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Alt 07.01.2004, 23:24   #1
raphael
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Spritzpistole - was nehmen?

Hallo!

Würde bei meinen nächsten Lautsprechern das Oberflächenfinish gerne weiter verbessern, deswegen denke ich über die Anschaffung eine Spritzpistole nach um demnächst zu sprühen statt zu rollern. Jetzt mein Frage: Was nehme ich dafür?
Klar, Pistole, Kompressor und Lack. Ne, ich meine, welche Produkte sind dafür empfehlenswert, worauf muß man beim "Hardware"-kauf achten?

Raphael
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Alt 08.01.2004, 18:52   #2
Carlson
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Hi,

gutes Werkzeug kostet natürlich und lohnt sich in dem Fall auch nur wenn man es öfters braucht.

Ich lackiere mit einer Sata Jet 90 (ca.220 € damals) und bin sehr zufieden damit. Ebay machts sicher billiger

Als Kompressor würde ich min. 40l nehmen. Damit kannst Du zwar noch lange nicht durchspritzen aber für die meisten Lautsprecher wird es reichen (mit Pausen).
Der Sprühnebel (durch´s absetzen) ist dabei nicht so tragisch, den kannst Du hinterher rauspolieren (1500-3000 Korn und dann z.B. mit Exzenter und schaumstoffscheibe)

Gruß
Carlson
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Alt 08.01.2004, 18:58   #3
Carlson
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Hab aber früher auch mit Baumarkt gespritzt. Geht, aber man braucht mehr Erfahrung.
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Alt 08.01.2004, 23:42   #4
Farad
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Die Anschaffung einer teuren Sata lohnt meiner Meinung nach nicht.

Wenn du keinen Staubfreien Raum oder sonstige tollen Bedingungen hast reicht dir eine einfache Fließbecherpistole aus dem baumarkt.

Von Güde gibts so Komplettsets mit Allem drum und dran, da ist auch ne vollkommen ausreichende Fließbecherpistole drin.

Im Prinzip funktionieren die alle sehr ähnlich. Viel wichtiger als die Qualität ist, dass man billigen Pinselreiniger oder einiges an Verdünnung benützt um das Ding nachher wieder zu reinigen. Nur mit einer perfekt Sauberen Pistole lohnt es sich überhaupt anzufangen.

Ansonsten steht eigentlich alles in meiner kleinen Lackieranleitung.

-> Baumarktware reicht lässig für die gelegentliche Boxenlackierung.

farad
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Alt 09.01.2004, 00:06   #5
Jorge
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Andere Frage. Welche Kompressoren sind zu bevorzugen: Ölfreie oder Ölhaltige?
__________________
Grüße Jorge
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Alt 09.01.2004, 01:26   #6
ST1100
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Kompressoren? Welche die auch bei betätigter Fließbecherpistole weiterhin mindestens 6 Bar kontinuierlich liefern können...
Und da siehts bei den meisten "erschwinglichen" Baumarkt-Kompressörchen leider recht dünn aus...
Ölfreie kenne ich bis dato da nur welche für Air-Brush, und das braucht weit geringere Luftmengen.
regards
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Alt 09.01.2004, 05:03   #7
syberdiver
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airbruch ist ein gutes stichwort, als airbrusher.... natürlich heimisches gewässer

frohes und gesundes neues erst mal.

es gibt da eine süsse spritzpistole, natürlich nicht billig, heisst colani ist ein fliessbechersystem mit inovativen lösungen, von der anpassung an individuelle handgössen, über den super spritzstrahl bis hin zur vielfälltigen einsatzmöglichkeit, von illustration, modellbau, graphik, retusche bis hin zur auto- und motorradlackierung. ist n super gerät und liefert dir für deine boxen, ein prefektes spritzbild, es sei denn die dinger sind lkw gross, aber mit genügend zeit sollte auch das zu bewältigen sein. n vernünftigen compressor, unbedingt auf wasserbascheider achten!!!!!!!!! sonst hast du bei längerem benutzen fiese wasserkleckse auf dem malgrund, gut machen sich kolbenkompressoren ( wenn wir bei airbrush bleiben wollen) sind sehr leise, etwa wie ein kühlschrank und die luft kommt fliessender als z.b. einem membrankompressor
wenn diesbezüglich fragen.. keine scheu, ümmer her damit!

mfg
iwo
__________________
Willst du lange Luftanhalten, musst Du tief einatmen!!!
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Alt 09.01.2004, 10:08   #8
Hardy35
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Beiträge: 17
Da ich auch mein erstes Bauprojekt in Angriff nehmen möchte und die Boxen nachher grau oder silber lackiert werden sollen, was ist eigentlich von Airless Pistolen ala Wagner W 650 zu halten, würde das auch funzen ??

Ein Bekannter hat so ein Ding und ich überlege dieses einer Rollenlackierung etc. vorzuziehen. Hat einer Erfahrung mit diesen Airlesspistolen ??

Gruss

Hardy
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Alt 09.01.2004, 10:38   #9
We-Ha
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Also, mit Airless (guter Qualität) lackiere ich sofort und schmeisse dafür jedes andere Lackierauftragegerät weg.

Wenn du an so ein Teil herankannst, mach es damit.
Wenn du damit keine Erfahrungen hast, solltest du damit allerdings erst ein wenig 'trainieren'.
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Ich habe Probleme für alle Lösungen !!! .-- ....
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Alt 09.01.2004, 12:39   #10
Farad
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Zu Airless hab ich schonmal was geschrieben. Suchfunktion.

