Alt 04.12.2003, 11:29   #1
Ast
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Echtholz kontra MDF

Wie steht's denn jetzt um's Holz ?!

Es wird immer auf die hohe Dichte von MDF hingewiesen.

Dabei heißt MDF mitteldichte Faserplatte und im Gegensatz
zum Echtholz konnte ich keine nennenswert bessere Dichte
feststellen:

MDF hat eine Rohdichte von >= 450kg/m³ bei der Fertigung
und <= 650kg/m³ typische Dichte als fertige MDF Platte.

Eiche hat als Echtholz hingegen eine Rohdichte von bis zu
980kg/m³, Fichte bis zu 680kg/m³.

Diese Holzarten gibt es stäbchenverleimt oder massiv und
gerade Eiche weist eine hohe Verwindungssteifigkeit auf.

Gut verarbeiten lassen sich Echthölzer auch, zumal man
nicht so aufpassen muss, daß Teile, wie bei MDF, der Platte ab-
brechen oder abreißen. (z.B. bei Bohrungen nahe Plattenrand
oder Spannungen auf Kanten)

Was spricht denn jetzt gegen Echtholz ?
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Alt 04.12.2003, 11:54   #2
walwal
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Entscheidend ist die Dämpfung von Resonanzen, das kann MDF besser.

Echtholz arbeitet wesentlich stärker und richtungsabhängig.

Die Dichte ist nicht so wichtig, wenn man gut versteift.
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Alt 04.12.2003, 12:56   #3
Ast
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>>Entscheidend ist die Dämpfung von Resonanzen, das kann MDF besser.

... irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, daß MDF das Fluor
der Holzindustrie ist, als man keine Verwendung für das
Abfallprodukt Fluor hatte ist es in Zahnpasta und Tabletten 'gepresst' worden und seitdem ist Fluor ein 'Rohstoff',


MDF und Spanplatten gibt es doch auch nur aus 2. Gründen

a) es läßt sich leicht verarbeiten
b) man kann bei der Herstellung reinschmeißen was man will, am
Ende kommt eine Platte raus

aber mal abgesehen von der leichteren Verarbeitung und dem
Aufwand beim Bau einer 'akustisch wertvollen Echtholzkiste',
scheint gerade MDF auch nicht das Ei des Kolumbus zu sein

http://www.picosound.de/D_gehmat.htm

(ist sogar von Visaton was dabei)
http://www.exdreamaudio.de/Boxen-Bau...umaterial.html

>>Echtholz arbeitet wesentlich stärker und richtungsabhängig.

deshalb dachte ich an 'lagenverleimtes' (Du hast die
Schwingungsausbreitung gemeint, oder die
'Werkstoffveränderung' ?)

>>Die Dichte ist nicht so wichtig, wenn man gut versteift

muß man ja bei größeren Boxen auch bei MDF

Worum es mir geht ist folgendes:

Richtig angewandt und mit einigem Geschick bei der Wahl
des 'Echtholzes' (nicht unbedingt vollmassiv), was spricht
gegen 'Echtholz' ?! Als Selbstbauer will man ja mit Mehraufwand
(fertig kaufen ist leicht) mehr erreichen.
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Alt 04.12.2003, 13:07   #4
walwal
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@Ast
Du kannst Deine Boxen bauen, womit du willst!
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Alt 04.12.2003, 13:12   #5
Ast
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Zitat:
Original geschrieben von walwal
@Ast
Du kannst Deine Boxen bauen, womit du willst!
Danke ;o)
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Alt 04.12.2003, 14:07   #6
metal
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Die Frage sollte nicht bei Echtholz sonder bei MDF/Spannplatte mehr berechtigt sein.
Was passiert mit ihm nach 3-5 Jahren ?

Buche und Eiche wird dagegen schon seit zich Jahrhunderten für die Möbel genommen. Nicht umsonst....

