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Epic 09.07.2019 20:05

ModernClassic 400
 
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Hallo zusammen,

neues Wohnzimmer, neue Lautsprecher. Erst wollte ich die Concorde WG neu furnieren, hat sich als schwierig herausgestellt. Also werden neue Gehäuse gebaut. Aber nochmal die gleiche LS? Wäre ja langweilig.

Also folgendes Projekt, von oben nach unten:
AL 130 M, Ke 25, AL 200, AL200

Bassreflex auf der Front, Mittelpunkt 15 cm über Unterkante. Habe hierfür das Monacor MBR-110 erwählt, 11 cm Durchmesser, Anschraubbar und variable Länge von 15 bis 28 cm.

Weiche soweit von der Atlantis.
Maße des LS: (BxHxT) 26 cm x 115 cm x 35 cm, ca. 77 Liter gesamt.
7 Liter für den AL 130 M, jeweils 35 L für die AL 200.
BR Abstimmfrequenz ca. 30 Hz.. Rohr hätte dann eine Länge von 24 cm, aber wäre ja auch später noch anpassbar.

Was meint ihr, passt das so alles? Boxsim Simu im Anhang.

Verbesserungen erwünscht.


Grüße
Epic

walwal 09.07.2019 22:06

Kein WG?
Ich würde den Al 130 M nicht unter 300 Hz trennen. Zu viel Bass in der Simu. Und die TT laufen zu hoch. Orientiere dich doch an der Atlantis WG.

ubix 10.07.2019 05:53

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Ich habe einmal den Mitteltöner etwas entlastet, und ein paar Bauteile gespart. Änderungen sind rot gekennzeichnet.

jama 10.07.2019 07:05

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ubix simu ist gut
ich hab sie noch leicht geändert (auch in rot)
fuer die 4,7 mH Fc-spule nehmen

walwal 10.07.2019 09:33

Ja, so gut, wie es eben ohne WG geht.:p

nlcarbon 10.07.2019 09:45

Wenn ich das richtig verstehe hat Epic eine Concorde WG!? Was soll der neue Speaker hier besser können? Meiner Meinung nach nichts...

walwal 10.07.2019 10:10

Sehe ich auch so. Man baut (kauft) einen LS, gefällt erst, dann nicht,

Man baut (kauft) einen anderen LS, gefällt erst, dann nicht,
Man baut (kauft) einen anderen LS, gefällt erst, dann nicht,
Man baut (kauft) einen anderen LS, gefällt erst, dann nicht,
Man baut (kauft) einen anderen LS, gefällt erst, dann nicht, usw.

Besser man baut einen LS, misst den ein und ist zufrieden, weniger Stress und am Ende preiswerter.

So höre ich seit vielen Jahren, ohne Verlangen nach einem neuen LS.
Da muss es keine Concorde WG sein, auch andere klingen gut.;)

Der passive LS ohne Einmessung ist weit weg vom Optimum.

Epic 10.07.2019 11:58

Hallo,

erstmal vielen Dank für die rege Beteiligung.

Die Concorde WG ist eine super Box, keine Frage. Bei mir gibt es nun jedoch durch Umzug andere Gegebenheiten, das Gehäuse muss neu. Ich habe aber keine Lust den gleichen LS wieder zu bauen.

Warum kein WG diesmal? Weil: Wer eine schöne schlanke Standbox klassischer Bauart zu Hause haben möchte, um z.B. auch im Hintergrund Musik laufen zu lassen, für den ist die Atlantis ohne Waveguide die richtige Wahl.

Soll im offenen Wohn/ Essbereich öfters mal so nebenbei laufen.

Die Weichenanpassungen von euch sehen sehr vielversprechend aus, das werde ich mir noch genauer ansehen.

Grüße
Epic

walwal 10.07.2019 12:59

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Der Bereich von 2-10 kHz wird beim Hören besonders auf " Nichtachse" lt. Bündelung und Sonogramm zu laut sein, was stören kann. Dort kann der Frequenzgang und der EFG eine Delle vertragen.

Probiere aus, welcher Widerstand optimal ist 12 Ohm statt 22 wirkt stärker.

Epic 10.07.2019 21:50

Hallo,

die Version von ubix finde ich sehr gut, der Frequenzgang ist erstaunlich linear bei geringer Anzahl Weichenbauteile.

