Frequenzgangveränderung über Zeit

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  • walwal
    antwortet
    .....b80

    8 cm (3,3") High-End-Breitband-Lautsprecher mit hervorragend ausgeglichenem Übertragungsverhalten. Durch das Zusammenspiel der beschichteten Papiermembran....

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  • boxworld
    antwortet
    Hallo Soundyman,

    waren die Chassis bei der ersten Messung eingespielt?
    Ich denke bei einer solchen geforderten Genauigkeit würde ich die Chassis min 48 Std. Mit gutem Pegel einspielen.
    Hat der B80 eine Beschichtung oder kann Luftfeuchtigkeit in die Membran dringen und die Parameter verändern, vielleicht hilft Beschichten/Versiegeln.

    Gruss Marc

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  • broesel
    antwortet
    Zitat von kmm
    rechte Mousetaste drücken und blablabla
    Hey, dem funktioniert! Danke!

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  • kmm
    antwortet
    Was muss jemand.. tun, um die vom Soundyman eingestellten Bilder.. sichtbar zu machen?
    the yellow snow "eaten"

    sorry broesel, der mußte sein. Zur Problemlösung kann ich leider nichts beitragen.
    Vielleicht versuchst du es mal mit Mozilla Firefox.
    Ansonsten hilft gelegentlich rechte Mousetaste drücken und anschließend im nun gezeigten
    Menu "Öffnen" mit linke M-taste klicken und die als Fußnote erscheinende
    Aufforderung "Öffnen" mit "OK" bestätigen
    , irgend so was in der Art.

    mfgm

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  • broesel
    antwortet
    Was muss jemand, wo sich zwar mit Analog aber nicht mit Digital auskennt, tun, um die vom Soundyman eingestellten Bilder sich sichtbar zu machen?

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  • Soundyman
    antwortet
    Sorry,

    mir ist ein Fehler unterlaufen; die Pegelerhöhung brachte mich ins Grübeln und so kam ich darauf, dass versehentlich in einem Equalizer-Profil eine andere als die übliche Filter-Bandbreite genutzt wurde und beim manuellen Uebertragen der Filter-Werte die Bandbreite vergessen ging.

    Die Pegelerhöhung scheint noch 1 - 1.5 dB auszumachen; dies mit eine Speech-Messsignal.

    Frequenzgang und Entzerrung sind damit auch leicht anders, da ich den Lautsprecher neu einmessen musste. Ergo gibt es zwei neue Bilder.
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  • Soundyman
    antwortet
    Voila, der Versuch ist unterwegs:

    - Bild 1 zeigt wie die STI Messboxen überhaupt aussehen; etwa 1 Liter Volumen. Dünnwandiger Keramik-Blumentopf. Bei einem Exemplar wurde das Gehäuse innen mit dicken (schwerer Vorhangstoff), Araldit-durchtränketen Lappen ausgekleidet zwecks Resonanzversteifung, brachte aber keine Unterschiede.

    - Bild 2 und 3: Vergleiche über das alte (Schurwolle) zu neue Füllvolumen (noch die Hälfte).

    - Aus Bild 4 kann man erahnen, dass das Chassis die Gämmmatten berühren, aber nicht quetschen wird.

    - Bild 5 zeigt den per Equalizer eingestellten Frequenzgang

    - Bild 6 die Equalizer-Einstellungen

    Die Menge Dämmmaterial wurde halbiert; der Schallpegel stieg (Breitband, A bewertet um etwa 3.2 dB.

    Mal sehen, wie der Frequenzgang in ein paar Monaten aussieht.

    Mir erscheint diese Menge Dämmmaterial schon irgendwie angebrachter...
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  • aurelian
    antwortet
    Nimm Schaumstoff als Dämmmaterial, das läßt sich exakt zuschneiden, bis auf den Zentimeter. Habe gerade selber 200 Liter an Schaumstoffplatten so eingebaut....

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  • F.H.
    antwortet
    Das wäre eine Erklärung. Ich bin gespannt, wie die Messung nach ein paar Monaten aussieht.

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  • Soundyman
    antwortet
    Hallo F.H.

    per Fc kann ich mir die Sache nicht erklären, ich erklär es mir folgendermassen und mach einen Versuch und sehe dann weiter:

    Beim Einbau des B80 habe ich das Füllmaterial (dopplete Menge nach Visaton-Regel) per Hand hineingequetscht, so dass ich die Kabel gut verlegen und den Lautsprecher ohne grossen Gegendruck anschrauben konnte. Ich habe am Folgetag den Equalizer eingestellt und da war die Sache gut.

    Ich nehme an, dass im Jahr dazwischen, sich die Schafwolle wieder gestreckt hat und nach vorne zum Chassismagneten gerückt ist; unterstützt durch die Schwingungen.

    Damit kommt das Dämmaterial weiter nach vorne zu liegen, wo es nun mal wirksamer ist, weil die Luft-Geschwindigkeit der tieffrequenten Schwingungen vorne stärker ist als an der schallharten Rückwand. Das Maximum am Wirksamkeit gibt es zwischen 1/4 und 1/2 der Wellenlänge und dort - bei etwa 1 kHz mit dem kleinen Gehäuse - ist die Delle auch am stärksten. Zu höheren Frequenzen schwingt die Membrane zunehmend weniger mit der ganzen Fläche - und die Delle nimmt ab.

    So werde ich die Lösung angehen: Die Dämmmatte in Rondellen schneiden, die genau ins Gehäuse passen und davon soviele machen, so dass es bis an dem Magneten reicht, ohne zu quetschen.

