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Alt 29.12.2018, 17:47   #1
GF250
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Furnieren mit Pattex auf Resopalbeschichtung?

Hallo,

hat schon mal jemand versucht Resopalbeschichtete Holzplatten zu furnieren ob das ganze dann mit Pattex hält? Rein von der Theorie her sollte es klappen, aber irgendetwas in mir meint es hält nicht richtig auf Dauer. Was sagt ihr dazu?

Grüße, Andi
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Alt 29.12.2018, 18:04   #2
We-Ha
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ICH würde es keinesfalls machen.

Flächen-Furnieren mit Pattex ist an sich schon sehr risikobehaftet und dann noch auf Resopal/Schichtstoff ?
Das müßte auf jeden Fall auf "heftigste" aufgeraut/geschliffen werden und anschließend mit Verdünnung abgewaschen ...
Aber wie schon oben beschrieben: Ausgang sehr ungewiss !

Was "treibt" Dich denn dazu ?
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Alt 29.12.2018, 19:58   #3
GF250
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Naja hätte noch einige beschichtete ehemalige 19mm Regalböden in wirklich gerade hier für die geplanten Standlautspreche, würde von der Menge her für alles reichen. Beim Kauf sind das bestimmt so 70, 80 Euro die ich Sparen könnte. Aber wenn du sagst lieber nicht machen dann lieber nicht ne. Der Mann an der Säge im Baumarkt bekommt dann doch noch Arbeit, soll ja gut für die Wirtschaft sein.
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Alt 29.12.2018, 20:34   #4
goofy_ac
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Hi Andi

mit Pattex hab ich einmal furniert und nie wieder... Selbst wenn das erste Ergebnis positiv ausfallen sollte, so bleibt die Klebestelle auf Dauer temperaturempfindlich. Soll heissen - lass die Fläche einseitig durch Sonne oder Heizung warm werden, so wird das Pattex weich und elastisch, sich das Furnier lokal zusammenziehen, und Risse ausbilden... Ich denke, ein ordentlicher Weissleim sollte da stabiler halten
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Viele Grüße - Axel
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Alt 29.12.2018, 22:17   #5
walwal
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Also Resopal auf Holz (mit Pattex) ging wunderbar bei mir und hält seit 10 Jahren auf der Badezimmertür und der Zarge.

Geändert von walwal (30.12.2018 um 07:56 Uhr)
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Alt 29.12.2018, 22:59   #6
goofy_ac
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Nachtrag: Den Weissleim natürlich bitte nicht auf Resopal... Sollte als Beispiel fürs furnieren prinzipiell verstanden werden!
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Alt 30.12.2018, 11:18   #7
We-Ha
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Zitat:
Zitat von walwal Beitrag anzeigen
Also Resopal auf Holz (mit Pattex) ging wunderbar bei mir und hält seit 10 Jahren auf der Badezimmertür und der Zarge.
Ja Jürgen, nur der TE fragt nach "anders herum" !
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Alt 30.12.2018, 11:19   #8
We-Ha
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Zitat:
Zitat von GF250 Beitrag anzeigen
Naja hätte noch einige beschichtete ehemalige 19mm Regalböden in wirklich gerade hier für die geplanten Standlautspreche, würde von der Menge her für alles reichen. [..]
Lackieren ist keine Alternative ?
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Alt 30.12.2018, 11:26   #9
walwal
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Andersrum ist dem Kleber doch egal. Ich habe auch schon Furnier mit Pattex auf Lack verarbeitet, alles ohne Probleme.

Was mich eher stören wüde (falls beidseitig Resopal): es muss entweder das Resopal an den Leimstellen weg oder es muss auf Gehrung gesägt werden.

Ich würde lieber neue Platten zuschneiden lassen.
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Alt 30.12.2018, 12:23   #10
„Q“
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Zitat:
Zitat von We-Ha Beitrag anzeigen
ICH würde es keinesfalls machen.