Der Saugkreis von walwal hat auch seine berechtigung, den Hochton werde ich aber eh per DSP anpassen, die KE kann ja sehr "direkt" sein. Das mache ich zum Schluss vom Raum etc. abhängig.
Ebenso werde ich den Tiefton, wenn nötig, so anheben, dass ab ca. 30 Hz voller Pegel da ist.

Meint ihr das das BR Rohr mit 11 cm Durchmesser ausreicht um die zwei Al 200 atmen zu lassen? Ich möchte kein röcheln
:D

Nochmal zum Thema der neue LS kann nichts besser als die Concorde, ja das wird so sein, ist aber auch nicht das Ziel. Verstecken wird sich der LS aber sicher auch nicht müssen.

Grüße
Epic

walwal 11.07.2019 07:25

Das BR-Rohr sollte Trompetenform haben, damit Strömungsgeräusche niedrig sind. Die BR-Maße musst du pro TT ermitteln.

Epic 11.07.2019 08:26

Maße pro TT ermitteln? Man stimmt doch mit dem BR Rohr das Gehäuse auf die Abstimmfrequenz ab.
Die Frage ist ja wie man die
sinnvolle Mindestgröße der Öffnung für die zu erwartene Luftverdrängung bestimmt.

walwal 11.07.2019 08:54

Wenn 2 TT auf ein Gehäuse spielen, brauchst du die doppelte Anzahl der Rohre. In Boxsim kannst du erkennen, ob der Querschnitt reicht oder die Box komprimiert. Kannst dich ja an der Concorde orientieren, die hat einen Kanal 80 x 230 x ca 280 (Länge), Abstimmung ca. 30 Hz.
Ich würde jeden TT ein eigenes Volumen + Rohr geben, alleine schon wegen stehender Wellen in einem langen Gehäuse. Um auf den gleichen Querschnitt zu kommen, brauchst du 2 deiner Rohre. Was auch wieder für getrennte Volumina spricht, dann die Rohre auf der Rückseite einbauen, in der Höhe versetzt.

Boxsim FAQ:
"....8. Wie simuliert man mit Boxsim mehrere Chassis in einem gemeinsamen Gehäuse?

Boxsim kann nur ein Chassis pro Gehäusevolumen simulieren. Mehrere Chassi die auf ein gemeinsames Gehäusevolumen arbeiten sind in der aktuellen Version nicht vorgesehen.

Der recht häufig vorkommende Sonderfall, bei dem zwei identische Chassis an identischer Weiche auf ein gemeinsames Volumen arbeiten, kann in Boxsim jedoch leicht nachgebildet werden. Man gibt hierzu für jedes der beiden Chassis die Hälfte des gemeinsamen Volumens an. Falls das Volumen eine Reflexöffnung besitzt, gibt man für beide Chassis die Abstimmfrequenz des gemeinsamen Gehäuses an.

Als Beispiel einige Angaben für die VISATON Couplet. Zwei identische AL130 arbeiten bei dieser kompakten D'Appolito-Konstruktion auf ein gemeinsames Gehäuse mit 25 Liter Innenvolumen und ca. 42 Hz Abstimmfrequenz. Die Angaben in Boxsim lauten also für jedes der beiden AL130-Chassis 12,5 Liter (geometrisches) Volumen und 42 Hz Abstimmfrequenz...."
[/I]

Epic 11.07.2019 09:07

Warum braucht man dann die doppelte Anzahl an Rohren?
Das Gehäuse wird doch mit dem oder den BR Rohren abgestimmt, die Chassis bekommen dann beide jeweils die Abstimmfrequenz und das halbe Gehäusevolumen, steht doch auch so in den FAQ?

walwal 11.07.2019 09:13

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Berechnung des Kanals, wobei es wurscht ist, ob 1 Kanal in 45 L oder 2 in 90 L..:)

Abstimmung 38 Hz ist etwas hoch, aber du kannst ja verlängern. Besser wären 2 Passivmembranen.

walwal 11.07.2019 09:22

2 Rohre brauchst du wegen Maximalpegel, 1 Rohr mit 20 cm Länge gibt 30 Hz, aber MaxPegel 104 dB, 2 Rohre 40 cm Länge bringen 111 dB bei gleicher Abstimmung.
Vieleicht reicht ja eines, wenn du nicht extrem laut hörst. Versuch macht kluch.:D

Mit getrennten Vol. hat du mehr Handlungsspielraum bei der Abstimmung. Am Ende Ist der Raum entscheidend. Also bauen, messen (hören), optimieren. Wenn du sowieso bei 30 Hz anheben willst/musst, dann tief abstimmen. Hast ja Erfahrung durch die Concorde.

