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Nahfeldmonitor als Halbraumstrahler

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  • FoLLgoTT
    Registrierter Benutzer
    • 01.02.2002
    • 697

    Nahfeldmonitor als Halbraumstrahler

    Nicht schön, aber hässlich!
    Da ich meine aktiven PC-Lautsprecher neu gebaut habe, wird es mal an der Zeit, die vorzustellen.

    Verbaut wurde folgendes:

    Dayton ND16FA-6
    Morel MDM 55
    Visaton GF 200

    Ich habe mich für diese Chassis entschieden, weil mir bei meinen alten Monitoren der Abstand der Chassis durch eine vertikal zerrissene Lokalisation negativ im Klangbild aufgefallen ist. Durch den kaum vorhanden Rand von Mittel- und Hochtöner lassen sich zusätzlich Interferenzen an den Übergängen minimieren. Leider hat visaton so etwas nicht im Programm, schade.
    Der kleine 16mm Hochtöner bündelt zudem noch einmal merklich weniger als 19mm-Kalotten. Allerdings muss er bei knapp unter 4 kHz getrennt werden, so dass im Verbund mit der 55mm-Mitteltonkalotte ein kleiner Kompromiss im Diffussfeldfrequenzgang eingegangen werden muss. Das wirkt sich unter dem Hörwinkel von 30° aber noch nicht im Direktschall aus (gleichschenkeliges Dreieck).

    Getrennt werden die Treiber bei 660Hz und 3800Hz mit 48 dB/Okt durch ein Alto Maxidrive PC. Zusätzlich ist die Phase durch den Phase Arbitrator linearisiert.
    Die Lautsprecher sind mit einer Tiefe von 11cm echte Flachlautsprecher. Weniger ging einfach nicht, da ich der Polkernbohrung nicht weniger als 1cm Abstand zur Rückwand lassen wollte. Die Chassis sind eingefräst. An der Optik habe ich ansonsten noch nichts vor, es ist sowieso alles ein wenig schief und krumm. Aber das stört mich weniger.

    Der Bass ist am Hörplatz wie zu erwarten von der Längsmode und Auslöschungen geprägt. Ich überlege im Moment, ob ich mir doch noch ein Mini-DBA dazubastel. Eigentlich gehört sowieso in jeden Raum ein DBA!
    Das Klangbild ist ansonsten recht hell und offen. Vor allem ist es praktisch egal, unter welchem Winkel man ich gerade befindet. Von dem typischen dumpfen Hifi-Klangbild keine Spur.


    Wenn Messungen gewünscht sind, kann ich die gerne nachliefern. Die Küche ist allerdings alles andere als akustisch optimiert. Leider ein eher schlechter Kompromiss. Mein Heimkinoraum klingt da deutlich angenehmer, aber Musik höre ich nunmal immer am PC...
    Zuletzt geändert von FoLLgoTT; 23.02.2011, 14:23.
    Gruß
    Nils

    Meine Entwicklungen & Untersuchungen
  • andi_m
    Registrierter Benutzer
    • 26.09.2004
    • 1419

    #2
    Hallo

    Du hast recht: Nicht Schön.
    Aber nicht schlecht wenn es den akustischen Anforderungen gerecht wird ist die Optik in meinen Augen zumindest zweitrangig.

    Messungen unter Winkel am Hörplatz würden mich aber schon interressieren.

    Gruss Andi_m
    Spannungsabfall ist kein Sondermüll

    Wenn du nicht helfen kannst dann störe
    dabei sein ist alles
    (Zitat: Jürgen von der Lippe)

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    • eoh
      eoh
      Registrierter Benutzer
      • 16.01.2004
      • 444

      #3
      sieht mir sehr konsequent aus. schön!
      aber sind 3800hz nicht etwas hoch? geht es nicht tiefer, auch wenn pegel gefordert ist?

