Alt 06.10.2019, 18:29   #1
We-Ha
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MPX Flächen-Verbindung mittels Epoxyd

Jetzt muß ich auch mal anfragen, da ich mich mit diesem Thema noch nie beschäftigt habe und auch keinerlei Erfahrungen sammeln konnte.

Wie verhalten sich eigentlich Holzverbindungen, wenn sie mit Epoxydklebern erstellt werden ?
Gemeint sind, wie verhalten sich Plattenwerkstoffe (hier Birke MPX, 12 und 4 mm) wenn sie schichtenweise aufeinander geleimt werden ?
Ich habe angenommen, dass ich mit Weißleim verleimt eine gute Verwindungs-Stabilität erreiche.
Dem scheint aber nicht so, 85mm Riegel lassen sich "hin und herwackeln" und "verbiegen".
In "hochkant" ist in Bezug auf Gewicht und Standfestigkeit alles OK, nur seitlich eben nicht.

Jetzt hoffe ich, dass es mit Epoxyd möglicherweise stabiler wird ?!?
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Alt 06.10.2019, 18:37   #2
Cerebral_Amoebe
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Kannst Du um die Riegel mit Glasfaser bekleben oder geht das nicht wegen der Optik?

Ich hatte mal ein 19"-Rack aus Birken-MPX 7mm mit Glasfaser und Epoxydharz geflickt.
Das hält immer noch, ist bombenfest und verwindungssteif.
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Grüße
Andreas
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Alt 06.10.2019, 18:41   #3
We-Ha
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Nein, wie Du schon anmerkst, es geht hier auch um die Optik, aussen muß es Holz bleiben.
Exakt geht es um einen Fahrradrahmen.
Der ist soweit ok, trägt meine guten 120 kg, aber die Fahrsicherheit ist nicht gegeben, da sich die Lenkung "vereiern" läßt, ohne dass man sie betätigt.

Der ganze Vorbau ist eben nicht verwindungsfrei.

PS: Der Zustand auf dem Bild ist nicht mehr der aktuelle.
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Alt 06.10.2019, 21:45   #4
goofy_ac
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Hallo WeHa

ich behaupte mal ganz vorsichtig(!), dass Du einem falschen Ansatz hinterher gehst. Eine Verbindung aus Weissleim halte ich auch für sehr belastbar, sollte Deinen Ansprüchen genügen. Im Unterschied zu Epoxy wirst Du lediglich ein verändertes Fliessverhalten haben - Weissleim zähelastisch (in Abhängigkeit von der Dicke der Klebefuge) / Epoxy eher sprödes Brechen
Das beschriebene weiche Schwingen - ich kann mir nicht vorstellen, dass das innerhalb der Klebefuge stattfindet, die Leimverbindung würde nach ein paar Zyklen aufreißen. Ich vermute, dass hier die Elastizität der Holzfasern die dominante Rolle spielen. Soll heißen, dass Du einfach in der Rahmenführung mit den tragenden Elementen zu wenig Steifigkeit aufbaust - statisch ja, aber eben nicht dynamisch. Du wirst vermutlich eine andere Profilführung am Rahmen benötigen
Wenn Du Dir mal die belasteten Querschnittsflächen anschaust, wenn Du „oben“ oder „vorne“ in die Pedale trittst, wird sich zeigen, wie flach im Grunde die tragenden Elemente aufbauen - hier würde ich ansetzen
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Viele Grüße - Axel
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Alt 07.10.2019, 00:06   #5
albondiga
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Weißleim und Epoxid sollten beide so gut kleben, dass die Klebung stabiler ist als das Holz. Hast du ein Steuerrohr verbaut oder sitzen die Lagerschalen des Steuersatzes im Holz?
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Alt 07.10.2019, 08:51   #6
We-Ha
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Also, im Prinzip "schwingt" es "nur" oben im Bereich der Steuersatz-Gabelung.
Der Steuersatz ist direkt im Holz verbaut, aber da gibt es auch keine Problem, da wackelt es ja nicht.
Am Tretlager eher nicht, oder nicht wesentlich mehr, als bei herkömmlichen Material.
Holzmaserung ... da bin ich nicht so sicher, denn bei einem anderen Rahmen (Plan B) bringt eine einfache Dachlatte angezwungen eine deutlich höhere Verwindungsteifigkeit als mehrere Plattenlagen aufeinander.
Die Platten an sich sind nicht steif genug (augenscheinlich).
Zur Zeit überlege ich, zu "pfuschen" und einen Rechteckrohr-Rahmen als Inlay einzubauen (wenn ich keine andere Möglichkeit finde).

