Taub durch Kopfhörer
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Ich sag nicht umsonst immer: "ich will meine Ruhe beim Musikhören"...
Wenn man mal einfach Aufnahmen von Umgebungsgeräuschen machen will (Vogelgezwitscher, Laubrascheln usw.) bemerkt man beim anhören über die Monitore erst, welchem Umgebungslärmpegel man ständig (auch in "ruhiger Umgebung") ausgesetzt ist, da ist vom Vogelgezwitscher fast nichts mehr zu hören, Flugzeuge, LKWs von der 400m entfernten Bundesstraße, Autos in der Ortschaft,...
das alles blendet unser Gehirn fast vollständig aus, belastet aber deshalb nicht weniger. -
Doctrin,
genau da liegt der Hase im Pfeffer: wir sind permanent von Lärm aller Art umgeben. Sicher ist das Musikhören mit Kopfhörern allein weder schädlich noch bedenklich. So richtig zum Problem wird das Ganze erst dann, wenn jegliche audielle Regenerationsphase (z.B. die Freizeit) auch noch mit Lärm gefüllt ist. Da kumulieren dann das Handygequäke, die Soundkulisse am Rechner, Verkehrslärm, das Geschrei im Klassenzimmer usw., was die Dosis des "Verträglichen" an Musik viel stärker herabsetzt als man es selbst merken würde.
Zu verharmlosen gibt es bei diesem Thema wirklich nichts! Die Threadüberschrift sagte zwar etwas platt "taub durch Lärm", aber die möglichen Folgen, die wir bei vielen Jugendlichen (und in der Folge auch bei den späteren Erwachsenen) sehen, sind weitaus vielfältiger.
So ist z.B. ein Zusammenhang zwischen zu hohem Lärm einerseits und abnehmender Konzentrationsfähigkeit und Gedächtnisleistung andererseits empirisch gut belegt.
Ebenfalls sehr platt könnte man also fragen: "Arbeitslos durch Lärm?" oder "Doof durch Lärm?"...Einen Kommentar schreiben:
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Nur tut rauchen nicht sofort weh, also ich merke wenn ich mich mit Lautstärke überanstrenge.
Ach ja und eine andere Lärmquelle sind Klassenzimmer...120dB MaxEinen Kommentar schreiben:
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Genau das ist das gleiche DIng, wie bei dem Jugendlichen. Klar hat der gehört, das es schädlich ist, er macht es trotzdem. Raucher rauchen auch, obwohl die Lunge schwarz wird und sie Krebs bekommen könnten...
StefanEinen Kommentar schreiben:
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Ist sie...aber ich mache es auch und bin mir bewusst, dass es verboten ist.
Andere Gründe benötige ich nicht um mich zu rechtfertigen.Einen Kommentar schreiben:
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Ich bin noch nicht ganz taub, habe aber einen ausgewachsenen Tinnitus, das ist nicht so besonders lustig.
Mich verwundert immer, wenn ich sehe, wie sich die Kiddies noch unterhalten können trotz der Stöpsel in den Ohren. Wenn ich meine InEars auf dem täglichen Arbeitsweg trage, höre ich gerade mal noch so die Sirene vom Polizeiauto. Ich weiß natürlich, dass das Tragen von Kopfhörern auf dem Fahrrad verboten ist, sehe aber kaum einen anderen Radler ohne.Einen Kommentar schreiben:
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Naiv ist daran, zu glauben, das die Jugendlichen darauf hören und deshalb leiser drehen. Mich hats als Jugendlicher auch nicht interessiert und es gab viele Leute, auch die Schule, die mich aufklärten.
Gehörlosigkeit etc. ist keine Erkrankung? Blindheit auch nicht?Das sind keine Erkrankungen, sondern da ist ganz einfach etwas kaputt. Und das bleibt dann auch so.
Pubertierende Menschen schon...Zum einen muß man den Leuten natürlich mal erklären, was Lärm ist, wo er anfängt und was er anrichtet. Andererseits ist jeder selbst schuld, wenn er mit seinen Earbuds einen ganzen U-Bahn-Wagen bei voller Fahrt beschallt. So hirnlos daß man nicht darauf kommt, daß das schlecht für die Ohren ist, kann ein lebender Mensch doch gar nicht sein.Einen Kommentar schreiben:
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Das halte ich ehrlich gesagt für Unsinn. Was ist naiv daran, die Jugendlichen über Gehörschäden aufzuklären? Das macht halt anscheinend kaum jemand. Da sind nicht nur die Eltern gefragt, sondern das ganze Bildungssystem.Klar ist es so, das der Nutzer den Lautstärkeregler nicht aufdrehen muss. Aber er kann und als Jugendlicher macht man es zu weit. Allein schon, weil man nicht weiß, ab wann es schädlich ist. Es interessiert den Jugendlichen auch nicht. Will man jetzt wirklich den Jugendlichen sagen, Du Depp, Du hast zu laut gehört? Das kann doch nicht ernst gemeint sein, so viel Naivität kann doch Niemand an den Tag legen.
Das sind keine Erkrankungen, sondern da ist ganz einfach etwas kaputt. Und das bleibt dann auch so.Allerdings sehe ich es auch so, dass man nicht sagen kann, Kopfhörer sind Schuld an eventuellen Erkrankungen. Das ist zu einfach. Es ist schon die Art des Nutzens. Also ein Gemisch aus der Technik und des Nutzers. Und genau da sehe ich das Problem.
