Alt 10.11.2017, 17:29   #1
Mr.E
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Boxsim für Theorie zweckentfremden?

Hallo,

mich lassen der RL901K von Geithain und das Thema Abstrahlverhalten nicht los (und ich will endlich wieder richtige Boxen, also nix unter 12", und hier liegen noch zwei TIW360 und zwei TIW400 rum und langweilen sich). Hier hat Fosti mal vorgeschlagen, den RL nachzubauen. Andererseits polarisiert das Konzept, und MEG veröffentlich kaum Meßdaten. Ich würde gerne mal mit Boxsim diesem Konzept und dem Abstrahlverhalten anderer Boxen auf den Grund gehen: Man müßte doch für Boxsim ideale Chassis erzeugen können (zumindest für dieses Vorhaben ideal) und diese so anordnen wie im RL901K oder wie in der Atlas Compact. Auf Sachen wie Baßniere oder WG muß man verzichten, aber mir geht es auch nur um Schallwandbreiten, Chassisabstände und Trennfrequenzen (und Belastbarkeit/Maximalpegel).

AH meinte mal, ein frequenzlineares BM zwischen 250Hz und 10kHz sei ideal, zum Beispiel hier. Mit frequenzlinear meint er wohl frequenzunabhängig. Die K4, die ich 2012 in Stuttgart dabei hatte, erfüllt das laut Boxsim beinahe. Laut Geithain ist das nicht ideal. In Stuttgart meinten einige, die 50-mm-Kalotte gehört abgesenkt, weil sie zu breit abstrahlt. Allerdings war der Raum eher hallig und die Hörentfernung groß. Das ist aber ein Thema für später.

Ich möchte mir erstmal mit Boxsim ansehen, was bei verschiedenen Chassisgrößen und -anordnungen und Trennfrequenzen passiert. Die Theorie ist zwar bekannt, aber ich will das mal mit Zahlen direkt sehen. Wenn ich das richtig verstehe, muß ich für das kleine Brett vorm TT des RL901K alle vier Haken bei Beugung an der Schallwandkante setzen. Den Versatz eines Chassis zu einem anderen kann ich unten links angeben. Den TT setzt ich im Raum der Einfachheit halber also auf 0cm/0cm/0cm, den MT nur weiter nach vorne (0/0/2), den HT weiter nach vorne und nach oben (0/9/2 oder 9/0/2, hab Boxsim grad nicht an). Ist das so korrekt?

Wie bekomme ich ideale Chassis? Was macht man da überhaupt ideal/fiktiv, was nicht? Von echten Treibern übernehmen kann/muß man die Größe und die Belastbarkeit. Weglassen will ich zum Beispiel individuelle FQGs (Anstiege, Resonanzen/Welligkeiten). Um die Weiche an sich geht es mir auch nicht, nur um Trennfrequenzen. Gehäusevolumina interessieren mich eigentlich auch nicht, beeinflussen aber teilweise den Pegel. Brauchen die idealen Chassis deswegen ein realistisches Vas usw? Kann man die Weiche weglassen, indem man einfach die Flanken der Freiluft- oder DIN-Schallwand-FQGs verschiebt? Bin ich grad komplett auf dem Holzweg? Partialschwingungen gehören eigentlich auch nicht in die Betrachtung, es soll ja um ideale Kolbenschwinger gehen, daher wären die Winkelmessungen einer G50FFL erstmal auch egal. Aber von einem Kolbenschwinger bräuchte man wohl Winkeldaten. Wie werden Chassis für Boxsim vermessen? Auch unter Winkeln? Da bin ich gerade überhaupt nicht im Bilde.

Bitte keine Diskussionen darüber, wie sinnvoll Theorie ist oder warum man nicht einfach Boxen hinstellt und sich an Musik erfreut. Ich will beides. Theorie finde ich toll und interessant.
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Alt 12.11.2017, 00:23   #2
UweG
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Das wird so nichts werden, weil Boxsim kein Brett vor einem Tieftöner simulieren kann und auch keinen zunächst an einer Kante gebeugten und dann hinter der Brett am Tieftöner reflektierten Schall von einem Hochtöner.
__________________
Boxsim ... wenn Lautsprechersimulation gelingen soll.
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Alt 14.11.2017, 12:46   #3
Mr.E
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Und wenn man den RL901K erstmal vergißt und nur klassische Anordnungen betrachtet?

Außerdem: Der TT des RL901K läuft bis 560Hz, das Brett ist nur 16cm breit, deswegen hätte ich das in erster Näherung ignoriert. Der MT hat selbst eine Nierencharakteristik, das kann man in Boxsim auch nicht nachbilden (sollte man aber vielleicht durch zwei MT am selben Ort auf unterschiedlich breiten Schallwänden annähern, wenn das geht). Aus Sicht des HTs ist das Brett wiederum eher breit, deswegen hätte ich die Reflexionen am TT auch erstmal vernachlässigt.
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