Ich war mal, 97' denke ich, letztes mal bei meiner Oma in Kaukasus. Und habe mein "Stuhl" was ich vor ca. 9 Jahren gebaut habe, der auch die lange Zeit draussen stand, begutachtet
Keine Risse, kein gar nichts, immer noch genauso stabil wie damals...

Und wie ist es mit "Heute" ?
Meine Eltern und meine Schwigereltern haben vor ca. 5J fast zeitgleich ein komletes Küchengarnitur aus Buche gekauft.
Mit dem könnte man locker 10 mal umziehen ohne zwangsläufig neuen zu kaufen.
Ich hasse es mit MDF oder Spannplatten erbeiten zu müssen, weil die, besonders die alten, zu bruchig sind...
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Alt 05.12.2003, 22:43   #7
harry_m
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Klar, kann jeder bauen, womit er will! Ob eine Musikbox im Kaukasus im Regen stehen soll steht auf einem anderen Blatt.

Meister Timmermanns hat mal die Akustische Eigenschaften verschiedener Materialien getestet. Tischlerplatte schnitt am schlechteten ab. MDF und Spannplatte waren ganz oben, MDF knapp vor der Spannplatte. Vom Preis-Leistung Verhältnis her war die Spannplatte unschlagbar.

Ob jemand je den Unterschied zwischen den beiden Favoriten heraushören kann bezweifle ich sehr stark. Es sei der Mann schreib für "Image HiFi": da hört man sogar die Granitplatte im CD-Player...
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Zwei Tragödien gibt es im Leben: nicht zu bekommen, was das Herz wünscht, und die andere - es doch zu bekommen. (Oscar Wilde)
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Alt 05.12.2003, 23:19   #8
jhohm
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Wenn schon Holz, dann Multiplex... Das Problem ist, daß bei Echtholz lange Fasern sind - auch beistabverleimten Holz - die Alle in eine Richtung zeigen.
Bei Spanplatte, MDF oder Multiplex sind die Fasern ungerichtet beziehungsweise stehen senkrecht zueinander, dadurch werden Schwingungen im Material leichter in Reibung -> Wärme umgewandelt -> vernichtet.
Gruß Jörn
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Alt 06.12.2003, 00:34   #9
metal
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Zitat:
Original geschrieben von harry_m
1. Klar, kann jeder bauen, womit er will! Ob eine Musikbox im Kaukasus im Regen stehen soll steht auf einem anderen Blatt.

2. Meister Timmermanns hat mal die Akustische Eigenschaften verschiedener Materialien getestet. Tischlerplatte schnitt am schlechteten ab. MDF und Spannplatte waren ganz oben, MDF knapp vor der Spannplatte. Vom Preis-Leistung Verhältnis her war die Spannplatte unschlagbar.

3. Ob jemand je den Unterschied zwischen den beiden Favoriten heraushören kann bezweifle ich sehr stark. Es sei der Mann schreib für "Image HiFi": da hört man sogar die Granitplatte im CD-Player...
1. Der stand zwar draussen, aber nicht im Regen. Es war so was wie Sommerküche.
Aber was wäre mit MDF oder Spannplatte in dieser Zeitspanne passiert ?!
Ist aber jetzt übertrieben. Ich meine, die Boxen stehen ja zu Hause, und deswegen kann auch MDF/Spannplatte locken 10-20 Jahre überstehen ohne das es bruchig oder ....

2.Manche möchten vielleicht eine Echtholzoberfläche haben. Ich mags auch. Der Unterschied zu einer Dekorfolie erkennt man meistens sofort. Die Masserung stimmt irgendie nicht. Speziel bei Buche ...

3. Ich habe auch schon mehrmals gelesen, das "Echtholz" dem MDF/Spannplatte im punkto Schalldurchlässigkeit, wenn auch knapp, aber doch unterlegen.
Für mich wäre das "bessere" Aussehen das mehr Aufwand wert. Ich meine, zusätzlich mit Dämmplatten oder Fliesen zu verkleiden.
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Alt 06.12.2003, 09:21   #10
Merlin
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hm ich versteh nicht ganz...

man furniert doch das MDF anschliessend natürlich mit echtholzfurnier... Ich glaube die wenigsten nehmen irgendwelche Plastikfolien für Ihre Boxen.

