Alt 30.07.2005, 12:54   #16
VISATON
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@ BN: Sind denn in diese Überlegungen auch schon die Laufzeitunterschiede des Schall bei unterschiedlichen akustischen Zentren der Mehrwegeboxen (Schallentstehungsort bei BoxSim genannt) berücksichtigt? Die sind so beträchtlich, dass man die Kompensation der Laufzeiten mit einem analogen Netzwerk mit vertretbarem Aufwand nicht realisieren kann. Die 6-dB-Philosophie funktioniert wunderbar mit ohmschen Widerständen, mit realen Lautsprechern wohl kaum.
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Alt 30.07.2005, 13:16   #17
SDJungle
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Na so liest sich das doch gleich wieder ganz anders - ohne auf das vorherige Zitat von mir einzugehen...
Jetzt sind wir nämlich genau da, worauf ich hinaus wollte - üblicherweise bleibt am Treiber von der elektrischen 6db-Trennung durch ein (auswahlbedingt) näherungsweise optimales Rolloffverhalten des Treibers 'nur' noch ein meßtechnisches 12dB-Verhalten übrig. Beim Verhalten solcher Konstrukte bezüglich Belastbarkeit gebe ich Dir grundsätzlich natürlich recht, auch wenn man das ebenfalls wieder relativieren müßte anhand eines konkreten Beispiels.
Ich würde jetzt nicht behaupten wollen, daß man auf diesen Wege keine gut zu messenden/klingenden/pegelfeste LS bauen kann, nicht nur weil ich zufällig selbst so etwas hier stehen habe. Vorher war ich auch skeptisch, ob eine derart minimierte Weichenauslegung wirklich ebenbürtig funktionieren kann. Ich vertrete da auch keinen festgemauerten Standpunkt - außer eben jenem, daß es keine 'richtige' 6db-Tennung treiberseits geben kann, sondern treiberbedingt immer eine steilere.
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Alt 30.07.2005, 20:41   #18
Peter K
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Hallo,

noch ein Aspekt sollte erwähnt werden:

unterstellt, dass es im Übernahmebereich tatsächlich gelingt, 6 dB AKUSTISCHE Filterflanken hinzubekommen (die durch das Treiberverhalten aber ausserhalb schnell in undefinierte Filterflanken "Weiss der Teufel wieviel"- dB mutieren), bleibt das aus meiner Sicht unakzeptable vertikale Abstrahlverhalten, bedingt durch den breiten Überlappungsbereich, wo die beteiligten Treiber - nahezu - gleichlaut abstrahlen .

Gruss
Peter Krips
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Alt 30.07.2005, 22:04   #19
BN
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Beiträge: 982
Hallo,
Zitat:
Original geschrieben von Peter K
bleibt das aus meiner Sicht unakzeptable vertikale Abstrahlverhalten, bedingt durch den breiten Überlappungsbereich, wo die beteiligten Treiber - nahezu - gleichlaut abstrahlen .
Das ist eben die Frage, was hier schlechter oder besser ist. Durch den breiten Übergangsbereich ergibt sich zwar ein schlechteres vertikales Abstrahlverhalten, andererseits ist das Abstrahlverhalten horizontal gleichmäßiger, weil eine Bündelung des Tieftöners/Mitteltöners gegenüber Mitteltöner/Hochtöner weniger stark in Erscheinung tritt. Möglicherweise ist der Diffusfeldfrequenzgang bei bestimmten Boxen mit 6dB Weichen sogar gleichmäßiger als mit Weichen höherer Ordnung und die Boxen klingen dadurch natürlicher. Wer weiß? Viele High-End Boxen sind ja eher als Rundstrahler ausgelegt, auch weil schlanke Böxlein eher den Geschmack treffen als z.B. Boxenungetüme mit Waveguides. Mein Eindruck von der letzten High-End war auch, daß hohe Schalldrücke bei der High-End-Klientel gar nicht mehr gefragt sind. Bei Vorführungen in gehobener Zimmerlautstärke haben sich die Vorführer schon für den angeblich infernalischen Pegel entschuldigt: "Ich wollte Ihnen halt mal zeigen, was die Box leisten kann." In solchen Fällen sind dann 6dB Weichen möglicherweise schon eine gute Lösung.

Grüße
Bernhard
BN ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.07.2005, 11:38   #20
Peter K
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Ort: Um Stuttgart
Beiträge: 927
Hallo Bernhard,

Zitat:
Möglicherweise ist der Diffusfeldfrequenzgang bei bestimmten Boxen mit 6dB Weichen sogar gleichmäßiger als mit Weichen höherer Ordnung und die Boxen klingen dadurch natürlicher.
wäre bei Zweiwegerichen sogar denkbar, wenn man nur das horizontale Abstrahlverhalten betrachtet, vertikal bleiben die Probleme dennoch bestehen...
Auch stellt sich das Problem ja auch nur dann, wenn man meint, Trennfrequenzen weit in den Bündelungsbereich legen zu müssen....

Bei Trennung in Frequenzbereichen, wo noch keine Bündelung stattfindet und mit steiler Filterung hat man dann den Diffusfeldffrequenzgang nicht nur horizontal, sondern auch vertikal im Griff.

Zweiwegeriche gehen dann aber nicht (es sei denn mit WG) mehr, da muss es dann schon drei Wege haben mit möglichst kleinem MT...

Zitat:
Viele High-End Boxen sind ja eher als Rundstrahler ausgelegt, auch weil schlanke Böxlein eher den Geschmack treffen als z.B. Boxenungetüme mit Waveguides.
Sicher ist das so, man sollte sich nur darüber klar sein, dass derartige Lautsprecher von korrekter REPRODUKTION des Tonträgerinhaltes wesentlich weiter entfernt sind als "Boxenungetüme" ob nun mit oder ohne WG...

Gruss
Peter Krips
Peter K ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.08.2005, 12:57   #21
maha
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Beiträge: 1.664
HI!

Ein 6db-Filter funkt nur an einer ohmschen Last als solches.

Treiber stellen keine ohmsche Last dar.
Abhilfe:
-Aktivbetrieb
-Impedanzlinearisierung
- HP weit oberhalb des resobedingten Impedanzbuckels wählen.

-----------------------------------------------------------------
Normalerweise ergibt ein passives 6db-Filter seltsamste "Filterresultate". Über die Filtersynthese wäre wenigstens ein brauchbares Filter 3.Ordnung zu erzielen.....

und so weiter....

Gruß, maha

Edit: Hab´ was vergessen...
Ferrofluid im Spalt bewirkt eine enorme mechanische Bedämpfung. Daher fällt die Impedanzüberhöhung nur mehr gering aus. Und ein passives 6db-Filter funktioniert. Besser gesagt: würde funktionieren! Denn unterhalb der mech. Reso verhält sich ein FF-gefüllter HT wieder wie ein Filter 2. Ordnung.
Beide Filter sollten sich verstehen, sonst wird´s wieder nix.



Geändert von maha (03.08.2005 um 13:15 Uhr)
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