Flächen-Furnieren mit Pattex ist an sich schon sehr risikobehaftet......
Zitat:
Zitat von goofy_ac Beitrag anzeigen
Hi Andi

mit Pattex hab ich einmal furniert und nie wieder... Selbst wenn das erste Ergebnis positiv ausfallen sollte, so bleibt die Klebestelle auf Dauer temperaturempfindlich. Soll heissen - lass die Fläche einseitig durch Sonne oder Heizung warm werden, so wird das Pattex weich und elastisch, sich das Furnier lokal zusammenziehen, und Risse ausbilden... Ich denke, ein ordentlicher Weissleim sollte da stabiler halten
Hi,

ihr macht mir jetzt ein bisschen Angst. Also mit dem Resopal das verstehe ich, das ist ja sehr sehr fest und glatt.
Habe jetzt schon zweimal erfolgreich mit der Pattexmethode (Pattex Classic) auf rohem MDF furniert (das von Designholz) und bisher hält das alles. Allerdings stehen die Lautsprecher nicht an einer Heizung und sind auch keinem direktem Sonnenlicht ausgesetzt. Verarbeitet habe ich es beidseitig mit Ablüftzeit.
Allerdings, z.B. im Auto (Verarbeitung von Kunstleder) würde ich Pattex nie wieder verarbeiten. Da löst es sich auf‘s heftigste auf. Da muß was vernünftiges her z.B. 2K wärmeaktivierbarer Kleber oder etwas in der Art. Das hält dann.

Bin jetzt wirklich verunsichert da ich auf den nächsten auch mit Pattex Furnieren möchte.
„Q“ ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.12.2018, 12:23   #11
We-Ha
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@walwal:
Dem Kleber wohl möglicherweise ... aber nicht dem Material, was da drauf soll.

Wie ich schon sagte: ICh kann davon nur abraten, was der "Delinquent" daraus macht, ist sein "Problem" !
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Alt 30.12.2018, 13:01   #12
goofy_ac
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Zitat:
Zitat von „Q“ Beitrag anzeigen
Hi,

ihr macht mir jetzt ein bisschen Angst. Also mit dem Resopal das verstehe ich, das ist ja sehr sehr fest und glatt.
Habe jetzt schon zweimal erfolgreich mit der Pattexmethode (Pattex Classic) auf rohem MDF furniert (das von Designholz) und bisher hält das alles. Allerdings stehen die Lautsprecher nicht an einer Heizung und sind auch keinem direktem Sonnenlicht ausgesetzt. Verarbeitet habe ich es beidseitig mit Ablüftzeit.
Allerdings, z.B. im Auto (Verarbeitung von Kunstleder) würde ich Pattex nie wieder verarbeiten. Da löst es sich auf‘s heftigste auf. Da muß was vernünftiges her z.B. 2K wärmeaktivierbarer Kleber oder etwas in der Art. Das hält dann.

Bin jetzt wirklich verunsichert da ich auf den nächsten auch mit Pattex Furnieren möchte.
Hi zusammen

nochmal kurz auf Anfang: Es sollte Furnier auf eine mit Resopal beschichtete Platte. Ich sag ja nix gegen auch dauerhafte Haftung von Pattex auf Resopal, WENN der Partner verzugsfest ist, also eine massive Platte, oder ähnliches. ABER bei einem - womöglich verzugsbehaftetem: Andi? - Echtholzfurnier, das als Naturwerkstoff einer Schrumpfung unterworfen ist, insbesondere wenn Temperatur oder Feuchtigkeit (die ich hier mal wegen Nachbehandlung ausschliessen möchte) ins Spiel kommen, wäre ich sehr vorsichtig... Hier gabs schonmal unliebsame Erfahrungen dazu, ging um eine kleine Kommode, die zwar mit Weissleim furniert wurde, aber... eben auch gelitten hat. Ein dauerhaft HARTER Kleber wird das Furnier einfach leichter in Form halten
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Viele Grüße - Axel
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Alt 30.12.2018, 13:09   #13
„Q“
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Wie gesagt auf Resopal das verstehe ich doch würd ich als unerfahrener Resopalkleber auch nicht machen
Anders gefragt, Echtholzfurnier ist wie jedes andere echte Holz halt Ausdehnung/Schrumpfung anfällig. Wäre dann in dem Fall nicht etwas flexibleres eigentlich besser geeignet? Um genau den Rissen vorzubeugen und dem Material die Möglichkeit geben sich anpassen zu können?

