Frequenzgangveränderung über Zeit

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  • walwal
    antwortet
    Vieleicht (sicher) reagiert Schafwolle auf Feuchtigkeit. Oder sie verfilzt durch Vibration.

    Oder da sind Motten drin.

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  • Soundyman
    antwortet
    Hallo Walwal,

    Danke für Mitdenken. Das fragte ich mich auch und nahm die weiteren B80 basierten Boxen in den Check, aber auch zwei andere Boxen. Alle B80 Boxen war es gemeinsdam, den anderen nicht.

    Alle B80 Boxen haben die Visaton Schafwolle drin (Artikel 5069), alle mit doppelter Dichte gefüllt. Der Verdacht auf die Dämpfung kommt daher, dass ich mit dem B80 Chassis auch einem sog. "Mundsimulator" baute, wie er zum Testen vom Telefon-Sprechgarnituren Vorschrift ist - um PC Headsets testen zu können (kleines Böxchen mit einer 2 cm Offnung, um die Abstrahlung des Mundes nachzubilden, z.B: http://www.gras.dk/44ab.html). Das ging soweit gut, dass ich ähnlichen Frequenzgang und Klirrwerte wie B&K resp. GRAS erhielt, diese Minibox aber nicht zeitstabil war. So eine Konstruktion braucht extrem dichte Dämmung -. vor und hinter der Membran - und ich brachte sie schlicht nicht langzeitstabil hin. Da ich selbst keine Blechteile fertigen konnte (das Böxchen ist aus Keramik und Holz), waren die hochgradig gepressten Dämmmatten offenbar dauernd in Bewegung.

    Ich habe dann dieses "Projektchen" abgebrochen; die Gehäusefront hat beim Prototyp (Bild) noch nicht die benötigte, gerundete Form.
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  • walwal
    antwortet
    Solange die Steinwolle nicht an die Membran kommt, ändert sich nichts im Laufe der Zeit.

    Kann es an Temperaturunterschieden liegen?

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  • Soundyman
    antwortet
    Hallo Lutz,

    STI (Speech intelligibility index) ist eine objektive Methode Sprachverständlichkeit zu messen - mit etlichen Mängeln behaftet, aber das beste was es z.Z. gibt. Wenn z.B. ein Flughafen neu gebaut wird, muss vor der Eröffnung die ganze Publikumszone per STI oder STIPA vermessen um sicherzustellen, dass die Lautsprecheransagen überall verständlich sind. Bei nationalen Flughäfen benügt ein STI Werte von 0.5; internationale braucht es 0.7 STI, weil Leute anderer Muttersprache eine bessere Tonqualität der PA-Analge brauchen für gleiche Verständlichkeit des Textes.

    STIPA ist eine vereinfachte STI Methode, die sich stark für PA-Anwendungen durchgesetzt hat, weil sie sich leichter in mobilen Geräten implementieren lässt und Geräusche besser (ohne Nacharbeit richtig) berücksichtigt. Will man den "unbelebten" Raum messen - also quasi nur die akustische Qualität des Raumes, ist STI mit Impulsmessmethode besser geeignet, denn dabei werden viele andere Informationen wie Nachhallzeit, EDT etc auch gleich erfasst (resp. sogar noch nachträglich bestimmbar, wenn man die Impulsantwort abgespeichert hat).

    Nun, die Basis von STI sind die Modulationstransferwerte des Raumes - und die sind hochinteressant. Genau gleich wie bei Objektivtests zeigen MTF Werte die "Verschwommenheit" des Klanges (Bildes) an. Beispielsweise haben alle Bassreflex Boxen die ich untersuchte deutlich schwächere MTF Werte im Bassbereich als geschlossene Boxen - der erweiterte Frequenzgang per BR fordert seinen Tribut - der Bass verliert an "Trockenheit", an absoluter Präzision.

    STI Boxen gibt es auf dem Markt von NTi-Audio und Bruel&Kjear zu kaufen. Erster hat seinen Schwerpunkt bei STIPA, zweiter bei STI (für PC basierte Auswertung). Das sind hochspezialisierte, teure Produkte mit eingebauten Signalgeneratoren.

    Grüsse

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  • Lui
    antwortet
    Vielleicht findest du hier eine Lösung für dein Problem:

    Die Tradition verlangt Reflexboxen nur durch eine Wandbelegung zu bedämpfen. Sonst wäre die Hinderung der Reflexfunktion zu deutlich, es gibt weniger

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  • Lui
    antwortet
    Verstehe die Frage nicht, wenn du dass so genau messen kannst.

    Allerdings kenne ich auch keine "Sprachverständlichkeitsmessboxen (STI/PA)"

    Würde mich aber interressieren, was das ist.

    Grüße Lutz

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  • Soundyman
    hat ein Thema erstellt Frequenzgangveränderung über Zeit.

    Frequenzgangveränderung über Zeit

    Ich habe vor einem Jahr Sprachverständlichkeitsmessboxen (STI/PA) gebaut und die müssen per Equalizer auf etwa 0.5 - 1 dB frequenzgangsmässig flachgebügelt werden (EN 60268-16, Oktav- oder Terzmessung). Vor ein paar Tagen einen Check gemacht - und oh Schreck - der Frequenzgang hängt in der Mitte gut 2 dB durch. Die B80 Chassis basierte Box ist recht klein (etwa 2 Liter), da die Aussenmasse aus Abstrahlungsgründen klein sein müssen.

    Mein Verdacht ist nun, dass das Dämm-Material, welches ich in doppelter Dichte gegenüber der Visaton Empfehlung rein tat, um das Volumwen wirkunsgmässig etwa zu vergrössern, sich - weil unter Druck stehend - verändert hat.

    Hat da jemand Erfahrungen dazu ? Darf das Bämmmaterial nur lose ohne Druck eingebracht werden ?
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