Und Furnier hat damit die identische Maserung und alles wie eine Echtholzplatte etc. Und kann sich halt weniger verziehen das ganze. Und mit dazu ist MDF noch um einiges schöner zu verarbeiten weil es keine "richtung" gibt etc.

Und im Endeffekt sieht man Optisch keinen Unterschied zwischen Echtholz oder MDF mit Echtholzfurnier...

Also ich würde IMMER furniertes MDF vorziehen. Also zumindest bei Boxen... Bei Möbeln ist das wieder was anderes... Kann sein das man da besser direkt mit Echtholz arbeiten kann... Weil da werden ja auch oft Kanten gerundet etc und dann ist es natürlich viel einfacher sowas nachher nicht irgendwie furnieren zu müssen etc.
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Alt 06.12.2003, 11:07   #11
We-Ha
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Was die Langzeitstabilität betrifft, hat Metal natürlich Recht.

Nur, was brauchen wir beim Material zum Boxenbau für Eigenschaften ?
Die Materialien sollen doch Eigenresonanzen verhindern oder dämmen, und nicht noch selber welche produzieren oder verstärken....
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Tipps & Tricks für alle Wastels in Wolfgangs Bastelkeller , denn wie der Schreiner kann es keiner
Ich habe Probleme für alle Lösungen !!! .-- ....
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Alt 13.12.2003, 15:53   #12
holler
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Also ich bau schon seit 1998
mit meinem Leimholz Fichte !!! Lackiert oder geölt
es sieht immer topp aus und rezonanzdämpfung
sollt man doch Dämmmaterial und Versteifungen
überlassen
Und wegen der Alterung nimmt mal schichtverleimtes
Holz (Bilder per Mail)da geht nichts mehr weg
(bzw. aus dem Leim !)
Gruß, holler
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Alt 25.12.2003, 01:30   #13
bdp
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Moin!

Da ich gerade einen neuen Subwoofer plane habe ich noch zwei Fragen zum Thema:

1) Ich habe bisher noch nie MDF furniert. Geht das mit Echtholzfurnier auch z.B. bei abgerundeten Gehäusekanten? Oder sollte es da schon eine Fase sein?

2) Spricht was gegen eine Konstruktion aus furnierter Spanplatte mit einer Schallwand aus Echtholz Buche? oder kann alleine die Schallwand schon reißen?

Gruß


Peter
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Alt 26.12.2003, 01:19   #14
Uibel
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Hallo Peter,

abgerundete Kanten kannst Du nicht furnieren, da das Furnier reißen würde.

Es spricht nix dagegen, ein Gehäuse aus MDF zu bauen und ihm eine "Echtholzschallwand" zu verpassen. Am besten doppelst DU diese auf, d.h. unter der Echtholzschallwand ist eine solche aus MDF.

Von Leimholz aus dem Baumarkt würde ich eher abraten, da Du da selten gute Qualität bekommst. Es besteht die Gefahr, daß nach ein paar Jahren Risse entstehen. ich würde da eher zu Muliplex (dickes Sperrholz aus z.B. Buche) raten. Das ist zwar schweinisch teuer (Buche 20 mm: EUR 44,-, Buche 30 mm: EUR 66, jeweils pro qm), aber akustisch gut und stabil ohne Ende.



Weitere Beispiele findest Du auf meiner Homepage http://www.uibel.net.
__________________
Grüße
Michael


http://www.uibel.net
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Alt 26.12.2003, 10:33   #15
Battlepriest
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Zitat:
rezonanzdämpfung
sollt man doch Dämmmaterial und Versteifungen
überlassen
Damit hast du beiwesen, dass Du dieses Thema genau gar nicht verstanden hast
__________________
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