Epic 11.07.2019 10:07

Das war aufschlussreich, danke dafür.
Ich frage mich jedoch noch, wie Boxsim bei der Simu unter dem Reiter Maximalpegel dann diesen bei BR bestimmt, da bei den Chassidaten lediglich die Abstimmfrequenz und das Volumen angegeben werden. Die BR Öffnung ist ja nicht bekannt?

jama 11.07.2019 10:28

Weicht man bei den (in Relation zur Wellenlänge) gestreckten
Bauformen davon ab, so können sich Abweichungen von der
errechneten Abstimmung ergeben.

Das "reine" BR Gehäuse (Helmholtzresonator)geht dann u.U.
in einen "massegeladenen Viertelwellenlängen-Resonator"
über, wenn das Chassis z.B.ganz oben und der BR Port ganz
unten in einer hohen Säule montiert ist.

Das muss nicht schlecht sein, ist aber mit dem reinen
Helmholtz basierten Modell nicht mehr exakt
vorauszuberechnen und bedarf einer entsprechenden
Simulation der Gehäuseimpedanz. Es gibt also einen
stufenlosen Übergang zwischen BR und versch. Varianten
von "Quarterwave" Gehäusen. Diese haben eine Grundresonanz
als Längenresonanz der im Gehäuse befindlichen Luftsäule
bei einem Viertel der Wellenlänge. Letztere Gehäuse werden
in deutschen Zeitschriften oft pauschal als
"Transmissionline" bezeichnet ...


http://www.hifi-forum.de/viewthread-104-22918.html#top

LineArray #7 erstellt: 06. Okt 2011, 09:54

jama 11.07.2019 10:35

den ganzen Text:

Hallo Christian,

sowohl Chassis als auch BR Port (Reflexkanal) verschieben
ein Volumen.

Bei sehr tiefen Frequenzen ist für die Schallabstrahlung
nur entscheidend, ob das jeweilige Volumen gerade aus dem
Gehäuse heraus- oder in das Gehäuse hinein
verschoben wird.

Die Orientierung von Chassis und/oder Port ändert im
Tieftonbereich (wenn die Wellenlänge klein im Vergleich zu
den Gehäuseabmessungen ist) nichts an der Phase, obwohl die
Bewegungsrichtung der verschobenen Volumina sich
augenscheinlich ändert, wenn man den Kanal von der
Frontwand auf die Rückwand des Gehäuses verlegt.

Es gibt auch noch keine "Abstrahlrichtung", wenn die
Schallquelle (quasi als Summe der verschobenen Volumina
aus Chassis und Port) so klein gegen die Wellenlänge
des Schalls ist: Die Wellenausbreitung erfolgt daher
bei sehr tiefen Frequenzen für Boxen üblicher
Größe kugelförmig, ganz gleich ob es sich um ein BR
System oder eine geschlossene Box handelt.

Im Frequenzbereich der maximalen Abstrahlung durch den
BR Port spielen Phase und Laufzeit aufgrund der großen
Wellenlängen also meist eine untergeordnete Rolle,
wie auch schon andere hier festgestellt haben.

Es gibt aber doch ein paar Faktoren, welche die Position
des Ports nicht "ganz egal" erscheinen lassen.

1)Unerwünschte Abstrahlung von Mitteltonanteilen und
Moden des Gehäuses

2) Akustische Impedanz des Gehäuses bei sehr gestreckten
Bauformen (z.B. "hohe Säule")

3) Ankopplung an den Raum

Zu 1) Wenn die innere Öffnung des BR Port im Druckmaximum
einer Eigenmode des Gehäuses lokalisiert ist, und diese
Eigenmode im Übertragungsbereich des Tieftöners liegt,
dann ist das ungünstig. Dies auch vor dem Hintergrund,
dass BR Gehäuse normalerweise relativ spärlich bedämpft
werden. Man sollte also wenigstens den Moden niedriger
Ordnung ausweichen.

Auch das BR Rohr selbst sollte möglichst keine Moden
im Übertragungsbereich ausbilden können.

Zu2) Die Formeln für die Berechung von BR Gehäusen gehen
davon aus, dass das Gehäusevolumen reine Federsteifigkeit
beiträgt und das BR Rohr eine reine Massereaktanz.