    Dann Frequenzgang einstellen und nach etlichen Monaten nachmessen.

    Grüsse

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  • F.H.
    antwortet
    Hallo Soundyman,

    vielen Dank für die Infos. Der Frequenzgang meiner PC-Boxen ist in einem Meter Abstand schon ziemlich zerklüftet (z.B. durch Reflexionen am Schreibtisch). Kein Wunder, dass der STI-Wert nicht durchweg optimal ist.

    Ich bin gespannt, wie sich das mit dem durchhängenden Frequenzgang erklären lässt. Ein dynamischer Lautsprecher zeigt so ein Verhalten keinesfalls.

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  • Soundyman
    antwortet
    Hallo F.H.,

    Deine STI Werte sind typisch; unten ein Bild wie der mittlere MTF Wert schnell in einem durchschnittlichen Wohnzimmer zerfällt - d.h. der Klang wird durch Reflektionen verschmiert (Raster der Messpunkte: 1.5 x 1.5 Meter).

    Meine kleine B80-basierte STI-Box erreicht Freifeld bei 60 dB(A) in einem Meter Abstand einen STI-Wert von 0.9988 - die Werte in deinem Bild sind also vollständig raumbedingt.

    Grüsse
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  • Soundyman
    antwortet
    Hallo F.H.

    Danke für den Input bezüglich fc, ich muss dem mal nachgehen. Die Vor- / Nach Situation ist klar; die Box war terzmässig innerhalb +/- 0.4 dB; danach hing der Frequenzgang wie ein Hängematte im der Mitte um gut 2 dB durch.

    Ich benutze auch ARTA für die Full-STI-Messungen. Ich kenne nur zwei Raumsuiten, die wirklich Klasse 1 konform ausgelegt sind, die populären Produkte sind es nicht und damit sind die Resultate nicht absolut vergleichbar. Das andere Produkt heisst DIRAC, kommt von AE / B&K und kostet ganz anders.

    Allerdings sind ARTA's Terz- / Oktav-Bänder nicht automatisch nach der Installation Klasse 1 konform; dass muss man aktivieren. Zuunterst in Kapitel 2.2.3 wird erklärt wie.

    Mit der Filterumstellung auf Butterworth hat sich bei mir die Kalibration ganz leicht verstellt; also zuerst die Filter umstellen und dann Kalibrieren - wenn man Klasse 1 Konformität denn überhaupt will.

    Grüsse

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  • F.H.
    antwortet
    Zitat von Soundyman
    ...der Frequenzgang hängt in der Mitte gut 2 dB durch.
    Ich kann mir nicht erklären, warum der Frequenzgang im mittleren Bereich abgesenkt werden sollte. Dämpfungsmaterial unterdrückt stehende Wellen (Resonanzen) im Gehäuse, der Gesamtpegel wird aber nur im Bereich der Resonanz fc reduziert. Oder ist in dem kleinen Volumen fc so hoch, dass Du das als "in der Mitte" bezeichnest? Messkurven vorher/nachher wären hilfreich zur Beurteilung.

    Übrigens: STI (Speech Transmission Index) lässt sich auch mit ARTA messen. Ich habe unten eine Beispielmessung von meinen PC-Lautsprechern (zwei B 80) in 1 Meter Abstand angefügt.
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    Zuletzt geändert von F.H.; 27.07.2014, 18:57.

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  • Lui
    antwortet
    Zitat von Soundyman
    Hallo Lutz,

    STI (Speech intelligibility index) ist eine objektive Methode Sprachverständlichkeit zu messen - mit etlichen Mängeln behaftet, aber das beste was es z.Z. gibt. Wenn z.B. ein Flughafen neu gebaut wird, muss vor der Eröffnung die ganze Publikumszone per STI oder STIPA vermessen um sicherzustellen, dass die Lautsprecheransagen überall verständlich sind. Bei nationalen Flughäfen benügt ein STI Werte von 0.5; internationale braucht es 0.7 STI, weil Leute anderer Muttersprache eine bessere Tonqualität der PA-Analge brauchen für gleiche Verständlichkeit des Textes.

    STIPA ist eine vereinfachte STI Methode, die sich stark für PA-Anwendungen durchgesetzt hat, weil sie sich leichter in mobilen Geräten implementieren lässt und Geräusche besser (ohne Nacharbeit richtig) berücksichtigt. Will man den "unbelebten" Raum messen - also quasi nur die akustische Qualität des Raumes, ist STI mit Impulsmessmethode besser geeignet, denn dabei werden viele andere Informationen wie Nachhallzeit, EDT etc auch gleich erfasst (resp. sogar noch nachträglich bestimmbar, wenn man die Impulsantwort abgespeichert hat).

    Nun, die Basis von STI sind die Modulationstransferwerte des Raumes - und die sind hochinteressant. Genau gleich wie bei Objektivtests zeigen MTF Werte die "Verschwommenheit" des Klanges (Bildes) an. Beispielsweise haben alle Bassreflex Boxen die ich untersuchte deutlich schwächere MTF Werte im Bassbereich als geschlossene Boxen - der erweiterte Frequenzgang per BR fordert seinen Tribut - der Bass verliert an "Trockenheit", an absoluter Präzision.

    STI Boxen gibt es auf dem Markt von NTi-Audio und Bruel&Kjear zu kaufen. Erster hat seinen Schwerpunkt bei STIPA, zweiter bei STI (für PC basierte Auswertung). Das sind hochspezialisierte, teure Produkte mit eingebauten Signalgeneratoren.

    Grüsse
    Danke!

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