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  • blindrabbit
    antwortet
    Hallo Mr. E,
    Du hast Recht. Bernd hat etwas verstanden, was ich gemeint aber nicht geschrieben habe. Nämlich: für die Bewertung des Frequenzgangs eines Lautsprechers ist die Mikrofonempfindlichkeit beim Messen unwesentlich, weil dabei nur die Pegeldifferenzen über Frequenz relevant sind und nicht der Schalldruck. (Solange ich nicht die Effizienz bzw. Empfindlichkeit des LS wissen will) Dieser Gedanke fehlte mir bzw. hatte mir vorher das Hirn verknotet.

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  • Mr.E
    antwortet
    Zitat von blindrabbit Beitrag anzeigen
    Die Empfindlichkeit bzw. der Priortionalitätsfaktor in mV/Pa wäre normalerweise der wichtigste Wert um die Spannung in einen sinnvollen Messwert umzurechnen. Da hier aber die logarithmische dB Skala interessiert ist das unwesentlich.
    Ich bin mir nicht sicher, ob ich dich richtig verstehe. So wie ich dich verstehe, ist es falsch. ;-) Bernd (der dich anscheinend anders versteht, da er dir zustimmt) hat ja weiter oben schon geschrieben: -37.0 dB re 1V/Pa entsprechend 14.2 mV/Pa. Ein Mikrofon, daß bei einem Schalldruck von 1Pa eine Ausgangsspannung von 1V erzeugt, hat eine Empfindlichkeit von 0dB bezogen auf eben 1V/Pa. Ein Mikro mit nur 0,0142V/Pa hat eben nur -37dB re 1V/Pa. Diese dB haben mit den 20µPa nichts zu tun. Wenn du eine Messung machst, dann hast du am Ende eine Spannung aufgezeichnet. Wenn du dann wissen willst, wie hoch der Schalldruck während der Messung war, dann brauchst du diese Empfindlichkeit. Die 20µPa brauchst du dann nur noch, um aus dem Schalldruck einen Schalldruckpegel zu berechnen.

    @Bernd:
    Die Empfindlichkeit ist irgendwie bei diesen Kondensatormikros nur von der Membranfläche abhängig und die ist bei diesen Mikros wohl ähnlich.
    Das ist nicht richtig. Es gibt Mikrofone (die ja nicht nur aus der Kapsel sondern auch aus dem angeschraubten Vorverstärker bestehen), die gleich große Membranen aber ganz unterschiedliche Empfindlichkeiten haben, zum Beispiel einmal 50mV/Pa und einmal 450mV/Pa.

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  • Markus213
    antwortet
    Zitat von blindrabbit Beitrag anzeigen

    Ich hab ne Weile gebraucht, das zu verstehen. Ich glaub' ich hab es jetzt. Die gemessene Spannung ist proportional dem Schalldruck in Pa. Die Empfindlichkeit bzw. der Priortionalitätsfaktor in mV/Pa wäre normalerweise der wichtigste Wert um die Spannung in einen sinnvollen Messwert umzurechnen. Da hier aber die logarithmische dB Skala interessiert ist das unwesentlich. Eine Verdopplung des Schalldrucks bedeutet eine Verdopplung der Spannung bedeutet 6dB Unterschied. Egal welche Empfindlichkeit. Die wird erst wieder interessant wenn es um absolute Pegel* geht. Korrekt?

    edit: *) besser: Pegel bezogen auf 20uPa
    Ich hätte es nicht besser vorformuliert.

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  • Bernd
    antwortet
    Das stimmt so ganz genau. Um eine Weiche zu überprüfen oder Raumresomanzen zu finden oder ähnliches, sollte der Frequenzgang so glatt wie möglich oder eben korrigiert sein. Will man aber z.B. die absolute Empfindlichkeit von Lautsprechern ermitteln, braucht man zum einen definierte Bedingungen (wie den Visaton-Messraum) und ein Mikro mit definiertem Ausgangspegel. Manche Angaben von Lautsprechern fraglicher Herkunft versprechen für die Empfindlichkeit oft wahre Wunder.
    Und dann gibt es ja noch ganz andere Anwendungen, wie Lärmmessungen von Maschinen, Ruhestörung im Dorf, wenn auf der Wiese ein Konzert stattfindet (oder besser: stattfand) und.. und... und.

