Alt 21.02.2016, 10:31   #1
lorenzlieb86
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Hornlautsprecher offene Fragen

Hallo zusammen

Ich hätte ein paar Fragen bezüglich den Aufbau eines Hornlautsprechers.

Für die eigentliche Berechnung des Horns ist ja bekanntlich AJ Horn das beste Instrument. Also gehen wir davon aus unabhängig des Type und Form des Horns berechne bzw Plane ich meinen Lautsprecher.

Das Horn hat somit eine definierte Form und Länge und um eine Umgängliche Form zu erreichen wird das Horn geknickt.
Aber wie genau sollte die knickstelle aussehen????

Ich habe eine CNC Fräse und kann somit die Idealform des Knicks fräsen aber wie sieht diese aus?

Aus meinem Verständnis sollte das Horn eine gleichbleibenden Durchmesser besitzen welcher sich an die Berechnung hält.
Aber bei Hörnern mit dieser Bauweise ist das nicht gegeben:


Diese Bauweise würde aus meiner Sicht ein besseres Ergebnis erreichen dar der Einfallswinkel gleich dem Ausfallswinkel entspricht und der Durchmesser des Horns gleichbleibender ist:


Und aus meinem Verständnis ist diese Bauweise wohl die beste Quasie eine dicker werdende Schlange die in der Box gekrümmt wird wo jedoch der Durchmesser sich streng an die Idealwerte der Berechnung orientiert:

Oder zb:
http://bilder.hifi-forum.de/medium/3...nfg_189199.jpg

Mein Gedanke ist es wie im letzten Bild gezeigt das Innere des Lautsprechers in Schichten zu Fräsen und dann zu Komplettieren somit erhalte ich zumindest im Kanal eine Ideale Bauweise.
Ausgenommmen sind natürlich die Seitenwände diese würde ich vorerst Flach lassen.

Ich hoffe ihr könnt mir hierbei helfen die Ideale Bauweise der Knicke zu verstehen.

Vielen dank schon mal vorab
LG Lorenz
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Alt 21.02.2016, 11:55   #2
Peter K
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Hallo,
schau dir mal dieses Post:
http://www.diy-hifi-forum.eu/forum/s...2&postcount=72
das ich im Rahmen einer Grundsatzbetrachtung über Hörner geschrieben habe.

Wobei ich deine mittlere Variante besser finde, allerdings sollten die Reflektoren z.T. größer sein.

Gruß
Peter Krips
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Alt 21.02.2016, 12:45   #3
Burns
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Ich hab mal so für mich im Hinterkopf, jeder nicht der Idealkurve entsprechende Knick ergibt eine Welligkeit im FQ-Verlauf.
Bsp. http://www.visaton.de/de/bauvorschla...5_b/index.html

Hier sind 2 Ecken, in denen die Fläche nicht der Idealkurve entspricht -> also 2 Senken im FQ-Gang.
Die Senken sind auch in der betreffenden FQ darüberliegenden Oktaven abnehmend zu erkennen.

Sollte es sich um keinen Sub handeln, wirds etwas schwieriger, da Mitteltöne ebenso mehr oder weniger durch den Kanal verstärkt werden. Die Druckkammer (welche eine Obergrenze für die zu verstärkende FQ festlegt) mischt sich stark in den Bassverlauf ein. Der Raum, Treiberposition,.... nochmals was alles sehr komplex macht.

Sehr viele Knicke im Hornverlauf und unterschiedliche Längen der Knickabstände können unter umständen zur Begradigung beitragen, dabei bleibt aber wieder Wirkungsgrad im wahrsten Sinne "auf der Strecke."

Wenns gut abgestimmt ist, ist die Dynamik des LS hervorragend. Mechanischer Hub wird verringert, und zB Breitbänder können ihr Potential voll umsätzen.

lg
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Alt 21.02.2016, 13:31   #4
jhohm
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Moin,

abgesehen davon, dass Peter K recht hat, was hier aber nebensächlich ist; lt einer Messreihe in der HobbyHifi sind zu glatte Wände ungünstig in Bezug auf "Mittentonmüll" der ebenfalls aus dem Hornkommt.
Se gesehen sind die ersten beiden Versionen schon das eigentliche Optimum in der Schallführung.
Im Prinzip ist die von Dir propagierte "optimale Schallführung" die Schlechteste.

Und wie gesagt, es sind eh alles sich weitende TML's...
Hörner wären geringfügig länger.
Aber an der Umgangssprache wird auch Peter nichts ändern können.

Gruß Jörn
__________________
Gruß Jörn
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Alt 21.02.2016, 13:57   #5
Peter K
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Hallo,
Zitat:
Zitat von Burns Beitrag anzeigen
Ich hab mal so für mich im Hinterkopf, jeder nicht der Idealkurve entsprechende Knick ergibt eine Welligkeit im FQ-Verlauf.
Nö, die Welligkeiten kommen vom in Bezug zur Länge und zur erwünschten unteren Grenzfrequenz zu kleinen Hornmund.

Zitat:
http://www.visaton.de/de/bauvorschla...5_b/index.html

Hier sind 2 Ecken, in denen die Fläche nicht der Idealkurve entspricht -> also 2 Senken im FQ-Gang.
Die Senken sind auch in der betreffenden FQ darüberliegenden Oktaven abnehmend zu erkennen.
Siehe oben...