Dies ist näherungsweise nur gegeben, wenn die innere BR
Öffnung in der Nähe des Tieftöners liegt.

Weicht man bei den (in Relation zur Wellenlänge) gestreckten
Bauformen davon ab, so können sich Abweichungen von der
errechneten Abstimmung ergeben.

Das "reine" BR Gehäuse (Helmholtzresonator)geht dann u.U.
in einen "massegeladenen Viertelwellenlängen-Resonator"
über, wenn das Chassis z.B.ganz oben und der BR Port ganz
unten in einer hohen Säule montiert ist.

Das muss nicht schlecht sein, ist aber mit dem reinen
Helmholtz basierten Modell nicht mehr exakt
vorauszuberechnen und bedarf einer entsprechenden
Simulation der Gehäuseimpedanz. Es gibt also einen
stufenlosen Übergang zwischen BR und versch. Varianten
von "Quarterwave" Gehäusen. Diese haben eine Grundresonanz
als Längenresonanz der im Gehäuse befindlichen Luftsäule
bei einem Viertel der Wellenlänge. Letztere Gehäuse werden
in deutschen Zeitschriften oft pauschal als
"Transmissionline" bezeichnet ...

BR und "Quarterwave" Gehäuse weisen an ihrer
Abstimmfrequenz zwischen den verschobenen Volumina von
Chassis und Port jeweils einen Phasenunterschied von
90 Grad auf.

Zu 3) Die Abstrahlung in den Raum und ausreichend freier
Querschnitt in der Umgebung der Öffnungen sind zu berück-
sichtigen (innen und außen).

Die BR Öffnung nach hinten zu legen kann dazu
beitragen, unerwünschte Abstrahlung im Mittenbereich
etwas zu "verbergen".

Bei einer Regalbox wird es dann jedoch schwer, eine
hinreichend freie Abstrahlung zu garantieren ...

Die stärkste Anregung des Raums durch den Port findet bei
der Abstimmfrequenz in der Nähe von Begrenzungsflächen und
Ecken statt.

Ein BR Port in Boden- oder (Raum) Kantennähe kann sich also
durchaus merklich anders verhalten, als ein Port mit großer
Entfernung (1m) zum Boden (z.B. Regalbox auf Ständer).

Der Volumenstrom der Öffnung sollte vorzugsweise parallel
zu den infrage kommenden Begrenzungsflächen
(Boden, Seitenwände, Raumkanten ...) austreten.
Wenn nicht (BR Öffnung zeigt z.B. auf Boden mit rel.
geringem Abstand) verlängert sich die eff. Länge des Kanals
(größere Massereaktanz auch Reibungsverluste können
ansteigen) und die Abstrahlung wird geringer.

Eine Verlängerung der eff. "akustischen" Kanallänge tritt
aber auch durch (zum Volumenstrom) parallele
Begrenzungsflächen in unmittelbarer Nähe der Öffnung ein.

Solche "Spielereien" mit müssen dann gesondert
berücksichtigt werden und weichen von "Lehrbuchabstimmungen"
etwas ab.

_____

Die richtige Wahl der Position ist also - wie fast immer -
eine Kompromissfindung. Sie wird bei einer 2-Wege Box auch
von anderen Kriterien mitbestimmt werden als bei einem
Subwoofer ...


Viele Grüße

Oliver (alias LineArray)


walwal 11.07.2019 11:02

Zitat:

Zitat von Epic (Beitrag 448025)
....
Ich frage mich jedoch noch, wie Boxsim bei der Simu unter dem Reiter Maximalpegel dann diesen bei BR bestimmt, da bei den Chassidaten lediglich die Abstimmfrequenz und das Volumen angegeben werden. Die BR Öffnung ist ja nicht bekannt?