      Kommentar

      • We-Ha
        Moderator
        • 26.09.2001
        • 12195

        #4
        Diese 'HT-Pille' ist vielleicht für tiefere Trennfrequenzen nicht geeignet ?
        Gerade dann würde sie 'mehr Pegel' kaum überstehen.

        Mich stört das Aussehen der Kisten eher weniger, dafür aber die Art der Aufhängung und das Kabelgewusel sowie die Tasse im 'labilen' Gleichgewicht

        PS: Was stand rechts vom Tisch (und links in der Ecke ?) eigentlich so lange auf dem Fussboden ? Dein alten Kisten ?
        Tipps & Tricks für alle Wastels in Wolfgangs Bastelkeller , denn wie der Schreiner kann es keiner
        Ich habe Probleme für alle Lösungen !!! .-- ....

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        • walwal
          Registrierter Benutzer
          • 08.01.2003
          • 26018

          #5
          Das ist Hi-End, Tri-Wiring. Übergehend in Muli-Chaos-Wiring...
          „Audiophile verwenden ihre Geräte nicht, um Ihre Musik zu hören. Audiophile verwenden Ihre Musik, um ihre Geräte zu hören.“

          Alan Parsons

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          • FoLLgoTT
            Registrierter Benutzer
            • 01.02.2002
            • 697

            #6
            @andi_m
            Messungen unter Winkel am Hörplatz würden mich aber schon interressieren.
            Reiche ich nach, sobald ich dazu komme.

            @eevilobihoernchen
            aber sind 3800hz nicht etwas hoch? geht es nicht tiefer, auch wenn pegel gefordert ist?
            Die 16mm-Kalotte fängt unter 3,8kHz stark an zu klirren, daher war diese Trennfrequenz der beste Kompromiss. Eigentlich wäre sie für einen 4-Weger mit 38mm-Kalotte besser geeignet.

            @We-Ha
            Was stand rechts vom Tisch (und links in der Ecke ?) eigentlich so lange auf dem Fussboden ? Dein alten Kisten ?
            Hehe, ganz genau.
            Da die Wohnung vor meinem Einzug neu renoviert wurde, ist der Standort der alten Kisten etwas heller geblieben. Ich hoffe, das sieht man mit der Zeit nicht mehr.

            Die Kabel werde ich irgendwann mal "schön machen". Aber im Moment ist das zweitrangig. Hauptsache die Chassis sind mit den Endstufen verbunden!
            Gruß
            Nils

            Meine Entwicklungen & Untersuchungen

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            • jaywalker
              Registrierter Benutzer
              • 16.02.2005
              • 337

              #7
              Original geschrieben von We-Ha

              Mich stört das Aussehen der Kisten eher weniger, dafür aber die Art der Aufhängung und das Kabelgewusel sowie die Tasse im 'labilen' Gleichgewicht
              Ich wollte auch schon schreiben "Dein Schreibtisch ist zu klein". Aber We-Ha war schneller :-(
              Sind das mit Studio-Endstufen voll aktiv gefahrene Computer-Boxen? Das wird die Stromlieferanten freuen.

              Grüße
              Heiner

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              • FoLLgoTT
                Registrierter Benutzer
                • 01.02.2002
                • 697

                #8
                Original geschrieben von jaywalker
                Sind das mit Studio-Endstufen voll aktiv gefahrene Computer-Boxen? Das wird die Stromlieferanten freuen.
                Jo, der freut sich sicher! Die Alesis-Endstufen und das Maxidrive braten mal eben 60W im Leerlauf durch. Mir wäre eine 6-Kanalendstufe mit geringerer Leistungsaufnahme auch lieber...
                Gruß
                Nils

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                • FoLLgoTT
                  Registrierter Benutzer
                  • 01.02.2002
                  • 697

                  #9
                  So, hier kommen ein paar Amplitudengänge unter Winkeln in 60cm Abstand. Der leichte Einbruch bei 5kHz unter Winkeln rührt übrigens nicht von der Bündelung des Mitteltöners her, der hat da kaum noch Einfluss. Ich habe dafür im Moment keine Erklärung.
                  Man sieht aber schön, dass selbst bei einer Trennung von 48dB/Okt und einem extrem geringen Chassisabstand noch so starke Interferenzen bei der vertikalen Abstrahlung auftreten.