    Gruss Bernd

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  • blindrabbit
    antwortet
    Zitat von Markus213 Beitrag anzeigen
    Ich habe nie nachgeschaut welche Empfindlichkeit mein Mikro hat. Viel wichtiger wäre den Frequenzgang zu kalibrieren.
    Ich hab ne Weile gebraucht, das zu verstehen. Ich glaub' ich hab es jetzt. Die gemessene Spannung ist proportional dem Schalldruck in Pa. Die Empfindlichkeit bzw. der Proportionalitätsfaktor in mV/Pa wäre normalerweise der wichtigste Wert um die Spannung in einen sinnvollen Messwert umzurechnen. Da hier aber die logarithmische dB Skala interessiert ist das unwesentlich. Eine Verdopplung des Schalldrucks bedeutet eine Verdopplung der Spannung bedeutet 6dB Unterschied. Egal welche Empfindlichkeit. Die wird erst wieder interessant wenn es um absolute Pegel* geht. Korrekt?

    edit: *) besser: Pegel bezogen auf 20uPa
    Zuletzt geändert von blindrabbit; 06.05.2021, 20:28.

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  • blindrabbit
    antwortet
    Ich ziehe das zurück... man bekommt in Anbetracht der Streubreite halt nicht die Sicherheit, das richtige zu messen, die man ja eigentlich haben möchte. Wenn man richtig messen will, hilft nur kalibrieren. Unkalibriert muss man sich einen dicken Trichter um die Messung malen.

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  • blindrabbit
    antwortet
    Ja, den meinte ich.
    Eine ähnliche Grafik für die Streuung beim ECM8000 hatte ich woanders auch schon gesehen. Man kann sicher Pech haben, aber eine Tendenz zum Hochtonanstieg und eine Häufung bei +3dB am oberen Ende ist erkennbar. Drum ist Anwinkeln wahrscheinlich besser, als (ohne Kalibrierkurve) bei 0° zu messen. Wie gesagt: wenn man es nicht ganz so genau braucht... Sonst hilft natürlich nur die Kalibrierkurve.

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  • Chaomaniac
    antwortet
    Der Link?
    https://www.jochenschulz.me/de/blog/...yerdynamic-mm1

    Das mit den 60° ist ja schön, wenn es bei diesem Test mit diesem einen geklappt hat. Aber verlassen würd ich mich nicht annähernd darauf.
    Schau Dir nur mal die Serienkonstanz des Mikros an:
    https://www.hifi-selbstbau.de/grundl...ine-uebersicht

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  • blindrabbit
    antwortet
    Wenn man es nicht ganz so genau braucht, kann man ein für Diffusfeldmessung entzerrtes Mikrofon auch 60° anwinkeln. Der Anstieg bei 0° ist da Absicht, um die Diffusschallmessung zu linearisieren. Nach dem Artikel oben gilt das auch für das ECM8000 und so werd ich das auch machen.

    Der Artikel will sich offenbar nicht direkt verlinken lassen. Findet man aber mit "Vergleich Messmikrofon jochenschulz" als ersten Treffer.

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  • Bernd
    antwortet
    Die Beyerdynamik-Kalibrierungsdateien sind individuell für das jeweilige Mikrofon. Die Seriennummer steht drauf.

    Gruss Bernd

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  • jhohm
    antwortet
    Oder man läßt HiFi-Selbstbau eine individuelle Kalibrierung vornehmen.
    angeblich gab es mal (Panasonic ?) -Kapseln, die im HT Bereich unter 1db Abweichung untereinander hatten....

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  • Bernd
    antwortet
    Genau das meinte ich mit Korrekturfile. Beyerdynamik legt den individuelle Frequenzgang für 0° bei und wenn man sein Mikro registriert, bekommt man innerhalb von Minuten die beiden Dateien für 0° und 90°im TXT-Format. Da ist auch die exakte Empfindlichkeit für das jeweilige Mikro angegeben.

    Gruss Bernd

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  • Markus213
    antwortet
    Es geht um den Amplitudenfrequenzgang vom Mikro. Wenn dein Mikro zu den hochen Frequenzen ansteigenden Frequenzgang hat, wird deine Abstimmung der Box zu dunkel und umgekehrt. Bei Dayton Audio kannst du für ca 70Euro Mikros mit seiner Konfigurationsdatei kaufen.

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  • Bernd
    antwortet
    An Markus123:
    Was meinst Du mit kalibriert? Für mein Beyerdynamik habe ich die beiden Korrekturfiles für 0° und 90°. Das macht bei fast gleicher Hardware wahrscheinlich den Aufpreis zum Behringer aus. Einen Kalibrator habe ich aber nicht.

    Gruss Bernd

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  • blindrabbit
    antwortet
    Hab noch ein bisschen weiter gegoogelt und bin auf einen sehr lesenswerten Artikel zum Thema gestoßen: hier
    wird unter anderem die Empfindlichkeit des Behringer und des Beyerdynamic bestätigt. Gibt aber auch viele andere nützliche Infos.

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