Zitat:
Wenns gut abgestimmt ist, ist die Dynamik des LS hervorragend. Mechanischer Hub wird verringert,
- Dynamik: Speziell bei BL-Hörnern mit BBs hält sich der Gewinn in argen Grenzen, meist huben die BBs untenrum aus ihrem linearen Bereich heraus und klirren dann wie Sau.
- Hub: bei gleicher elektrischen Eingangsleistung ändert sich am Hub bei BL-Hörnern kaum was, ausser auf den diskreten TML-Längsresonanzen.
Vergleicht man gleichen Schalldruckpegel, kann man eine Hubreduzierung konstatieren, da diese Röhren ja doch ein wenig Wirkungsgrad "draufpacken".

Gruß
Peter Krips
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Alt 21.02.2016, 13:59   #6
Peter K
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Hallo Jörn,
Zitat:
Zitat von jhohm Beitrag anzeigen
Und wie gesagt, es sind eh alles sich weitende TML's...
Hörner wären geringfügig länger.
Vor Allem müssten sie, um echte Hörner zu werden deutlich(!!) größere Mundflächen haben.

Zitat:
Aber an der Umgangssprache wird auch Peter nichts ändern können.
Ja, leider...

Gruß
Peter Krips
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Alt 21.02.2016, 14:09   #7
Peter K
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Hallo,
wer sich mal über Hörner aufschlauen möchte, kann sich ja mal diesen Thread aus einem Nachbarforum "reinziehen":
http://www.diy-hifi-forum.eu/forum/s...ead.php?t=8004
in dem ich mal so diversen Hornkonstruktionen simulatorisch auf den Zahn gefühlt habe.
Es geht so wirklich los ab Seite 3, Beitrag 45, Im Header von mir fortlaufend gekennzeichnet.

Gruß
Peter Krips
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Alt 21.02.2016, 14:27   #8
Burns
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Hab hier mal einen Vergleichstest gepostet:
http://www.visaton.de/vb/showthread.php?t=20480

Auch diese Vorschläge von Beyma habens in sich. Mehrmals getestet in unterschiedlichen Größen und Chassies. Richtig kombiniert, hat kein BR eine Chance, keine großen Auslenkungen über 30Hz, darunter nur leicht ansteigend:
http://www.beyma.com/uploads/descargas/1353675039.pdf

Das heißt nicht, das ich an anderen Aussagen, Praktiken zweifle.

lg
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Alt 21.02.2016, 19:19   #9
lorenzlieb86
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Hallo zusammen

Es freut mich sehr dass sich so viele angesprochen fühlen mir hier beim Verständnis dieser durchaus komplexen sache zu helfen.

Meine Orientierung geht etwas über den Bau eines woofers hinaus.ich hoffe hierbei antworten zu finden die einerseits sinnvoll sind und andererseits bei Anwendung eines kleinen oder auch größeren breitbandlautsprechers anwendbar sind.

Der Gedanke ist es mit den mir zu Verfügung stehenden Mitteln (werkzeugen) das bestmögliche Ergebnis zu erreichen.

Es ist leicht ein Gehäuse nach Bauplan zu bauen.
Es wird komplizierter wenn man etwas selbst konstruiert zb: der erfolgreiche Bau eines bassreflex regalöautsprechers mt 1x w170s und 1xSC10N hat auch bei mir etwas gedauert aber die Umsetzung funktionierte bereits vor 3 Jahren und ich war äußerst positiv überrascht)

Ich hoffe auf diesem Wege einen Lautsprecher zu bauen welcher das Thema Gehäuse erneut interessant macht.

Wie wir alle wissen ein woofers ist nicht wirklich die Kunst.
Aber ein Gehäuse welches mit einem Chassie ein Authentisches Klangbild erreicht und neutral und somit eine realistische Wiedergabe erreicht das ist oder wäre das Ziel.

Dabei will ich nicht etwas nachbauen sondern selbst kreieren.

Ihr habt mir alle samt einige äußerst interessante links geschickt ich werde mir das ansehen und bin schon sehr gespannt was ich da dazu lerne

Vielen dank vorerst
Er werden sicher ein paar fragen folgen und wenn gewünscht schreibe ich auch einen Baubereich.

Danke lg
Lorenz
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Alt 21.02.2016, 20:00   #10
jhohm
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Zitat:
Zitat von Burns Beitrag anzeigen
Hab hier mal einen Vergleichstest gepostet:
http://www.visaton.de/vb/showthread.php?t=20480

Auch diese Vorschläge von Beyma habens in sich. Mehrmals getestet in unterschiedlichen Größen und Chassies. Richtig kombiniert, hat kein BR eine Chance, keine großen Auslenkungen über 30Hz, darunter nur leicht ansteigend:
http://www.beyma.com/uploads/descargas/1353675039.pdf

Das heißt nicht, das ich an anderen Aussagen, Praktiken zweifle.

lg
Intersasant, aber nur, wenn es Messungen geben würde.
Ansonsten IMHO ohne jede Aussagekraft, da rein subjektiv!

Meine SUBJEKTIVE Meinung!

Gruß Jörn
__________________
Gruß Jörn
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Alt 22.02.2016, 18:37   #11
Burns
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Und mit Leumundszeugnis und Meldezettel wärs noch glaubhafter

Aber ich weiß, Grundlagenforschung zwischen Spezialisten ist schwer.
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