Zum einen muß man den Leuten natürlich mal erklären, was Lärm ist, wo er anfängt und was er anrichtet. Andererseits ist jeder selbst schuld, wenn er mit seinen Earbuds einen ganzen U-Bahn-Wagen bei voller Fahrt beschallt. So hirnlos daß man nicht darauf kommt, daß das schlecht für die Ohren ist, kann ein lebender Mensch doch gar nicht sein.
Übrigens halte ich seit einiger Zeit in der U-Bahn die Augen offen. Die meisten Leute, die Kopfhörer tragen, haben Earbuds und hören so leise Musik, daß man nichts davon mitbekommt.
Ich hab auch den Eindruck, als wäre es seltener geworden, daß jemand mit seinem Handy die Umwelt akustisch verschmutzt (was ich an Stelle der Verkehrsbetriebe verbieten würde, das fotografieren von U-Bahnen und Bahnhöfen ist ohne Genehmigung angeblich auch nicht erlaubt).Einen Kommentar schreiben:
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Zumal InEars deutlich weniger gesundheitsschädlich wären, denn man muss nicht noch zusätzlich durch die Lautstärke die Umgebungsgeräusche abdecken. Wenn ich meine Westones (InEars) drin habe, dann höre ich von aussen kaum noch was. Fast so, als wenn ich auf der Arbeit Gehörschutz tragen würde. Und dann brauche ich meinen Meizu nichtmal zu 50% aufdrehen, weil es mir ansonsten zu laut würde....Und selbst wenn: Wozu gibts Kopfhörerverstärker ;-) Damit krieg man wieder seine volle Dynamik! (Ich spreche extra von Dynamik, nciht von Lautstärke!)
Sind Kopfhörer heute bei Jugendlichen eigentlich noch ein Problem? :-P So viele Kiddiz, die in Bus und Bahn mit ihren Handys den Bus beschallen *G*
LGEinen Kommentar schreiben:
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Ich finde die Argumentationen hier genauso polemisch wie die der Politiker.
Klar ist es so, das der Nutzer den Lautstärkeregler nicht aufdrehen muss. Aber er kann und als Jugendlicher macht man es zu weit. Allein schon, weil man nicht weiß, ab wann es schädlich ist. Es interessiert den Jugendlichen auch nicht. Will man jetzt wirklich den Jugendlichen sagen, Du Depp, Du hast zu laut gehört? Das kann doch nicht ernst gemeint sein, so viel Naivität kann doch Niemand an den Tag legen.
Das Problem ist aber, das man von Seitens der Industrie nicht allzuviel machen kann. Da kauft sich Jemand nen Hochwirkungsgrad starken und schlecht abdichtenden Kopfhörer und schon ist das Kind im Brunnen.
Allerdings sehe ich es auch so, dass man nicht sagen kann, Kopfhörer sind Schuld an eventuellen Erkrankungen. Das ist zu einfach. Es ist schon die Art des Nutzens. Also ein Gemisch aus der Technik und des Nutzers. Und genau da sehe ich das Problem.
Ansonsten ist klar, dass die Eltern gefragt sind. Aber welcher Jugendliche interessiert sich für das Geschwätz seiner Eltern?
Alles nicht so einfach...
Gruß
StefanEinen Kommentar schreiben:
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Kleinstweich,
nicht die Untersuchung ist das Abstoßende, sondern wie darauf wieder reagiert wird..bzw nicht reagiert wird.
Ist das gleiche wie mit den Teddybären-Plärmonstern, wobei ich das wenigstens noch nachvollziehen konnte.
Aber hey keine Angst, keins der Kiddies rennt noch großartig mit Kopfhörern ...oder angeschnallten Teddies am Kopf rum.

P.S.: Kleinstweich, die wirklich verbreiteten KH sind die EarBuds...InEars "sperren" den Fremdschall aus, meist so -26...-50dB und können somit leiser gehört werden.Zuletzt geändert von doctrin; 07.11.2008, 23:34.Einen Kommentar schreiben:
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Das mit der Pegelbegrenzung können die eh nicht durchbringen oder?
Immerhin ist die Kombination aus LS und Verstärker entscheident.
Meine Shure 32Öhmer haben einen Wirkungsgrad von 126db/mW und der Cowon-Verstärker schafft an 16Ohm ca 2*70mW....wie will mich dieser Staat stoppen
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Das Kernproblem ist meiner Meinung nach, daß es anscheinend Politiker gibt, die denken, daß Abspielgeräte die eine bestimmte Lautstärke erreichen können, dies dauerhaft tun und deswegen gehörschädigend sind.
Deswegen bräuchte man jetzt eine Pegelbegrenzung auf 100dB (oder?). Nur gut, daß eine Viertelstunde 100db(A) so schädlich sind, wie acht Stunden 85db(A) und Lärmbereiche ab 90dB(A) (äquivalentem Dauerschallpegel) kennzeichnungspflichtig sind (angeblich). Dort ist man dazu verpflichtet einen Gehörschutz zu tragen (als Arbeitnehmer).
Aber von dieser Sorte Dummheit wurde die Welt doch schon immer und überall regiert. Was ist daran so ungewöhnlich?Einen Kommentar schreiben:
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Und noch eines der eher dümmlichen News, die "The Who" als Kopfhörer-Verkrüppelte-Taube darstellt.
Man ist doch selbst schuld wenn man (vielleicht sogar im Vollrausch) zu viel Gas gibt...
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