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Alt 14.01.2018, 16:37   #1
zxlimited
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Das Belle Cinema entsteht - 20 LaBelles und Double Curved Cinemascope Leinwand

Hallo miteinander,
der Startschuss ist endlich gefallen: Seit kurz nach Weihnachten baue ich am Belle Cinema
Wie alles begann mit meiner LaBelle Sammlung, ist ja hier nachzulesen:
http://www.visaton.de/vb/showthread.php?t=27048
Da wurden all die vielen schönen Belles entwickelt und gebaut, und das ursprüngliche Gäste-/Arbeitszimmer in der Mietwohnung wurde immer voller und voller. Nur für eine vernünftige Leinwand und eine optisch und akustisch günstigere Ausgestaltung des Raumes war kein Platz und auch keine Motivation, da ich ja immer vor Augen hatte, dass das früher oder später alles wieder rausgerissen wird.
Nun wohnen wir im eigenen Haus mit schönem großem Hobbykeller, so dass nun endlich ein amtliches Kino gebaut werden kann, da der Raum nur für diesen Zweck aus- bzw. umgebaut wird. Beginnen sollte der Ausbau mit dem Herzstück - einer richtigen Leinwand. Richtig heißt für mich curved und natürlich im Cinemascope Format. Und so groß wie irgend möglich... Monatelang habe ich alle Möglichkeiten durchdacht, durchgerechnet, gezeichnet, und bin schließlich zu folgender Lösung gekommen, die für meine Gegebenheiten ideal sein sollte: Die Wand, vor der die Leinwand steht, ist nach Abzug eines kleinen Abstellraums / Technikabteils 4m breit. Nicht wesentlich weniger breit sollte die Leinwand werden. Geplanter Sitzabstand sind 3m. Wenn man jetzt aber die zu erwartende Leuchtdichte ausrechnet, kommt man leider darauf, dass bezahlbare oder gar schon vorhandene Beamer bei 4m grenzwertig dunkel sind, vor allem natürlich bei 3D, was bei mir einen sehr hohen Stellenwert hat. Akustisch transparente Tücher haben i.d.R. noch einen Gainfaktor von knapp unter 1, also erst recht schwierig. Stacking oder Blending Lösungen würden dank Cinemascope, Anamorphot und Curved extrem schwierig und aufwändig, also auch wieder verworfen. Aber es gibt ja auch noch High Gain Folien! Also mal ein Muster der Opera High Gain von Gerriets angefordert, mit Gain 2. Auf einer ebenen Leinwand, besonders bei dem extremen Betrachtungsverhältnis, würde so eine Folie natürlich einen extremen Hotspot verursachen, da unter Winkel der Gainfaktor abfällt, sogar unter 1. Aber ich will ja eh curven, damit ist das beherrschbar. Da es laut meiner Recherche keine vernünftigen akustisch transparenten High Gain Folien gibt, ist damit das Thema AT leider vom Tisch. Geht aber auch anders, und man erspart sich die Probleme mit der Hochtondämpfung, Kammfiltereffekten und evtl. sichtbaren Gewebestrukturen im Bild bis hin zu Moirée Effekten. Das Allerbeste an der Sache: wenn ich schon keine AT Leinwand bauen kann, dann kann ich sie dafür in beide Richtungen krümmen, also eine Torus oder Double Curved! Denn das geht nur mit Vakuum, also per se nicht mit AT. Die Immersion sollte dadurch noch mehr gesteigert, Hot Spot Neigungen weiter reduziert werden. Und außerdem reizte mich der Gedanke extrem, da sowas scheinbar niemand hat und es irgendwie das I-Tüpfelchen und die Königsdisziplin im Leinwandbau ist. Tests auf meiner provisorischen Testleinwand waren sehr vielversprechend, und so wurden endlich 10 qm Opera High Gain geordert.



Nach den Weihnachstagen ging es also endlich los mit dem Bau. Doch davor mussten noch mal eben 4 je 215 Liter große Gehäuse für die 4 Stück 18" Luftverschieber gebaut werden, da die hinter der Leinwand verschwinden sollen. Gar nicht so einfach, bei einer geschlossenen, massiven Leinwand, noch 4 dieser Monster dahiner zu verstecken, ohne dafür zusätzliche Raumtiefe zu opfern. Dank CAD und etwas Hirnschmalz kam ich aber zu einer vernünftigen Lösung. In der Mitte liegt der Leinwandkasten direkt an den Subs an und ist dabei genauso tief wie der LaBelle Center. Nach außen hin weicht der Leinwandkasten immer weiter von den Schallwänden der 18"er zurück, so dass diese dann über die Seiten bzw. Raumecken nach vorne strahlen können.









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Geändert von zxlimited (08.02.2018 um 16:57 Uhr)
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