Edit
Gerade wenn ihr schreibt das es nicht gut ist mit Pattex zu arbeiten, so wie ich es verstanden habe und das damit das Furnieren mit der Pattexmethode im allgemeinen gemeint war und ich das verstehe da ihr es so wie ich es verstanden habe aus der Erfahrung heraus so erlebt habt, bin ich halt etwas verunsichert weil es bei meinen zwei Malen bisher funktioniert hatte. Und daher hab ich nun etwas Angst das sich das Zeug dann irgendwann einfach so ablösen könnte. Somit würde ich in Zukunft auf diese Methode verzichten wollen und es anders machen. Bevor ich nochmal ein Projekt vorstelle wo ich mit Pattex gearbeitet hätte würde ich dann eher auf den Hinweis darauf verzichten um nicht andere noch mehr dazu zu verleiten es auch so zu machen. Nicht das nachher der nächste dann eine böse Überraschung erlebt wenn er die Dinger vor die Heizung stellt.

Geändert von „Q“ (30.12.2018 um 13:30 Uhr)
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Alt 30.12.2018, 14:18   #14
goofy_ac
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Hi Q

Im letzten Satz sagst Du im Grunde das, was ich mitteilen wollte... Es kommt im wesentlichen auf die Rahmenbedingungen an. Pattex ist gut und lange Zeit haftend, aber anfällig für höhere Temperaturen, dann wird er wie frisch gekautes Kaugummi. Schliess den Punkt aus, und Du hast eine gute Verbindung. Schrumpfung im Holz dauert über den Trocknungsprozess an. Stelle sicher, dass das Holz staubtrocken (im Holzhandel sprechen sie von Darre), dann wird sich, solange keine neue Feuchtigkeit z.B. auch über wassergebundene Leime, zugeführt wird, auch an der Stelle nur wenig tun. Früher wurden gekochte Knochenleime verwendet, ich denke, dass die Bügelmethode von Weissleimen dem am mächsten kommt - geht aber nur bei Faser auf Faser. Solche furnierte Möbel halten nach 80 Jahren noch...
Gegenbeispiel: In meiner alten Küche hab ich eine 20mm Massiv-Buchenplatte auf einer Seite mit einem Unterbau aus Fichten-Dachlatten quer mit Weissleim verleimt versehen, alles geölt. Hat nicht lang gedauert, und die Fichte ist durch Feuchtigkeitsaufnahme durch das Öl hindurch so auseinander gegangen, dass es die Platte auf vollen 2m Länge gespalten hat... alles ist möglich
Schaut, dass die Rahmenbedingungen bekannt und konstant bleiben, und sucht danach den passenden Leim aus. An Andis Stelle würde ich auf Resopal verzichten, MDF holen, und dünn (Wasserzufuhr ins Furnier) mit Weissleim arbeiten...
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Viele Grüße - Axel
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Alt 30.12.2018, 14:27   #15
„Q“
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ohweh das hört sich schlimm an mit der Küche.

Ok, auf der Suche nach Alternativen werde begeben ich mich dann

Also die Bügelmethode hatten wir hier vor zig Jahren auch mal böse Überraschungen gehabt. Dort gab es böse Blasen als man das Holz anschließend färben wollte. (war allerdings Echtholzbügelfurnier wo schon Schmelzkleber fertig vorbereitet dran war)
Daher war ich für das auch zu ängstlich, nebenbei noch das Problem mit dem Bügeleisen
„Q“ ist offline   Mit Zitat antworten
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