                  Horizontal:


                  Vertikal nach oben:



                  @jobst
                  PS wenn dein Phasenentzerrer das erlaubt kann man HT und MT decorrelieren und das vertikal lobing (im Mittel) ausschalten (würde mich auch interessieren)
                  Die Phasenentzerrung findet für das gesamte Signal statt, betrifft also Mittel- und Hochtöner immer gleichermaßen. Die vertikale Keulenbildung ändert sich dadurch nicht.
                  Gruß
                  Nils

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                  • Gast-Avatar
                    tiki

                    #10
                    Hallo,
                    Original geschrieben von FoLLgoTT
                    Man sieht aber schön, dass selbst bei einer Trennung von 48dB/Okt und einem extrem geringen Chassisabstand noch so starke Interferenzen bei der vertikalen Abstrahlung auftreten.
                    Logo, wenn bei einem Chassis(zentrum)abstand von knapp 60mm das erste Minimum unter 90° (Lambda/2) doch schon bei knapp 2,9kHz auftritt.
                    In dem Zimmer kann man doch locker noch mit ein paar Stücken Basotect die Reflexionsbereiche links, rechts und oben ausblenden. Das hilft ganz sicher bei der Lokalisationsschärfe.
                    Gruß, Timo

                    Kommentar

                    • sinus
                      Registrierter Benutzer
                      • 20.10.2002
                      • 1002

                      #11
                      Re: Nahfeldmonitor als Halbraumstrahler

                      Original geschrieben von FoLLgoTT

                      Ich habe mich für diese Chassis entschieden, weil mir bei meinen alten Monitoren der Abstand der Chassis durch eine vertikal zerrissene Lokalisation negativ im Klangbild aufgefallen ist. Durch den kaum vorhanden Rand von Mittel- und Hochtöner lassen sich zusätzlich Interferenzen an den Übergängen minimieren.
                      hat sich das damit nun hörbar merklich verbessert?

                      Da ich gerade bei der MT-Kalotten-Auswahl für meine nächste Box bin und die MDM55 ein Kandidat wäre, würde mich es interessieren wie sie dir denn so gefällt.

                      Gruss
                      Chris
                      "Wenn die Menschen nur über das sprächen, was sie begreifen, dann würde es sehr still auf der Welt sein." Albert Einstein

                      Kommentar

                      • FoLLgoTT
                        Registrierter Benutzer
                        • 01.02.2002
                        • 697

                        #12
                        Re: Re: Nahfeldmonitor als Halbraumstrahler

                        Original geschrieben von sinus
                        hat sich das damit nun hörbar merklich verbessert?

                        Da ich gerade bei der MT-Kalotten-Auswahl für meine nächste Box bin und die MDM55 ein Kandidat wäre, würde mich es interessieren wie sie dir denn so gefällt.
                        Ja, das Klangbild it vertikal nicht mehr so zerrissen. Vorher hatte ich eine 75mm- und eine 26-Kalotte. Dadurch war der Abstand der Zentren deutlich größer.

                        Die MDM 55 gefällt mir recht gut. Entzerren musste ich sie allerdings auch ein wenig. Extrem linear ist der Amplitudengang nicht, aber das ist ja dank Equalizer auch nicht so wichtig.
                        Fabrikneue MDM 55 brauchen aber eine gewisse Einspielzeit, bis sich die Parameter einstellen und die Resonsnzfrequenz gesunken ist. Bei mir reichten schon wenige Minuten mit basslastigem Material und hohem Pegel. Man sah die Kalotte richtig Hub machen!
                        K3 ist schön niedrig. Das halte ich für sehr wichtig, da ich hohen K3 immer als störend empfinde (K2 ist dagegen unkritisch).
                        Gruß
                        Nils

                        Meine Entwicklungen & Untersuchungen

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