Die 6 Bar Kontinuierlich müssen ja auch nicht sein. Man lackiert letztendlich ja doch Seite für Seite und hat dazwischen ein paar Sekunden Zeit, soviel Verdünnung muss im Lack sein.

Die Tropfzeiten sind bei Kunstharzlacken nicht soo gering, dass man mal eben ein paar Sekunden inne halten könnte.

Ein anständiger Kompressor der meiner Meinung nach fürs gelegendliche Boxenlackieren vollkommen ausreicht hat seine 8 Bar, und dann hält er 6 ne halbe Minute. Das ist länger als man glaubt. Zügiges Arbeiten ist natürlich voraussetzung.

-> Die Güdes ausm Baumarkt im Angebot reichen. Ob man jetzt Olfrei oder nicht kauft hängt vom Preis ab.

Bei Olhaltigen hat man eben das theoretische Problem, dass Öltröpfen in die Pressluft kommen. Das kann einerseits erwünscht sein (Nebelöler, Druckluftwerkzeuge), fürs Lackieren isses aber ärgerlich.

Einen Wasserabscheider braucht man bei ganz neuen Kompressoren nicht, der muss aber auf jeden Fall her. Die Kosten aber nicht die Welt und haben nen DIN-Anschluss, passt also jeder zu jedem Kompressor.

Wichtig ist auch, dass man wenigstens nach jeder Benutzung die Luft nicht nur vollends rausbläst, sondern das Ventil unten aufmacht. Da kommt meist einiges an Wasser (oder verrosteter Brühe) mit, die man sonst über kurz oder Lang auf dem Werkstück hat. Der Wasserabscheider hält auch nicht alles auf.

Solls gut werden: Einmal voll machen, Ventil GANZ auf, Luft/Wasser raussabbern lassen, nochmal vollmachen, spritzen.

MfG,farad
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Alt 09.01.2004, 14:10   #11
We-Ha
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Naja, ich weiss nicht,
ich habe mittlerweile schon zwei Pistolen aussem Baumarkt entsorgt, damit lässt sich meiner Erfahrung nach keine besondere Oberfläche herstellen. Ich hatte sie mir besorgt, da ich mit den 'billigen' Lacken aus dem Baumarkt mir nicht meine gute Becherpistole (vor 20 Jahren ca. 250,-DM) einsauen muss. (Nun tu ich es wieder)
Ausserdem ist die Verarbeitung (bei den Preisen kein Wunder) sehr für's hintere Körperende, dicht sind sie selten, Einstellmöglichkeiten sehr bescheiden.

Wer eine ordentliche Oberfläche haben will, dem ist es glaube ich auch egal, ob es 'eben mal nur ein paar Boxen' oder andere Teile sind. Wenn ich was 'bastel', soll es ja auch so hochwertig wie möglich werden....natürlich, wenn das Furnier (oder andere Oberflächen) vorher nicht gut genug ausgeschliffen sind.... dann kann man auch mit Trikotagenstoff den Lack aufpolieren (und das gibt, wenn man's kann, auch eine supergute Oberfläche).
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Alt 09.01.2004, 22:07   #12
Farad
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stimmt. Das drecksding sabbert.

Meine Flächen haben mir bisher gereicht, aber natürlich hast du recht. Es geht nix über ordentliches Werkzeug.

Zum Anfangen muss es aber nicht gleich n 150€ Ding sein. Das meinte ich.

Wenn man mit der billigen gute Oberlächen schafft, dann kriegt man der guten super Oberflächen hin.

Der Raum ist eh wichtiger.

Das Problem ist aber selten während dem lackieren. Sondern beim trocknen.

Was ich mir zu dem Thema schon überlegt hab: Die Boxen (sind ja meistens nicht so groß) auf nen Wagen legen und lackieren und dann in so ne art minigewächshaus aus Folie schieben. Die Folie wird an den Seiten mit der nadel so perforiert, dass kaum staub reinkommen kann, die Verdünnung aber rauskommt. Da kann die Kiste dann erstmal staubtrocken werden und dann kann man das dingens ja wegtun.

Ausserdem könnt man in dem Folienkabuff auch ein wenig einheizen.

gute Idee? oder Schmu?

farad
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Alt 10.01.2004, 01:39   #13
ST1100
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Haben das mit der Folie eigentlich immer so betrieben, auch in einer Werkstätte/Garage läßt sich so eine Art Lackierkabine bewerkstelligen: einfach rundum Bahnen von der Decke bis zum Boden hängen, die Folie ist leicht statisch und nimmt den Feinstaub/Sprühnebel auf (schützt auch die Wände/Werkbank vor Farbnebel); vorm einbringen des Werkstückes ggF noch den Boden mit Malerspritze leicht anfeuchten, damit man keinen Trittstaub aufwirbelt.
regards
ST1100 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.01.2004, 03:00   #14
Farad
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@St1100

das kenn ich schon auch, aber meistens isses mir dann doch zuviel stress...

*seufz* ich gebs zu, bin inkonsequent.

farad
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Alt 10.01.2004, 11:58   #15
raphael
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Hallo!

Erstmal danke für Eure ausführlichen Antworten. Ich glaube ich werde mich mal bei ebay und in den örtlichen Baumärkten umschauen, was es so gibt, weiß ja jetzt ungefähr, worauf ich achten muß.

Zum Lackieren, man könnte doch im Sommer die Box auch in den Garten stellen und dann spritzen? Oder ist dann immernoch zuviel Staub in der Luft? Dann bastel ich mit halt eine Lackierkabine aus Folie...

Raphael
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