Hier zur Ansicht "Plan B" als Zeichnung
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Geändert von We-Ha (08.10.2019 um 11:53 Uhr)
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Alt 07.10.2019, 12:30   #7
goofy_ac
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Stell Dich der Herausforderung - ich finde die Idee mit dem reinen Holzrahmen extrem reizvoll... Sonst könntest Du ja auch hingehen, und nen Alu-Rahmen furnieren - und das wäre, als wenn Du ein Visaton-Schildchen auf eine Billigbox kleben würdest

Wie bist Du bei der Rahmenführung vorgegangen? Einen konventionellen genommen und kopiert - sprich oben ein Längsrohr, und schräg nach unten ein weiteres? Oder sind die Holme geteilt?
Wenn Du Biege-/ Torsionssteifigkeit brauchst, heisst Dein Ziel Vergrößerung der Querschnittsfläche:
- Du könntest beide Rohre vertikal längs teilen, und den Abstand bis zu Deinem noch vertretbaren "wohlfühlen beim treten" auseinander ziehen, untereinander paarweise Querversteifungen einbringen, sei es durch eine Art gelochte Platte, um es nicht so massiv wirken zu lassen (Fachwerk)
- Als oberen / unteren Abschluss könntest Du auf den Gabelkopf je eine breitere Platte setzen (im Schnitt gesehen einen I-Träger mit größerer Horizontalen erzeugen)
- Effektiv wird es, wenn Du eben diese beiden Platten soweit möglich nach hinten in den Rahmen auslaufen, zum Körper hin verjüngen lässt
__________________
Viele Grüße - Axel
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Alt 07.10.2019, 13:18   #8
nlcarbon
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Das kennst du? Vielleicht kannst du dir da noch was abgucken. Gab auch irgendwo nen Video zur Produktion...

http://waldmeister-bikes.de/
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Alt 07.10.2019, 13:53   #9
walwal
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Interessant. Kennedy sagte mal:" wir schicken einen Mann auf den Mond, nicht weil es einfach, sondern weil es schwierig ist", das war wohl auch hier die Motivation...
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Alt 08.10.2019, 11:06   #10
We-Ha
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Wer ist Kennedy ? Was ist der Mond ?

Zunächst erst einmal Danke für euer Interesse an meinem Problem (siehe Fußzeile ).

Hier mal ein kurzer Abriß, so allgemein will nicht auf jeden Punkt einzeln detailiert eingehen.

Geplant war ein Inlay aus 2 Stück 15mm Pappelsperrholz, skelettiert (siehe Anhang).
Das abgebildete Teil wiegt 730 gr, man ahnt, warum ich das so wollte.

Jedes Inlay-Teil sollte dann beidseitig mit 4mm Birke MPX belegt werden.
Beide Sandwiches dann wiederum zusammengeleimt , das ganze wäre ein leichter Rahmen geworden (schätze, etwa 3,5 bis 4 kg) ... wie gesagt, so war der Plan, bis zum "Reinfall" mit der Seitenverwindung.

Mein aktueller Plan sieht vor, für die Aussenschicht 9mm MPX Birke zu nehmen und als Inlay 23mm MPX Birke (oder Massivholz, muss erst noch testen) und dieses dann nicht hochkant sondern flach liegend einzuleimen, so dass ich die Maserrichtung sowohl hochkant als auch flachliegend habe.
Wie gesagt, ich werde nun, bevor Pan B auch wieder wackelig wird, erst mal Testelemente, auch mit unterschiedlichen Klebern/Leimen, zusammen bringen und nach Trocknung dran herumwackeln.
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