen habe ich nichts gefunden.
Da ich einen guten "Draht " zum Händler meines Vertrauens habe, hatte ich auch schon mal nur MKP`s für den B 200-Zweig eingesetzt. Hör und auch Meßtechnisch gab ich die "teuren Klötze" alle zurück". Habe stattdessen dann in meine Raumakustik und jetzt bald in Pfauenaugenahorn als Funier investiert.
MfG LANDO
Musikzimmer:
B&G Matrix Magnetostat, Studio1 plus aktiven Tiefton (jeweils 2 x GF200)
Hörzimmer mit Solitude
Heimkino 2 mit Beamer: 5mal Acoustic Research AR15 mit TL-Sub
Reckhorn A 404
@ jhohm: Stimmt, was die Langzeitstabilität angeht, sind die Folienkondensatoren über jeden Zweifel erhaben. Wir haben mal Elkos, die 10 Jahre lang in der Schublade gelegen haben, nachgemessen. Sie lagen alle noch innerhalb der Toleranz, allerdings an der oberen Grenze (Kapazität ist gestiegen).
Beim Ferritmaterial gibt es große Qualitätsunterschiede. Bei gleicher Größe und Form gibt es Spulen, die sehr hohe Ströme ohne Probleme verarbeiten, andere geraten sehr schnell in die Sättigung. Das hört sich dann ganz furchtbar an. Es knallt regelrecht im Lautsprecher, so dass man meint, die Schwingspule würde anschlagen. Ganz kurz eine Erklärung, was hier mit Sättigung gemeint ist: Je größer der Strom ist, der durch die Wicklung fließt, desto mehr Eisenpartikel (Ferrit) richten sich aus. Wenn alle Partikel ausgerichtet sind, wirkt die Ferritspule wie eine Luftspule mit viel niedrigerer Induktivität. Das bedeutet, dass die Spitzen der Signale verformt werden, was sehr deutlich zu hören ist. Interessanterweise kommt das Geräusch aus dem Mitteltöner, auch wenn die Verzerrung im Tieftonzweig entsteht. Selbst bei mörderischen Pegeln ist dieser Effekt bei der Solitude noch nie aufgetreten (We-Ha kann es bestätigen ).
Original geschrieben von LANDO Hj, da ich Center und Frontlautsprecher als Solitude habe würde mich der oben angesprochene Saugkreis bei 1,3 Khz auch mal interessieren.
Mit der Suchfunktionen habe ich nichts gefunden.
hallo.würde sich mit einer weichenänderung der bassbereich etwas erhöhen lassen?ich meinte ob man ihn um ein paar db erhöhen könnte,so das der bass etwas kräftiger bzw lauter wird.da ich meine solo 50 fertig habe und ja noch vier gf200 hier liegen habe,wäre dieses eine sehr gute alternative zu meiner solo + subwoofer version.ich habe mal vorsichtshalber mit mit den subs nicht begonnen.aber die gfs brauchen bewegung.
Bass noch erhöhen--> Man kann vieles optimieren, aber zu wenig Bass an der Solitude garantiert nicht.
Ich hatte auch mal rumprobiert mit einer höheren Trennfrequenz bei ca. 300 Hz. -->Der Bass wird dadurch auf Dauer unerträglich.
MfG LANDO
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