Wahrscheinlich wird einfach auf den Maxpegel bei CB 6 dB addiert, denn das ist Standard. Bei exotischen Abstimmungen passt das wohl nicht. Und der Raum fehlt ja auch noch, also nicht zu viel von der Simu erwarten.;)

goofy_ac 11.07.2019 11:27

Zitat:

Zitat von walwal (Beitrag 448021)
... In Boxsim kannst du erkennen, ob der Querschnitt reicht oder die Box komprimiert

Frage am Rande: Wo / wie genau lässt sich eine Kompression in Boxsim erkennen? :confused:

walwal 11.07.2019 11:49

Hier bei Max SPL

http://www.visaton.de/vb/attachment....2825623http://

50 L auf 30 Hz mit variabler Rohrlänge abgestimmt:

Durchmesser SPL Max
12................105
10................102
8...................96
6...................91
4...................82

jama 11.07.2019 11:54

und eine auslenkung von 43 mm :confused:...kaputt :D

walwal 11.07.2019 12:00

Manche TT vertragen das nicht, stimmt. Dafür hat man ja den Maxpegel bei Boxsim. Wer nur auf einen Parameter optimiert, hat sowieso verloren.:D

goofy_ac 11.07.2019 12:30

Komprimierende Box heißt also, man liegt unterhalb des größtmöglichen Wertes für SPLmax, es wird nicht alle mögliche Energie über den Reflexkanal abgegeben. Bedeutet, dass man für SPLmax ebenfalls ein Maximum anpeilt, das Maximum für die (hörgewohnheitlich) angestrebte "Tiefenausbeute" aller Wahrscheinlichkeit nach mit anderer Abstimmung zu finden ist - und man deshalb irgendwo bei einem Mittelwert landet, bei dem einem beide Parameter verträglich erscheinen - richtig?

Danke :)

walwal 11.07.2019 14:03

Also, das ist mir zu hoch.:eek:

Fakt ist, dass ein BR-Kanal, der komprimiert, Strömungsgeräusche erzeugen kann, wobei der Übergang fließend ist. Und der Kanal wirkt dann nicht mehr optimal.

In der Praxis scheitert das oft daran, dass man den Kanal nicht mehr "in das Gehäuse bringt" oder er zu lang wird. Speziell bei tiefen Abstimmungen, dann setzt man besser eine Passivmembran ein.

nlcarbon 11.07.2019 14:26

War nicht 1/3 SD als Querschnitt des BR-Kanals Faustformel?

Das wäre pro Al200 allerding knappe 10cm Duchmesser was dann schon gewaltige Rohrlängen bei einer Abstimmung auf 30hz mit sich bringt!

Naja, ich weiß schon warum ich immer CB baue, klingt eh sauberer "hust" :D

goofy_ac 11.07.2019 14:35

...und ich dachte grad, ich hätte was verstanden :cool:
Trotzdem Danke!

walwal 11.07.2019 15:10

Zitat:

Zitat von nlcarbon (Beitrag 448036)
War nicht 1/3 SD als Querschnitt des BR-Kanals Faustformel?

Das wäre pro Al200 allerding knappe 10cm Duchmesser was dann schon gewaltige Rohrlängen bei einer Abstimmung auf 30hz mit sich bringt!

Naja, ich weiß schon warum ich immer CB baue, klingt eh sauberer "hust" :D

10 cm Durchmesser und 30 Hz ergibt 35 cm Länge und bei 50 L 102 dB SPL max, das geht noch.

Epic 11.07.2019 19:09

So richtig verstehen kann ich das BR-Tool nicht. Es werden ja hier keine Chassisdaten verwendet, woher soll die SPLmax kommen und woher die Angabe der maximalen Strömungsgeschwindigkeit?

Epic 11.07.2019 19:38

Denke ich werde 2x das 25.50 von Visaton verwenden, damit komme ich mit den 70 L auf 32 Hz. Das passt also sehr gut und da das BR-Rohr auch für ein 200er TT verwendet wird, sollten 2 Stück auch für 2x TT passen.

walwal 11.07.2019 20:27

Zitat:

Zitat von Epic (Beitrag 448040)
So richtig verstehen kann ich das BR-Tool nicht. Es werden ja hier keine Chassisdaten verwendet, woher soll die SPLmax kommen und woher die Angabe der maximalen Strömungsgeschwindigkeit?

Die Werte beziehen sich allein auf den Kanal. Bei der Abstimmfrequenz bewegen das Chassi und der Kanal die gleiche Luftmenge, (aus Fläche x Hub) ergo.....

Epic 11.07.2019 20:45

Zitat:

Zitat von walwal (Beitrag 448045)
Die Werte beziehen sich allein auf den Kanal. Bei der Abstimmfrequenz bewegen das Chassi und der Kanal die gleiche Luftmenge, (aus Fläche x Hub) ergo.....

Ja, das ist klar. Nur hat die Chassiswahl keinen Einfluss auf die angezeigten Werte. Ein BR Port alleine wird wohl keine Luft verschieben, schätze ich.

walwal 11.07.2019 22:04

Exakt. Hat auch niemand behauptet. Der SPL max des Kanals hat auch nichts mit dem Maximalpegel des gesamten LS gemeinsam. Der enthält die Chassiswerte und die Wirkung des BR-Kanals mit richtiger Auslegung, also + 6 dB.

Epic 11.07.2019 22:35

Ich verstehe einfach noch nicht so richtig die Aussage der angezeigten Werte wenn keine Abhängigkeit zu einem Chassi besteht. Wie soll ein Gehäuse mit Loch SPLmax oder Vmax besitzen.

Sicher das es nicht nur 3dB sind? Dürfte ja maximal die Addition zwei gleichlauter Schallquellen sein.

walwal 11.07.2019 22:45

Weil ab einer bestimmten Luftgeschwindigkeit im Kanal die Strömung turbulent wird. Und es sind 6 dB.

"....Addition von Pegeln Die gleichen Signal-Additionen wie oben, jetzt aber in Dezibel. Merke: Niemals dürfen die dB-Werte der einzelnen Signale direkt addiert werden! 1. Addition von gleich großen kohärenten Pegeln. Es gilt vektormäßige "Addition".Der Amplitude 1 entspricht 20 · log 1 = 0 dB. Der Summen-Amplitude 1 + 1 = 2 entspricht 20 · log 2 = +6 dB. ....."

http://www.sengpielaudio.com/Additio...nUndPegeln.pdf

Epic 12.07.2019 08:18

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Moin walwal,

habae andere Aussagen gefunden:
Die Addition zweier gleicher Schallpegel führt zu einem um drei Dezibel höheren Summenpegel, was aufgrund der Definitionen im*Abschnitt 2.4.1*einer Verdoppelung der Schalleistung entspricht. Somit gilt z.B.

55 dB(A) + 55 dB(A) = 58 dB (A)

https://www.staedtebauliche-laermfib...?p=88&p2=2.4.2

Und im Anhang.

Aber ändert alles nichts an dem Projekt. Hoffe das die BR Auslegung so gut ist.

jama 12.07.2019 09:45

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ich bestätige 10x log2 fuer 2 selbe schalquellen = +3dB


wenn verschieden :
10*log (10 N1/10 + 10 N2/10 + ...+10 Nn/10).

beispiel:
S1 : 87 dB + S2 : 87 dB + S3 : 91 dB + S4 : 67 dB

ergebnis 93,55 dB


http://www.genie-acoustique.com/spip.php?rubrique36


10 N1/10 ---> 10 = anti-log auf einem rechner

walwal 12.07.2019 09:45

Das gilt für inkohärente Schallquellen.;)
http://www.sengpielaudio.com/Rechner-kohquellen.htm

http://www.sengpielaudio.com/Pegelad...llquellenB.gif

Die Addition zweier kohärenter Druck- oder Spannungspegel ist:
Formel kohärente Signale
Die Addition zweier pegelgleicher Werte ergibt hier eine Anhebung des Gesamtpegels von (+)6 dB.
Dieses erhält man bei gleicher Ansteuerung von zwei dicht nebeneinander stehenden Lautsprechern.


Die Addition zweier inkohärenter Druck- oder Spannungspegel ist:
Formel inkohärente Signale
Die Addition zweier pegelgleicher Werte ergibt eine Anhebung des Gesamtpegels von (+)3 dB.
Diese Gleichung wird sowohl für die elektrische Addition inkohärenter Signale, als auch für die
Berechnung des Energiepegels zweier Lautsprecher verwendet.

Hilft aber nicht weiter. Wie schon geschrieben, bauen und messen/hören hilft weiter.

Timo 12.07.2019 09:52

https://youtu.be/aiWZzb5qEYw

link

Es gelten die folgenden Beziehungen:
Verdoppelung der Schallleistung: + 3 dB (weil 20·log(?2) = 3.01)
Verdoppelung des Schalldruckes: + 6 dB (weil 20·log(2) = 6.02)
Verzehnfachung der Schallleistung: + 10 dB (weil 20·log(?10) = 10)
Verzehnfachung des Schalldruckes: + 20 dB (weil 20·log(10) = 20)

Man muss zwischen Schall-Leistung und Schall-Druck unterscheiden

Gruß Timo


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